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| JAVA-Kipferl, Linux-Stangen
und MVS-Lebkuchen
Unvergesslicher "Genuss": Weihnachtsplätzchen
für IT-Freiberufler
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(Dezember 2004)
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Inhalt dieses Artikels:
Für
Belesene: JAVA-Kipferl | Für
Freie: Linux-Stangen |
Für Traditionalisten: MVS-Lebkuchen |
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| Soll keiner sagen, dass IT-Experten nicht backen
können und ihnen der Sinn für adventliche Traditionen
fehlt. Mit den Plätzchenrezepten von GULP, gemeinsam mit Achim
Pfitzner vom busner.s
kreiert, hat man etwas Eigenes, das unvergesslich schmeckt –
und eine gehörige Portion Humor benötigt.
"Genuss ist uns eilig" lautet die Maxime im Münchner
Restaurant busner.s – und weil IT-Freiberufler bekanntlich
wenig Zeit, aber viel Geschmack haben, wurde bei den folgenden drei
Rezepten darauf geachtet, dass die Zubereitung der Plätzchen
niemals länger als 42 Minuten dauert – oder so lange,
wie der heimische PC hochfährt.
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| Für
Belesene: JAVA-Kipferl |
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Es ist in Fachkreisen bekannt, dass man JAVA immer
dann einsetzt, wenn man auf eine große
Bibliothek zurückgreifen möchte. Entsprechend ist
die Herstellung von JAVA-Kipferl den belesenen IT-Experten vorbehalten,
die während des Backvorgangs Jack Miltons Gedicht "Verlorenes
Paradies der objektorientierten Programmiersprachen" rezitieren.
Zutaten:
125 Gramm Speisestärke
100 Gramm Mehl
100 Gramm Kaba
100 Gramm Zucker
2 Eigelb
1 Prise Anis
1 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze Paprika edelsüß
1 Päckchen Vanillezucker
3 Esslöffel gemahlene Walnüsse
3 Esslöffel gemahlene Haselnüsse
ein Päckchen Schokoladenglasur
dazu
permanenter SMS-Kontakt mit einem JAVA-Forum zur Unterstützung,
Milchkaffee aus der JAVA-Tasse für den Durst
und aktuelle Mainstream-Musik vom Handy.
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und verrühren.
Aus dem Teig lustige kleine Figuren formen, diese auf das Backpapier
im Backblech legen und im vorgeheizten Ofen (180 Grad Celsius) so
lange backen, bis sie "durch" sind – aber niemals
länger als 42 Minuten minus Rühr- und Formzeit. Die abgekühlten
Plätzchen mit geschmolzener Schokoglasur bestreichen und im
JAVA-Forum verteilen. |
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| Für
Freie: Linux-Stangen |
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| Das quelloffene Betriebssysteme Linux
ist in diesem Jahr vor allem im Süden
der Republik gefragt, weshalb es zum Gelingen der Linux-Stangen
nicht schaden kann, wenn die unabhängigen Backmeister ihren
Backofen in Bayern aufstellen. Ist dies nicht möglich, sollte
man beim Backen zumindest einige bairische Ausdrücke vor sich
hin brummen. Empfehlenswerte Idiome: "Ja mei, da legst di nieda."
Zutaten:
225 Gramm Butter
100 Gramm Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eigelb
200 Gramm Mehl
2 Messerspitzen Zimt
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
40 Gramm Ovomaltine
125 Gramm gemahlene geröstete Haselnüsse
1 Messerspitze Chili-Pulver
100 Gramm Nussnougatmasse
30 Gramm Kokosfett
150 Gramm Milchschokolade
dazu
eine ganze Clique Linux-Getreuer zur Unterstützung,
genügend Freibier für den Durst
und vom MP3-Player Trip-Hop für die Stimmung
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und verrühren.
Den Teig in eine Spritztüte "batzeln" (typisch bairischer
Ausdruck) und dann lustige kleine Figuren formen, diese auf das
Backpapier im Backblech spritzen und im vorgeheizten Ofen (180 Grad
Celsius) so lange backen, bis sie "durch" sind –
aber niemals länger als 42 Minuten minus Rühr- und Batzelzeit.
Die abgekühlten Plätzchen NICHT ins Bier tunken, sondern
trocken verzehren!
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| Für
Traditionalisten: MVS-Lebkuchen |
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| Vorneweg: MVS-Lebkuchen sind die Favoriten
für Traditionalisten, die bei Betriebssystemen gerne an Bewährtem
festhalten sowie bei der Weihnachtsbäckerei zuverlässige
und sichere Rezepte zu schätzen wissen. Keine Frage, das Ambiente
ist hier besonders wichtig: Ohne Lametta, Kerzen, Adventskranz und
Christbaumkugeln in der Küchendekoration können MVS-Lebkuchen
nicht gelingen.
Zutaten:
3 Eier
150 Gramm Zucker
200 Gramm Mandeln
150 Gramm Walnüsse
50 Gramm bittere Blockschokolade
1 TL Zimt
1 TL Lebkuchengewürz
1 Messerspitze Nelken
1 Messerspitze Koriander
½ Päckchen Citro-Back
Orangeat
dazu:
ein guter, alter Freund zur Unterstützung,
Absinth für den Durst und
von der Schallplatte Bombast-Christmas von Queen für die Stimmung.
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und verrühren.
Aus dem Teig mit einem großen Löffel lustige große
Kleckse auf das Backpapier im Backblech drapieren und im vorgeheizten
Ofen (180 Grad Celsius) so lange backen, bis sie "durch"
sind – aber niemals länger als 42 Minuten minus Rühr-
und Drapierzeit. Die abgekühlten Lebkuchen in eine Plätzchendose
geben – und nach etwa drei Jahren mit dem guten alten Freund
verzehren.
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