Standards und Vorgehensmodelle in internationalen Projekten
(Juli 2008)
| Inhalt dieses Artikels: Standards im Projektmanagement | Vorgehensmodelle im Projektmanagement | Projektphasenmodelle und -inhalte | Projektmeilensteine | Projektmanagementaktivitäten |
Autor: Wolfgang Cronenbroeck
In internationalen Projekten arbeiten in der Regel Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen. Das kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten im übertragenen Sinne die gleiche Sprache sprechen. Hiermit ist nicht nur die Sprache als Mittel der verbalen Kommunikation gemeint, sondern vor allem ein Grundkonsens über die Art und Weise des gemeinsamen Vorgehens bzw. die Durchführung des Projekts.
Zu diesem Zweck wurden diverse Standards entwickelt, an denen man sich orientieren kann.
In internationalen Projekten arbeiten in der Regel Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen. Das kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten im übertragenen Sinne die gleiche Sprache sprechen. Hiermit ist nicht nur die Sprache als Mittel der verbalen Kommunikation gemeint, sondern vor allem ein Grundkonsens über die Art und Weise des gemeinsamen Vorgehens bzw. die Durchführung des Projekts.
Zu diesem Zweck wurden diverse Standards entwickelt, an denen man sich orientieren kann.
| Vorgehensmodelle im Projektmanagement |
| Zurzeit ist kein eindeutiger Trend zu einem internationalen Projektstandard zu erkennen. Daher hat der Autor aus praktischer Erfahrung und in Anlehnung an die oben erwähnten
Standards einen Leitfaden für die Bearbeitung internationaler Projekte entwickelt, der dem Projektleiter Hilfestellungen und Anregungen geben kann. Dieses Vorgehensmodell besteht aus drei sich deutlich voneinander unterscheidenden Komponenten, die im Folgenden näher erläutert werden:
![]() Abb. 1: Vorgehensmodell für Projekte |
| Projektphasenmodelle und -inhalte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Projekte sind Ausschnitte aus langfristigen Prozessen und Lebenszyklen von Produkten. Ihr Ziel ist, einen definierten Liefer- und Leistungsumfang in einem gegebenen zeitlichen
Rahmen mit festgesetztem Budget zu realisieren. Dies ist der Projektinhalt. Um diesen Inhalt unter den gegebenen Bedingungen planen zu können, werden Projekte in Phasenmodellen dargestellt. Die einzelnen Phasen synchronisieren den Ablauf und dienen dem systematischen Vorgehen und der Kontrolle des Arbeitsfortschritts. Am Ende einer Phase steht dabei immer eine Entscheidungsstation (Meilenstein), bei der die Ziele und Ergebnisse überprüft, Veränderungen analysiert und das weitere Vorgehen durch das Entscheidungsgremium oder den Auftraggeber bestimmt werden. Die Palette der Phasenmodelle reicht …
Abb. 2: Beschreibung der Phaseninhalte (Beispiel)
Bereits jetzt kann bei Bedarf auch eine erste Aufwandsschätzung durchgeführt werden (vgl. Abb. 3). Durch Abwägung des geschätzten Aufwands und der zur Verfügung stehenden Ressourcen können die Meilensteine genauer terminiert werden. Aus allen Detailinformationen lässt sich dann das Vorgehensmodell für das Gesamtprojekt erstellen. ![]() Abb. 3: Aufwandskurve für das Phasenmodell aus Abb. 2 |
| Projektmeilensteine |
Aus einem Phasenmodell kann nun schrittweise ein erster Meilensteinplan entwickelt werden. Hierzu wird an jedes Phasenende ein Meilenstein gesetzt, der grob terminiert wird (vgl.
Abb. 4).
![]() Abb. 4: Meilensteinplan mit terminierten Meilensteinen |
| Projektmanagementaktivitäten |
Die Hauptaktivitäten im Projektmanagement nach dem Projektvorgehensmodell sind Projektstart, Projektplanung, Projektüberwachung und -steuerung und Projektabschluss.
Abb. 5 stellt diesen "roten Faden" im Projekt dar. Eine ausführliche Erläuterung der einzelnen Schritte enthält Teil-B dieses Buches. Zu Beginn jedes Schritts findet
sich dort eine Visualisierung des roten Fadens, sodass der Leser sich leicht vor Augen führen kann, in welchem Stadium der Projektbearbeitung er sich gerade befindet.
![]() Abb. 5: Der "rote Faden" im Projekt |
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch " Projektmanagement" von Wolfgang Cronenbroeck, erschienen im
Cornelsen Verlag
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.Autor und Verlag behalten sich alle Rechte am Artikel vor. © 2007 Cornelsen Verlag





