GULP >> GULP Knowledge Base >> Rund ums Projekt >> Projektmanagement >> Umfrage-Ergebnis: Woran scheitern IT-Projekte?

Umfrage-Ergebnis

Woran scheitern IT-Projekte?

(Mai 2002)
 

Der Kampf um Erfolg oder Misserfolg gehört zum Alltag in den meisten IT-Projekte. Zumindest jedes zweite IT-Projekt ist hierzulande zum Scheitern verurteilt. Warum dem so ist, wollten wir in dieser Umfrage wissen.

Zwischen dem 15. April und 15. Mai stellten wir den Nutzern des GULP-o-meters die Frage, worin sie den Hauptgrund für das Scheitern von IT-Projekten sehen. 235 Teilnehmer gaben ihre Meinung ab:

 

Woran scheitern die meisten IT-Projekte?
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rot fehlendes Know-how 11%
dunkel blau Kommunikationsprobleme 18%
grün mangelnde Soft Skills 7%
orange Starrheit und Dogmatik 19%
lila unpräzise Vorgaben 36%
hell blau Mangel an Zeit und Geld 9%
 

Den wenigsten Beteiligten in IT-Projekten scheint es weder an den berühmten Soft Skills zu mangeln, noch mangelt es offenbar den Projekten an finanziellen und zeitlichen Ressourcen. So ließe sich unser Umfrage-Ergebnis positiv formulieren. Nur 7 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein Mangel an persönlichkeitsbezogenen Faktoren den Hauptgrund für das Scheitern von IT-Projektan darstellt. Für 9 Prozent ist der Mangel an Zeit und Budget der Scheiter-Faktor Nummer 1.

Für jeden zehnten Umfrage-Teilnehmer steht das fehlende Know-How der Projekt-Mitarbeiter (11 Prozent) dem erfolgreichen Abschluss eines IT-Projekts entgegen. Fast jeder Fünfte ist der Meinung, IT-Projekte scheitern an Kommunikationsproblemen (18 Prozent) oder am starren, dogmatischen Festhalten festgelegter IT-Strategien (19 Prozent).

Über ein Drittel der Teinnehmer sieht jedoch in unpräzisen Vorgaben den Hauptgrund für das Scheitern von IT-Projekten: 36 Prozent geben der unzureichenden Definition der Projektziele oder zu wenigen oder unklaren Meilensteinen die Schuld am Scheitern.

Dem Minenfeld Scheiterfaktoren hat GULP eine eigene Reihe in der GULP Knowledge Base gewidmet:
Woran scheitern IT-Projekte? Teil I | Teil II | Teil III

 


Kommentar zum Artikel

"Eine alte Fabel erzählt, wie in vielen Projekten gearbeitet wird: Es ging darum, eine wichtige Arbeit zu erledigen und Jeder war sicher, dass sich Jemand darum kümmert. Irgendjemand hätte es tun können, aber Niemand tat es. Jemand wurde wütend, weil es Jeder´s Arbeit war. Jeder dachte, Irgendjemand könnte es schon machen, aber Niemand wusste, dass Jeder es nicht tun würde. Schließlich beschuldigte Jeder Jemand, weil Niemand tat, was Irgendjemand hätte tun können. Das deckt sich 100 Prozent mit der Auswertung! (August 2003)"

"Natürlich ist der Auftraggeber schuldig (36%).Wer mit unpräzisen Vorgaben argumentiert, hat erhebliche Defizite in der Kommunikation oder hat schlichtweg wegen fehlendem Know-How nicht verstanden, was er bei seinem Auftraggeber soll. Zu jedem IT-Projekt gehört schließlich die aktive Aufnahme von IST und SOLL. Wer also die Begündung 'unpräzise Vorgaben' gewählt hat, hat sich in meinen Augen als IT-Dienstleister schon disqualifiziert. (Juni 2002)"


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