Achtung Fehlermeldung: Kein IT-Freiberufler ist perfekt

Aus Fehlern lernt man. Aber man muss nicht jeden Fehler selbst machen, oder?

(Mai 2009)
Fehler sind gut. Denn nur so lernt man. Noch besser ist es, aus denen anderer zu lernen und gar nicht erst selbst Fehlermeldungen zu produzieren. Deswegen hat GULP in diesem Artikel Fehler zusammengestellt, die IT-Freiberuflern sehr leicht passieren können. Wer sie noch nicht begangen hat, kann sie damit künftig vermeiden. Wer leider schon mal gelitten hat, lernt durch unsere aufgezeigten Lösungswege vielleicht doch noch etwas dazu. Denn: "Am auffälligsten unterscheiden sich die Leute darin, dass die Törichten immer wieder dieselben Fehler machen, die Gescheiten immer wieder neue." (Karl Heinrich Waggerl, österreichischer Erzähler, 1897 - 1973)
Fehler: Sich nicht wie ein Unternehmer verhalten
Hinweis Falsch: "Eigentlich müssen die mir die Fahrt zum Vorstellungsgespräch bezahlen. Schließlich bin ich nur wegen denen so lange unterwegs."
Hinweis Richtig: "Bei Aufwendungen, die ich für die Fahrt zum Gespräch mit dem Projektanbieter habe, gehe ich in Vorleistung, denn das wird sich später auszahlen."
Regel Nummer eins: Ein Freiberufler ist ein Freiberufler ist ein Freiberufler. Und keine Unterform des Festangestellten. Als Freelancer sind Sie Unternehmer, Geschäftsmann und auf gleicher Augenhöhe mit Endkunde und Vermittler. Was zählt, ist Professionalität. Worum es geht, ist das Geschäft. Es geht nicht um Sie als Person, sondern um den Auftrag, den Sie haben wollen, und der Ihnen Geld bringt. Mit persönlichen Animositäten legen Sie sich nur selbst Steine in den Weg und verbauen sich den Zugang zu Aufträgen. Denken Sie in Ihrem eigenen Interesse daran: Sie sind geschäftlich unterwegs. Das heißt:
  • Seien Sie zuverlässig. Halten Sie Termine ein, erscheinen Sie pünktlich zum Vorstellungsgespräch, senden Sie den Vertrag fristgerecht zurück, sagen Sie Projektanfragen zu oder ab. Von einem Tag auf den anderen nicht mehr im Projekt zu erscheinen ist ein Fauxpas, der nur sehr schwer wieder ausgebügelt werden kann. Füllen Sie, sofern gefordert, Ihren Stundenzettel korrekt aus, lassen Sie ihn unterschreiben und lassen Sie ihn termingerecht dem Verantwortlichen zukommen. Wer fortlaufend Mahnungen benötigt, um daran erinnert zu werden, denkt nicht unternehmerisch genug.
  • Seien Sie flexibel. Gefällt Ihnen das Team beim Endkunden nicht, müssen Sie sich trotzdem integrieren. Mögen Sie dessen Art nicht, Code zu schreiben, müssen Sie sich dennoch fügen. Auch das gehört zur Professionalität. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Selbstständiger in seiner Laufbahn auf ein Team oder auf Arbeitsweisen trifft, mit denen er sich nicht anfreunden kann, ist größer als bei einem Festangestellten. Erfolg hat nur, wer sich in einem gewissen Maß anpassen kann. Natürlich gilt das nicht unbegrenzt.
  • Vergreifen Sie sich nie im Ton. Machen Sie einem eventuellen Ärger niemals vor dem Kunden Luft, auch vor keinem anderen in der "Berufswelt". Atmen Sie tief durch, beruhigen Sie sich und sprechen Sie mit dem Kunden auf nicht-emotionale, professionelle Weise. Positiv, aber deutlich. Wenn Sie eine Projektanfrage bekommen, die nicht passt, sagen Sie einfach ab. Professionalität bedeutet auch, sich in den Geschäftspartner hineinversetzen zu können: Fehler sind menschlich. Kritik ist selbstverständlich richtig und wichtig. Aber sich in E-Mail-Schimpftiraden zu ergehen ist erstens vergebene Liebesmüh' und zweitens unprofessionell.
  • Werden Sie nicht zu persönlich. Sie müssen aus Ihrem Endkunden nicht gleich Ihren besten Freund machen. Wenn der Kontakt zu ihm auf einer allzu persönlichen Ebene stattfindet, kann es passieren, dass einer dem anderen wegen einer geschäftlichen Entscheidung böse ist oder sich verletzt fühlt. Außerdem könnte der Kunden Sie so für weniger kompetent halten. Beginnen Sie die Kommunikation formell und werden Sie mit der Zeit freundlicher, wenn Sie den normalen Umgangston im Unternehmen kennenlernen.
Fehler: Den falschen Stundensatz verlangen
Hinweis Falsch: "Ich schreib vorsichtshalber ein bisschen mehr rein."
Hinweis Richtig: "Ich weiß, was ich wert bin."
Ein Freiberufler, der einen Stundensatz von 70 Euro realisieren will, ins Profil aber 90 Euro schreibt, begeht einen Fehler. Die Logik - lieber mal ein bisschen mehr reinschreiben, dann kann ich Nachlass geben - mag einleuchtend klingen, aber sie kann dazu führen, dass Sie erst gar kein Projektangebot erhalten. Gibt es nämlich außer Ihnen weitere Freiberufler mit ähnlichen Qualifikationen, die 70 Euro in ihr Profil eingetragen haben, bekommen diese die Projektanfragen. Naturgemäß ist der eingetragene Stundensatz für Projektanbieter ein stark entscheidungsbeeinflussendes Kriterium.

Die Kehrseite der Medaille: Manche Selbstständige, vor allem, wenn sie neu auf dem Markt sind, unterschätzen sich und ihren Marktwert. Wer zu wenig verlangt, bekommt nicht nur Probleme mit dem Erhalt seines Lebensstandards, sondern signalisiert: Ich bin mir meiner Kompetenzen nicht sicher. Oder wie ein Freelancer im GULP Forum schreibt: "Der Preis ist eben auch ein Indikator für den Wert, den der Freiberufler seiner eigenen Arbeitskraft zumisst".

Wie das richtige Honorar herausfinden? IT-Freiberufler müssen genau wissen, was ihre Qualifikation auf dem Markt durchschnittlich wert ist. Wie viel verdienen vergleichbare Kollegen - mit ähnlicher Qualifikation, am gleichen Einsatzort und in ähnlichen Projekten? Jeder, der sich für die Freiberuflichkeit entscheidet, sollte zunächst den Markt für seine Skills überprüfen:

Die halbjährlich durchgeführte GULP Stundensatz Auswertung sagt Ihnen außerdem, welche Honorare IT-Freiberufler je nach Alter, Berufserfahrung, Region und Position verdienen. In welcher Branche wie viel bezahlt wird, sagt Ihnen "Stundensätze in der Praxis" nur mit GULP Profil. Behalten Sie dabei im Hinterkopf: Was Sie pro Stunde bekommen, ist nicht das, was Sie wirklich verdienen. Für Krankenversicherung, Altersvorsorge und Arbeitslosigkeit muss ein Freelancer selbst aufkommen. (Darauf geht der Artikel "Was haben Freiberufler, was Angestellte nicht haben?" näher ein.) Steuern werden im Voraus an das Finanzamt gezahlt. Hier lauert eine Falle: Die allerersten Steuern werden oft erst lange Zeit nach dem Start als Freiberufler fällig. Im ersten Jahr meldet sich das Finanzamt noch gar nicht, so kann es sein, dass der erste Steuerbescheid mehr als zwei Jahre nach dem Start auf Ihrem Tisch landet. Also: Von Anfang an die Beträge für das Finanzamt beiseite legen und dort lassen.
Fehler: Profilsünden
Hinweis Falsch: "Wer mehr wissen will, kann gerne nachfragen."
Hinweis Richtig: "Ich bin Seniorberater für das Thema Konzernrechnungswesen mit SAP mit 14 Jahren Erfahrung. In zahlreichen Projekten habe ich als Solution Consultant, Teilprojektleiter und Projektleiter Erfahrungen in den Bereichen der Konzernberichterstattung mit SAP SEM-BCS, SAP EC-CS, SAP FI-LC sowie der Finanzbuchhaltung mit SAP SAP FI gesammelt."
Ihre Skills und Ihr Stundensatz spielen eine große Rolle, aber nicht die einzige. Ihr Profil erzählt viel über Sie. Mögliche Gedankengänge des Lesers:
  • "Das Profil ist voller Rechtschreibfehler, unvollständig und die Zeilen sind chaotisch umgebrochen. Das spricht nicht für eine sorgfältige Arbeitsweise."
  • "Seit acht Monaten hat der Kandidat kein Projekt. Oder steht es einfach nur nicht im Profil? Ist das Profil aktuell? Ist der Freiberufler überhaupt an einem Projekt interessiert?"
  • "Der kennt sich super in der Branche aus und hat schon für einen Mitbewerber gearbeitet. Der Kandidat kann im Projekt neue Ideen einbringen."
  • "Der Kandidat hat positive Referenzen von Unternehmen aus meiner Branche. Also muss er gut sein."


Laut einer GULP Umfrage ist es 86 Prozent der Projektanbieter schon passiert, dass sie einen IT-Freiberufler, dessen Qualifikation gepasst hätte, nicht kontaktiert haben, weil die Qualität seines Profils zu schlecht war. Nehmen Sie sich also Zeit, sich mit Ihrem Profil intensiv zu beschäftigen. Halten Sie Verfügbarkeit und fachlichen Schwerpunkt stets aktuell und tragen Sie die Kurzbeschreibung auch Ihres letzten Projektes ein. Bleiben Sie dabei bei der Wahrheit. Wer bei seinem Know-how übertreibt, fliegt früher oder später auf. Ein unverzeihliches Eigentor sind Sätze wie: "Projektbeschreibung auf Anfrage". So werden Sie von der Suchmaschine gar nicht erst gefunden und erscheinen nicht in den Suchergebnissen der Projektanbieter. Oft hat der Dreh an einem kleinen Schräubchen im Profil eine große Wirkung. Wenn Sie nicht wissen, an welchem, helfen Ihnen die Tipps aus dem Interview zum Thema "Profilsünden" und der Artikel "Wer gefunden wird, gewinnt" aus der Reihe "GULP Tipps zum Profileintrag".
Fehler: Mangelnde Spezialisierung
Hinweis Falsch: "Ich kann eigentlich alles, irgendwie, wenn nötig."
Hinweis Richtig: "Die Schwerpunkte meiner Tätigkeit sind Business Intelligence und Software Engineering. Ich bin Spezialist für die Einführung und Weiterentwicklung von Data Warehouse Systemen. Meine Kunden schätzen mich wegen meiner Integrität, Ehrlichkeit und Bodenständigkeit in Kombination mit meiner technischen Expertise."
Die Position eines Freiberuflers im Markt ist wichtig und wird umso wichtiger, je mehr vergleichbare Freiberufler rein zahlenmäßig auf einen Auftrag kommen. (Mehr zur Marktposition finden Sie im Artikel "Wer mit Bananen bezahlt, darf sich nicht wundern, wenn Affen für ihn arbeiten".) Von der Position hängt ab, ob der Selbstständige Aufträge bekommt und welchen Stundensatz er durchsetzen kann. Deswegen sollte es Ziel eines jeden Freiberuflers sein, sich im Markt bestmöglich aufzustellen. Das geht nicht, wenn Sie alles können oder von allem ein bisschen. Sie müssen der Spezialist schlechthin für Ihr Themengebiet sein. Können Sie klar sagen, was Sie tun, welchen Mehrwert Sie für Ihren Kunden schaffen und warum Sie so gut darin sind? Sie müssen einen einzigartigen Nutzen versprechen, damit Sie weniger austauschbar sind und damit genau Sie den Auftrag bekommen. Schärfen Sie Ihr Profil. Folgende Aspekte können zum Beispiel dazu beitragen, Sie einzigartig zu machen:
  • Ihr fachliches Profil (Skills, Know-how, Erfahrungen, Referenzen, Verfügbarkeit, Stundensatz, Wohn- und Einsatzort)
  • Ihr persönliches Profil (Eigenschaften, Persönlichkeit, Werte)
  • Ihr flexibles Vorgehen (anpassbar auf unterschiedliche Kundenwünsche)
  • Zusatznutzen und Extra-Services (Synergien, erweiterte Leistungen, Kombination verschiedener Leistungen/Skills)
  • Aufrichtiges Interesse an den Bedürfnissen Ihrer Kunden und persönlicher Umgang


Wie vermitteln Sie Ihre Einzigartigkeit in Ihrem Profil? Signale, die für Ihre Qualität und Kompetenz sprechen, sind beispielsweise Referenzen, Abschlüsse, Titel und Zertifikate, Auszeichnungen, Projektbeschreibungen, Verbandsmitgliedschaften, Lehraufträge, Veröffentlichungen (Fachartikel, Bücher), Fachvorträge oder die Präsenz in einem Verband oder Arbeitskreis. Trifft das auf Sie zu, sollen Sie es kommunizieren.

Wer eine Positionierung gefunden hat, sollte sich nicht für immer darauf ausruhen. Bilden Sie sich weiter und erfassen Sie neue Trends - auch wegen Ihres Stundensatzes. Denken Sie darüber nach, wie Sie sich langfristig auf dem Markt positionieren möchten. Nicht nur die nächsten zwei Jahre, sondern dauerhaft. Überlegen Sie bei jedem Projekt nicht nur, was Sie pro Stunde verdienen, sondern auch, was es Ihnen auf lange Sicht bringt. Manchmal ist es lohnenswert, einen Auftrag anzunehmen, bei dem Sie vielleicht weniger verdienen als gewohnt, aber beim Marktführer in einer interessanten Branche mit einer Prestigetechnologie arbeiten und sich neues Wissen aneignen. Damit legen Sie möglicherweise den Grundstein für ein deutlich höheres Honorar beim nächsten Projekt. Ein weiterer Punkt: Die Chancen an "große" Endkunden zu kommen, stehen bei großen Personalagenturen besser als bei kleinen. Sie haben mehr Sicherheit und die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Rechnungen bezahlt werden, ist höher. Geben Sie sich bei den "Großen" besondere Mühe.
Fehler: Mangelndes Wissen über Verträge
Hinweis Falsch: "Der Vertrag wird schon passen, die machen das schließlich nicht zum ersten Mal."
Hinweis Richtig: "Ich unterschreibe erst, wenn ich alles gelesen und verstanden habe."
Einfach unterschreiben und es wird schon passen? Das ist gefährlich. Die Zahl der Fehler, die in Verträgen mit Selbstständigen auftauchen können, ist groß. Damit ist nicht nur der Unterschied zwischen Werk- und Dienstvertrag gemeint (siehe dazu die dreiteilige GULP Serie Werk- vs. Dienstvertrag). Sie sollten Verträge auf Details checken. Vertragsbruch zu begehen ist dabei ein Kapitalfehler. Kundenschutzklauseln verletzen oder sich über Geheimhaltungspflichten hinwegsetzen: Das sollten Sie als Unternehmer tunlichst vermeiden. Diskutieren Sie außerdem nur dann mit einem Projektanbieter über Verträge, wenn Sie das nötige juristische Basiswissen besitzen. Bestehen Sie nicht blind auf einer Sache - erbitten Sie lieber Bedenkzeit und fragen Sie Ihren Rechtsanwalt. Von IT-Freiberuflern empfohlene Anwälte finden Sie im GULP Anwaltsverzeichnis.
Fehler: Sich nicht ausreichend absichern
Hinweis Falsch: "Wird schon nix passieren. Oder vielleicht greift ja die normale Haftpflicht oder so."
Hinweis Richtig: "Ich habe mich erkundigt, welche Versicherungen für mich individuell nötig sind."
Für entstandene Schäden bei Ihren Kunden haften Freiberufler persönlich - in voller Höhe und notfalls mit ihrem Privatvermögen. Nur Berufs- oder Vermögenshaftpflicht treten ein für Schäden, die Personen (erstere) oder das Vermögen Dritter betreffen (letztere). Außerdem springen Berufs- und Vermögenshaftpflicht nicht nur im Schadensfall ein, sondern können auch unberechtigte Ansprüche abwehren. Sie wirken also wie eine passive Rechtsschutzversicherung und die Schadensabwicklung liegt in der Hand der Versicherung - gut für Freiberufler, die juristisch nicht so firm sind. Neben der Haftpflicht sollten IT-Freiberufler auch überlegen, ob und welche Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Firmenrechtsschutzversicherung sie brauchen. Entsprechende Angebote, die auf Ihren Bedarf als externer IT-Spezialist zugeschnitten sind, finden Sie bei GULP.
Fehler: Zu wenig Recherche im Vorfeld
Hinweis Falsch: "Mal schauen, wie das da so ist. Die werden mir schon was erzählen."
Hinweis Richtig: "Ich habe mich informiert und habe ein paar Punkte, an denen ich nachhaken möchte."
Recherche? Wozu? Ganz einfach: Erstens, um die Kunden und Projektanbieter zu finden, mit denen die Zusammenarbeit Spaß macht, bei denen sich die Arbeit lohnt und sich keine bösen Überraschungen ergeben. Zweitens sollten Sie vor einem Vorstellungsgespräch alles über den Endkunden herausfinden, was möglich ist. Wenn Sie wissen, worauf er Wert legt, können Sie beim Gespräch diejenigen Ihrer Kompetenzen besonders hervorheben, die dem Kunden den gesuchten Mehrwert bringen. Vor dem Vorstellungsgespräch sollten Sie Folgendes kennen:
  • Den Kunden
  • Seine Bedürfnisse
  • Seinen Markt
  • Seine Ziele- und was Sie zu diesen beitragen können
  • Den Mehrwert, den das ausgeschriebene Projekt für den Kunden hat


Stellen Sie beim Vorstellungsgespräch viele Fragen. Es ist auch für Sie eine Chance, das Unternehmen kennen zu lernen und herauszufinden, ob es zu Ihnen passt. Ob ein Kunde allgemein der richtige oder falsche ist, hängt unter anderem ab von:
  • Dem Markt, in dem der Kunde ist
  • Der Arbeitsweise des Kunden
  • Davon, wie wahrscheinlich es ist, dass die Agentur Ihren Stundensatz in der vereinbarten Frist bezahlt
  • Davon, wie er von anderen Freiberuflern bewertet wird: Konsultieren Sie die die GULP Weiße Liste der Projektanbieter nur mit GULP Profil und fragen Sie andere Freiberufler, die schon mit dem Projektanbieter zusammengearbeitet haben.
Fehler: Sich zu sehr auf wenige Kunden verlassen
Hinweis Falsch: "Hier ist es doch nicht schlecht, hier bleibe ich."
Hinweis Richtig: "Was kann ich noch machen?"
Es empfiehlt sich aus unternehmerischen und rentenversicherungstechnischen Gründen, eine zu lange Abhängigkeit von einem oder wenigen Kunden zu verhindern. Kunden können plötzlich
  • nicht mehr mit Ihnen zusammenarbeiten wollen,
  • bankrott gehen oder
  • ihr Budget für Freiberufler reduzieren.


Setzen Sie also auf Diversifikation und bauen Sie Ihr Freiberufler-Haus auf mehrere Einkommenssäulen - so wird es stabiler und verlässlicher. Außerdem vermeiden Sie so das Thema Scheinselbstständigkeit. Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRB) forscht gerne mal bei Freiberuflern nach, die von nur einem Arbeitgeber abhängig sind. Dadurch, dass viele IT-Projekte eine lange Laufzeit haben, kann es sein, dass einige Freelancer angestelltenähnlich tätig sind und in die Rentenkasse zahlen müssten. Generell gibt es aber rentablere Alternativen zur Altersvorsorge. Die Einstellung eines Mitarbeiters für Buchhaltung oder administrative Aufgaben kann ein Ausweg aus der Scheinselbstständigkeit sein (vgl. § 2 S. 1 Nr. 9 SGB VI externer Link), ein Büroservice auch. (Mehr Informationen geben die Artikel "Selbstständig oder angestellt?" und "Gleich, aber doch anders".)

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg auf dem IT-Projektmarkt. Und denken Sie bei der nächsten Fehlermeldung daran: Kein IT-Freiberufler ist perfekt.
Die Redakteurin der GULP Knowledge BaseSie haben Themenvorschläge? Eine Meinung zur Knowledge Base?

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Also beim Stundensatz muss ich eindeutig widersprechen. Man kann einfach nicht nur darauf gucken, was die Konkurenz fakturiert. In erster Linie muss man gewinnorientiert arbeiten, d.h. der Stundensatz sollte so gewählt werden, das am Jahreende ein Gewinn rausspringt. Tools wie der Stundensatzkalkulator helfen da weniger. (Juli 2009)"

"Gschmeidiger Artikel! (Mai 2009)"

"Bei den Großen besonders Mühe geben? Nein - immer. Ob man lieber mit den Kleinen (und manchmal sehr feinen) oder den Großen (manchmal sehr schlampigen) zusammenarbeiten möchte, sollte jeder selbst etnscheiden. Sonst OK (Mai 2009)"

"Totale Allgemeinplätze. Da reicht gesunder Menschenverstand. Die Autorin sollte sich selbst mal spezialisieren. (Mai 2009)"

"sehr informativ; gut unterlegt mit querverweisen. (Mai 2009)"

"Der Artikel ist gut und wichtig. Allerdings frage ich mich bei dem hohen Stand, der an juristischem Wissen erwartet wird, wie die fixen Kosten für Versicherungen und anwaltliche Beratung bei jedem Vertragsentwurf verdient werden können. Mit einen Schaden und der Haftung kann der Kunde immer kommen, wenn er nicht bezahlen möchte, weil sich so etwas leicht auch nachträglich konstruieren lässt. (Mai 2009)"

"Sehr aufschlussreich und informativ (Mai 2009)"

"Da ich noch ein sehr neuer Freiberufler bin, sind die Chancen auf Fehler hoch. Um so hilfreicher sind aber auch solche Artikel, die viele Hinweise und Erklärungen bieten. Danke! (Mai 2009)"

"Sehr gut! Gerade in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ist es überlebenswichtig, die richtige Einstellung zum Job: Freiberufler zu haben. Bitte fortsetzen! (Mai 2009)"

"Eigentlich alles Selbstverständlichkeiten, aber man muss immer wieder mit der Nase drauf gestoßen werden. Werde es mir ausdrucken und ins Büro hängen. (Mai 2009)"