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Projektmeetings erfolgreich
führen:
Moderation kritischer
Momente
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| (Oktober
2007) |
Inhalt dieses Artikels:
Unpünktlichkeit |
Mangelnde Aufmerksamkeit |
Verbalattacken |
Dominanz Einzelner |
Miesmacher |
Besserwisser |
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| Autor: Dr. Jörg-Peter Schröder,
Arzt & Coach für Persönlichkeitsentwicklung
Wenn Menschen in Projekten miteinander reden und arbeiten,
dann ist es völlig normal, wenn sie unterschiedlicher Meinung
oder Ansicht über eine Sache sind. Mit unterschiedlichen Meinungen
umzugehen, ist eine Königsdisziplin für den Projektleiter.
Denn divergierende Ziele, unterschiedliche Einstellungen, Motivationen,
Neid und individuell unterschiedliche Gewichtungen können zu
Stress, Problemen und kritischen Momenten für den Projekterfolg
führen.
Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten zwischen den Teilnehmern
einer Diskussion oder einer Praxisbesprechung gemeinsame Spielregeln
vereinbart werden. Und zwar, bevor die Diskussion beginnt. Insbesondere
in Fällen, bei denen klar absehbar ist, dass es zu Meinungsverschiedenheiten
oder Streit kommen wird, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein
und die Spielregeln des Besprechungsablaufs vorzugeben. Anzeichen
für kritische Momente, die in Projektmeetings Stress erzeugen,
hat Dr. Jörg-Peter
Schröder in seinem Ratgeber "Wie Sie Projekte zum
Erfolg führen" zusammengefasst. |
| Verbalattacken |
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| Wenn Besprechungsteilnehmer verbal oder nonverbal
ausfällig werden:
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Gehen Sie auf das Verhalten ein und fragen Sie den Teilnehmer,
was er eigentlich sagen möchte. |
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Sprechen Sie den Teilnehmer behutsam an, dass ein derartiges
Verhalten die Atmosphäre vergiftet und das Verhalten der
Gruppe beeinflusst. |
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Erläutern Sie dem störenden Mitarbeiter das Gesamtbild
des Projekts und bitten Sie ihn, sich produktiv im Sinne des
Gesamterfolges des Projekts einzubringen und nicht auf Kleinigkeiten
zu fokussieren. |
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Stellen Sie unmissverständlich klar, dass er die Besprechung
verlassen möge, wenn er sich weiter so verhalten würde. |
Wenn Mitarbeiter von anderen Kollegen (verbal) unter der Gürtellinie
attackiert werden:
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Fragen Sie konkret nach, was das wirkliche Problem ist. Wenn
es mit der Besprechung nichts zu tun hat, bitten Sie darum,
dass die Meinungsverschiedenheiten später ausgetragen werden. |
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Führen Sie zurück zum Thema, um auf das Wesentliche
zu kommen. Falls der Angriff mit dem Thema zu tun hat, bitten
Sie die Mitarbeiter, dazu direkt Stellung zu nehmen. |
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Als letzte Möglichkeit kommt nur noch in Betracht, dass
Sie denjenigen bitten, die Besprechung zu verlassen, da Sie
ein derartiges Verhalten nicht dulden können. |
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| Besserwisser |
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| Wenn Personen so tun, als wüssten sie bereits
alles:
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Wertschätzen Sie deren Wissen und Erfahrung. |
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Bitten Sie diese Person, geduldig zu sein und auch den Ideen
und Meinungen anderer Kollegen zuzuhören. |
Mitarbeiter ergänzen die Sätze anderer Teilnehmer:
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Bitten Sie die Person, den anderen ausreden und für sich
selbst sprechen zu lassen. |
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Wenden Sie sich an die Person, die ihren Satz nicht beenden
konnte und fragen Sie nach, ob sie dies so meinte, wie es der
andere ergänzt hat. |
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Während einer Pause können Sie den Störenfrieden
sagen, dass sie bitte ihre Gedanken zurückhalten sollten,
bis zu dem Zeitpunkt, an dem es angemessen ist – und zwar,
wenn der andere seine Ausführungen beendet hat. |
Die vorgenannten Empfehlungen sind selbstverständlich nur
Vorschläge. Es mag gut sein, dass Sie sich aus guten Gründen
anders verhalten. Wichtig jedoch ist, dass Sie kritische Momente
sofort erkennen und die Konflikte sinnvoll entschärfen können. |
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Dr.
Jörg-Peter Schröder .
Der Mediziner und Coach für Stressmanagement, Persönlichkeitsentwicklung
und Führung begleitet Unternehmen und Individuen u.a. auf den
Gebieten Unternehmensgesundheit und Gesundheitsförderung. Er
moderiert Tagungen und Kongresse, hält internationale Workshops
und Vorträge und hat bereits mehrere Sachbücher, u.a.
zu den Themen Stressmanagement und Burnout veröffentlicht.
Das Buch "Wie Sie Projekte zum Erfolg führen" von
Jörg-Peter Schröder und Siegfried Diekow ist im Jahr 2006
im Cornelsen Verlag (ISBN 3-589-23614-0) erschienen.
Der Autor behält sich alle Rechte am Artikel vor. ©
2007 Dr. Jörg-Peter Schröder
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Kommentare zu diesem Artikel:
"das müssen schon ganz schön schlimme Meetings sein (wenig disziplinierte Teilnehmer). (Januar 2009)"
"Dieser Artikel enthält nur Allgemeinplätze. Wirklich hilfreich sind: 1) Meetings klar strukturieren und gut vorbereiten 2) Gesprächsführung gem. der Theorie der 'Transaktionsanalyse' (Oktober 2007)"
"Gute Vorschläge, allerdings nur auf eher einfache Situationen bezogen. (Oktober 2007)"
"Nicht viel Neues, aber zur Auffrischung gut. (Oktober 2007)"
"Einige der Punkte führen unweigerlich zu weiterer Konfrontation und sind so meiner Meinung nach nicht anwendbar. Wenn ich als 35jähriger externer PL einen 50jährigen erfahrenen internen MA massregle ('Bitten Sie die Person, den anderen ausreden und für sich selbst sprechen zu lassen'), verhärtet das unweigerlich die Fronten. Es macht Sinn, seine Hausaufgaben VORHER zu machen und mit vermeindlichen Störenfrieden vor dem Meeting zu sprechen. Das nimmt Wind aus den Segeln, meistens sind die Gründe für eine Provokation bereits bereinigt und es kommt nicht mehr zu den drastischen Auswirkungen innerhalb des Meetings. (Oktober 2007)"
"Kurz und prägnant, kein Larifari, sondern echte Probleme mit echten Lösungen. Das Beste, was ich in diesem Feld bisher gelesen habe! (Oktober 2007)"
"Sehr gute Tipps für Situationen, die wir wohl alle schon erlebt haben. (Oktober 2007)"
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