Trash Poll der Woche

(Oktober 2009)
Die wöchentliche GULP Kurzumfrage rund um Leben, Liebe, Alltag & Beruf - nicht immer ganz ernst gemeint, sondern mit einem Augenzwinkern.

Das Ergebnis der Kalenderwoche 41/2009:
Neue Grippe und Terrorwarnung. Meiden Sie jetzt Menschenansammlungen,
wenn irgendwie möglich?
Ja. 16%
Nein. 84%
Teilnehmerzahl: 107

Terrorangst, Schweinegrippe, Wirtschaftskrise und eventuelle weitere, nicht näher benannte Plagen (das Wetter hatte ausnahmsweise keine Schuld: es war traumhaft) haben dem Münchner Oktoberfest dieses Jahr die schlechteste Besucherbilanz seit 2001 beschert: Es kamen "nur" rund 5,7 Millionen Menschen auf die Theresienwiese statt gut sechs Millionen Gäste wie im vergangenen Jahr. Zum Trost (oder als Trost?) hielt sich der Bierkonsum mit insgesamt 6,5 Millionen Maß auf gleichem Niveau.

Wäre das Oktoberfest eine exklusive Veranstaltung für die Teilnehmer im IT-Projektmarkt, dann hätte es wohl dieses Jahr ähnliche Einbußen hinnehmen müssen, denn immerhin meiden 16 % der Teilnehmer an unserer Umfrage aktuell Menschenansammlungen, wenn es geht. Auf der anderen Seite ändern 84 % nichts an ihrem bisherigen Verhalten und treffen in unverändertem Ausmaß mit ihren Artgenossen zusammen - oder aber haben Menschenansammlungen schon immer vermieden.

Zum Oktoberfest erlebte übrigens auch der Hoax "Dankbarer Araber" ein Revival. Diese schnell weiterverbreitete Falschmeldung wird immer wieder gerne bemüht, wenn vor angeblich geplanten Anschlägen von Terroristen an öffentlichen Orten gewarnt wird - und zeigt immer wieder Wirkung: Die Schwester der Bekannten einer Freundin hatte bemerkt, dass einem Araber im Getümmel unbemerkt sein Portemonnaie aus der Tasche gefallen war. Sie machte ihn darauf aufmerksam, er wollte sich bei ihr mit 1.000 EUR Finderlohn erkenntlich zeigen. Sie lehnte ab, worauf er sie als Dank warnte, in den nächsten Tagen zu ihrer eigenen Sicherheit keinesfalls mehr die Wies’n zu besuchen.

Sollte Sie also bald jemand mit Hinweis auf dieses  Erlebnis (zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort) vor dem Besuch des Weihnachtsmarktes warnen: Sie wissen Bescheid!

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Ich finde es interessant, zu lesen, wie die Meinung der Kollegen Freiberufler zu aktuellen Themen ist. Außerdem interessant, dass die kommentargebenden Kollegen anscheinend Ironie nicht verstehen. Aber da ist dann wohl schon mit einem Reizwort die Klappe gefallen. (Oktober 2009)"

"Nicht so schnell den Knüppel aus dem Sack. Gulp refferiert nur und beteiligt sich an der Diskussion. Aber es hofiert nicht die Terrorangst. Kann man daraus nicht lesen. Dann hätten sie ja auch Kommentar zwei unterdrückt. (Oktober 2009)"

"Ich schließe mich voll und ganz den ersten beiden Kommentaren an. Hinzuzufügen wäre noch, daß es doch sehr erschreckend ist, daß jetzt auch noch GULP anfängt, von einer "Terrorangst" zu sprechen und sich damit aktiv an dieser Manipulation durch Terrorlüge zu beteiligen. Purer Zufall oder Absicht? (Oktober 2009)"

"Die Polit-Elite entfernt sich immer mehr von der Realität und dem Volk. Einerseits von der Realität mit ihren Manipulations-Versuchen von erfundenen oder besser gesagt unrealistisch aufgebauschten Geschichten. Gesetzesänderung der WHO: Pandemien müssen nicht mehr lebensbedrohlich sein, um die Staaten oder die Bürger zu irgendwelchen Maßnahmen zu zwingen, sondern nur noch mind. 2 Länder befallen bzw. -treffen. Das trifft auf fast alle Krankheiten zu. Perfekt. Die Elite glaubt irgendwann ihre eigenen Lügen und sieht nur noch ihre Zwangmöglichkeit als einzig realitätgebend. Andererseits wird die Akzeptanz und der Kontakt zum Volk immer schwächer. Die Presse schimpft dies "Politikverdrossenheit". Ein Mittel dagegen: Zwang zur Wahl, um wenigstens die Blamage zu vertuschen (daß die Welt a) mit der Politik der Politiker nichts zu tun haben will und b) die Lüge, man könne etwas mit Wahlen verändern, nicht mehr glauben!) (Oktober 2009)"

"Wenn zuviele Leute keine Angst mehr haben, wird es wohl zur Akzeptanz der zukünftigen Überwachung beitragen, wenn mal wieder "detailliert geplante Terroranschläge gerade noch verhindert" werden. (Oktober 2009)"