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| Erfahrene
Projektleitung |
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eBusiness-Projektleiter sollten eine gestandene Erfahrung in methodischer
und fachlicher Hinsicht und das notwendige Gespür für
weiche Faktoren mitbringen. Dieses gilt zum einen, um auf Kundenseite
hervorragend verhandeln zu können und andererseits um das Team
zusammenzuhalten und motivieren zu können. Eine analytisches
Gespür ist wichtig zur Identifizierung von Projektinteressen
der einzelnen Akteure wie Auftraggeber, Kunden, Interessenten, Projektpartner,
ggf. Aktionäre aber auch zum Gegensteuern bei akuten Risiken
und Projektkrisen. Von großer Bedeutung für den Projektleiter
ist dabei das Claim und das Change Management, um Anforderungen
und Anforderungsänderungen zu steuern, auszuwerten und geordnet
in den Prozess einzuführen. Er muss für ein professionelles
Berichtswesen und die Dokumentation des Projektverlaufes sorgen.
Beim Einsatz eines Standardsoftwarepaketes wie z. B. einem Shop-System,
muss der Projektleiter ferner einen guten Einblick haben in Architektur
und Funktionalitäten. Eine Grundkenntnis gängiger Betriebssysteme,
von Programmiersprachen, Datenbanken und Applikationsentwicklungen
für das WWW ist förderlich.
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| Konsequentes
Teammanagement |
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A und O in der eBusiness-Projektarbeit ist die Auswahl des richtigen
Teams. Die Rahmenbedingungen haben sich in der Vergangenheit als
schwierig erwiesen: Personalmärkte waren eng, die Fluktuation
in der Branche hoch. Mit dem Freiwerden von Kapazitäten in
der letzten Zeit, ist dieses wieder leichter geworden, wenn auch
weiterhin manche Spezialisten rar sind und es gewiss kein Leichtes
ist, ein Projekt optimal zu besetzen. Kompetenzen werden vor allem
in den Projektteilbereichen Infrastruktur, Application Services,
Content Management, Web-Design, Datenbanken, etc. notwendig sein.
Je weniger diese vorhanden sind, desto wichtiger wird die Realisierung
von Weiterbildungsmaßnahmen. Die Projektleitung muss hier
alles daran setzen, einen ggf. notwendigen Know-how Aufbau zu beschleunigen.
Sind erst einmal gute Leute gewonnen, gilt es die richtigen Incentives
zur Motivation zu setzen und die nötigen Freiräume zu
gewähren bzw. an wichtigen und richtigen Punkten in das Projektgeschehen
einzugreifen. Hohe Anforderungen und zeitliche Belastungen charakterisieren
das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter. Eine Honorierung des geleisteten
erfolgt in der Regel zwar über monetäre Anreize, zunehmend
spielen aber auch Möglichkeiten der Selbstentfaltung und individuell
gestaltbare Arbeitsbedingungen eine Rolle.
Auf keinen Fall sollt man in eBusiness-Projekten alles selbst machen
wollen. Der Projektmanager muss Entscheidungen treffen, welche Teilprojekte
er outsourcen will. Besonders häufig wird beispielsweise das
Web-Design ausgelagert, gefolgt von IT-Consulting und Management-Consulting.
Potenziale liegen in der Integration externen Spezialisten-Know-hows;
Gefahren liegen in einer möglicherweise schwierigen Zusammenarbeit.
Das Zusammenwachsen der Teammitglieder sollte unterstützt werden.
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| Strategische
Vorgehensweise |
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Voraussetzung für die Entwicklung einer erfolgreichen eCommerce-Strategie
ist eine realistische Positionsbestimmung und der Einsatz einer
zielgerichteten und strategischen Vorgehensweise. Nur so können
das Ziel im Auge behalten und Fortschritte gemessen werden. Zu Projektbeginn
ist eine Analysephase von Bedeutung, in der Visionen und Ziele des
Vorhabens z.B. in einem moderierten Strategieworkshop erarbeitet
werden. Von großer Bedeutung ist es ferner, dass sich das
Unternehmen zuvor mit der Wirtschaftlichkeit ihres eBusiness-Projektes
auseinandersetzt (Kosten-Nutzen-Berechnung). Als nächster Schritt
erfolgt dann die Konkretisierung in Form eines eBusiness-Planes
für das im Internet umzusetzende Geschäftsmodell. Nach
Abschluss des Masterplanes erfolgt die Entwicklung der eBusiness-Lösung
(vgl. auch Vorgehensmodell).
Grundsätzlich sind bei diesem Vorgehen Rückkopplungsschleifen
einzubauen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben eine Skepsis
hinsichtlich getroffener Prognosen und der Tragfähigkeit von
Business Plänen gelehrt. Einnahmen und Ausgaben sollten kalkuliert,
aber auch immer wieder in Abhängigkeit vom Fortschritt des
Projekt kontrolliert werden.
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| Realistische
Projektplanung |
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Es geht einerseits darum, kreative Ideen und Visionen zu entwickeln,
die den Kunden begeistern, andererseits darum, eine saubere und
realistische Projektplanung durchzuführen, die zu einem überzeugenden
Gesamtergebnis führt. Angepasst an die dynamischen Entwicklungen
im zugehörigen Marktsegment wird nur ein kurzer Planungsvorlauf
benötigt, um dann bei Erreichen des jeweiligen Meilensteins
am Phasenende die Entscheidung über die weitere Vorgehensweise
zu fällen und die nächste Phase detailliert zu planen.
Bereits im Masterplan des Projektes müssen die messbaren Erfolgskriterien
definiert werden, die es bereits während der Projektdurchführung
erlauben, den Erfolg des Projektes zu überwachen. In der Planung
ist daher pro umzusetzenden Prozess eine entsprechende Anzahl von
Meilensteinen vorzusehen, die es erlauben, den Projektfortschritt
zu verfolgen. Die eigentliche Entwicklung erfolgt dann iterativ
in relativ kurzen Zyklen. Da die Dynamik am Markt eine Dynamik der
Zielstellungen verlangt.
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| Professionelles
Vorgehensmodell |
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eBusiness-Projekte sollten sich an einer prozessorientierten Vorgehensweise
orientieren. Die PSI AG hat zum Beispiel ein Vorgehensmodell entwickelt
und bereits gute Erfahrungen damit gemacht. Das übergeordnete
Projektmanagement und die begleitende Qualitätssicherung stellen
dabei die Leitplanken dar, die den "Bewegungsbereich"
des Projektes begrenzen.
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Abbildung: Vorgehensmodell
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Zu Projektbeginn erfolgt eine Analysephase, in der in einem ersten
Schritt die Visionen und Ziele des eBusiness-Vorhabens erarbeitet
und im Internet-Business-Plan konkretisiert werden. Diese Ergebnisse
werden häufig in Interaktion mit dem Unternehmensmanagement
des Kunden erarbeitet.
Weitere wesentliche Schritte in der Analysephase sind (Auszug):
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Das Abschätzen der organisatorischen Veränderungen
im Unternehmen (Geschäftsprozessanalyse)
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Das Management von Abwicklung und Logistik, d.h. u.a. die
Beschreibung der Schnittstellen und die technische Umsetzung
der organisatorischen Einbindung von Partnern
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Das Entwickeln eines Kommunikationskonzeptes mit Elementen
der Erfolgskontrolle, aufbauend auf einer Nutzeranalyse
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Die Definition der eigentlichen Inhalte, der Identifikation
der Datenquellen und der technischen Umsetzung
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Die Definition der Basistechnologien, Anforderungen an die
Funktionalität und Planung der Migration
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Die Auswahl der Softwarekomponenten (WEB-Server, eCommerce-Plattform,
Sicherheitstechnologie, etc.)
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Die Integration in die vorhandene Softwareumgebung, besonders
das Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System, z.B.
PSIPENTA, SAP R/3)
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Abbildung: Übersicht
der Themenfelder in der Analysephase
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Die Implementierungsplanung umfasst in entwicklungstechnischer
Hinsicht als Ergebnis der Anforderungsanalyse das Pflichtenheft,
die aus dem Geschäftsmodell abgeleitete Grobspezifikation (Prototyp)
und als Ergebnis der technischen Anforderungen die Feinspezifikation.
Bestandteil der Implementierungsplanung z. B eines Shop Systems
ist das Festlegen der Online-Geschäftsprozesse (Use Cases),
der Zahlungssysteme, des Web-Designs, der Schnittstelenprogrammierung,
von Logistik und Transport sowie Warenwirtschaft, Auftragsabwicklung
und Buchhaltung. Ferner werden Planungen zum Test (externer Release),
Rollout / Online-Start und zum Betriebskonzept vorgenommen.
Mit dem Abschluss der technischen Entwicklung wird das System seiner
Nutzung zugeführt und die Implementierung einer nächsten
Stufe kann auf Basis einer fortlaufenden Evaluation geplant werden.
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| Umfassendes
Qualitätsmanagement |
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Systemfehler und Ausfallzeiten sind im Gegensatz zu herkömmlichen
Projekten am Markt direkt sichtbar. Performance, Sicherheit, Skalierbarkeit
und andere Reengeneering-Faktoren spielen in eBusiness Projekten
daher eine besonders große Rolle. Einige Elemente des Qualitätsmanagements
erscheinen daher unverzichtbar. Zu ihnen gehören vor allem
Prototyping, Testen und Konfigurationsmanagement.
Vor dem Online-Start einer Web-Site sind unbedingt technische und
stille Tests durchzuführen. Erst nach erfolgreichem Abschluss
sollte mit einer Werbe- und Informationskampagne begonnen werden,
an die der offizielle Start anschließt. Begleitende Nutzerinformationen
und die Einrichtung eines Beschwerdemanagement tragen zur weiteren
Qualitätssicherung bei. Insbesondere die Evaluation von Seitenaufrufen,
Nutzernavigation, Verfügbarkeit, Nutzerprofile und Nutzerverhalten
(Abbruchverhalten) bergen Aufschluss über die Qualität
der Site und die wirtschaftliche Zielerreichung. Aufgespürte
Verbesserungspotentiale können dann mit Planung und Implementierung
einer nächsten Stufe in Angriff genommen werden.
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| Effizienter
Einsatz technischer Werkzeuge |
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Der Projektmanager muss einen Überblick über marktgängige
Werkzeuge haben, die in eBusiness-Projekten zum Einsatz kommen können.
Er muss entscheiden, welche Tools geeignet erscheinen die Teammitglieder
bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Eine geeignete Groupware,
Software zum Testen und für das Konfigurationsmanagement, etc.
müssen ausgewählt werden - sofern von Unternehmensseite
keine Vorgaben existieren. Hilfreich an dieser Stelle sind Programme,
die diesen Prozess via Browser sichtbar machen - für den Kunden
als auch für den Manager und das Projektteam. Meilensteine.
Mit der Einführung neuer Systeme sind natürlich wiederum
Risiken verbunden, wenn das entsprechende Know-how im Team noch
nicht vorhanden ist.
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| Ausblick |
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Stück für Stück haben sich die Unternehmen in den
letzten Jahren an das eBusiness herangetastet. Statt einer strategischen
Neuausrichtung des Unternehmens haben Unternehmen häufig erst
ein kleines eCommerce-Pilotprojekt gewagt, um Channel-Konflikte
mit herkömmlichen Vertriebskanälen zu vermeiden. Nachdem
diese erste Hürde - mit unterschiedlichem Erfolg und Erfahrungen
- genommen wurde, folgten gegebenenfalls weitere eBusiness-Projekte.
Um langfristig Erfahrungen und die Vorteile einer projektorientierten
Vorgehensweise zu nutzten, ist es weiterhin notwendig Erfahrungen
auszuwerten und adäquate Prozessvorgehensweisen, Managementtechniken
und Werkzeuge in der Organisation zu etablieren. Es ist nun an der
Zeit eine eBusiness-Projektkultur im Unternehmen auch in organisationsstruktureller
Hinsicht zu etablieren.
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» Lesen Sie hier Teil
1 dieser zweiteiligen Serie «
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| Autorin: Andrea Weber, PSI AG |
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