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Oft erwarten Kunden von ihren Auftragnehmern, dass sie ihnen die
komplette Arbeit abnehmen. Schlimmstenfalls bis hin zum Denken.
Dies erkennen Sie daran, dass der Kunde sich nicht auf die Besprechungen
vorbereitet; er will alles mundfertig serviert bekommen. Er nimmt
Telefongespräche während Ihres Meetings an, tippt in seinem
Palmpilot herum, während Sie Ihre Präsentation abhalten.
Er kommt zu spät oder verschiebt Besprechungstermine mehrmals.
Bedenken Sie: Diese Haltung wird sich auch während des Projekts
nicht ändern.
Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Sie als Auftragnehmer?
Entscheidungen werden Ihnen vorenthalten, das Projekt verzögert
sich, der Endtermin kann evtl. nicht eingehalten werden. Sie haben
einen höheren Koordinierungsaufwand, weil Sie ständig
dem Ansprechpartner Informationen aus der Nase ziehen müssen,
um weiter an Ihrem Projekt arbeiten zu können. Sie haben ein
Festpreis-Angebot abgegeben, der Mehraufwand wird Ihnen nicht vergütet;
das Projekt wird für Sie unrentabel.
Dem Kunden den Mehraufwand nachträglich zu berechnen, weil
er seine Mitwirkungspflicht versäumt hat, ist meist nicht möglich,
da ihm sein Versäumnis in der Regel nicht bewusst ist.
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Was ist zu tun?
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Suchen Sie sich einen "Verbündeten" auf der
Kundenseite. Sie finden schnell heraus, wer Ihnen wohlgesonnen
und auch bereit ist, manche Entscheidungswege selbst zu begehen
(z.B. direkten Kontakt zu den Fachabteilungen suchen, wenn der
Ansprechpartner beim Kunden mal wieder nicht erreichbar ist). |
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Lassen Sie sich einen Stellvertreter nennen, falls Ihr Ansprechpartner
nicht zur Verfügung steht. |
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Sagen Sie klar und deutlich, dass das Projekt nur dann erfolgreich
ist, wenn beide Parteien ihrer Mitwirkungspflicht nachkommen
und zeigen Sie Konsequenzen und mögliche Risiken auf. |
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Stellen Sie bereits zu Beginn eine Risikoanalyse auf (Evtl.
eintretendes Risiko -> daraus entstehende Konsequenzen ->
im Vorfeld zu ergreifende Gegenmaßnahmen) damit Sie bereits
im Vorfeld Vorkehrmaßnahmen bedenken können. |
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Definieren Sie bereits zu Beginn Eskalationsstufen. Wer beim
Kunden besitzt eine übergeordnete Verantwortlichkeit, falls
der Ansprechpartner den Projekterfolg gefährdet? Sie brauchen
jemanden, der im Notfall die Zügel in die Hand nimmt, falls
der Ansprechpartner z.B. das Projekt boykottiert. |
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Achten Sie darauf, dass die Mitwirkungspflicht
des Kunden im Vertrag eindeutig festgelegt ist (Aufgabenbereiche,
Umfang). |
Gut ist, wenn Sie bereits Erfahrung mit solchen Kunden haben und
wissen, wie Sie die aktive Beteiligung des Kunden einfordern. Wenn
Ihnen das Selbstbewusstsein oder die Erfahrung fehlt, erwägen
Sie, ob Sie sich auf dieses Wagnis einlassen können. Ihr Verhandlungspartner
weiß sehr schnell, wie er mit Ihnen "umspringen"
kann und nutzt dies zu seinen Gunsten aus.
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