IT-Haftpflicht in der Praxis: Fehlerhaftes Backup
Oder: Ein Stromausfall mit Folgen
| Inhalt dieses Artikels: Der Auftrag | Der Zwischenfall | Der Schadenfall | Die Abwicklung | Versichert, aber aufgepasst! | Schadenpotential noch höher | Zum Schmunzeln: Ein Video-Tipp |
Autor: Ralph Günther, Versicherungsexperte
Auf der sicheren Seite? In vielen Firmen fristen so genannte Backup-Lösungen nach wie vor ein kümmerliches Dasein. Dabei durchaus überraschend: Dies gilt selbst bei zahlreichen Softwarehäusern
und IT-Dienstleistern, wo man eigentlich ein größeres Problembewusstsein erwarten würde. Ohne Zweifel: Die Notwendigkeit von strukturierten Backup-Lösungen wird völlig unterschätzt.
Der Laden läuft und es gilt das vermeintlich wichtigere Tagesgeschäft zu bewältigen. Oft kümmert sich ein Mitarbeiter nebenbei und nur, wenn gerade Zeit ist, um das Backup. Dabei
kostet keine vernünftige Backup-Lösung auch nur annähernd so viel wie die Wiederherstellung von Daten, die verloren gegangen sind. Von den Ausfallzeiten von Kunden, deren Daten man hostet,
ganz zu schweigen. Eine zentrale Frage: Wann greift in solchen Fällen eine IT-Haftpflichtversicherung?
Der Hintergrund dieser Frage: Es gibt die Schadenfälle, die nicht eine einzelne vorhersehbare Ursache haben, sondern durch eine unglückliche Verkettung mehrerer Faktoren zustande kommen.
Die Auslegung von schwammig formulierten Zusatzklauseln in der IT-Haftpflichtversicherung kann im (Unglücks-)Fall über die weitere Existenz eines Betriebes entscheiden. Denn nicht jede
IT-Haftpflichtversicherung bietet die Absicherung, die man erwartet. Auf welche Formulierungen müssen also IT-Dienstleister bei Versicherungsabschluss besonders achten?
| Schadenpotential noch höher |
Dieser Schadenfall schildert sehr anschaulich, dass oft die Verkettung mehrerer Umstände zu einem Schaden führt: Stromausfall + Ausfall USV + fehlerhafte Datensicherung. |
| Zum Schmunzeln: Ein Video-Tipp |
Das Backup zu vernachlässigen kann auch psychisch schlimme Folgen haben. Dazu gibt es sogar einen kurzen Lehrfilm aus England: Wer The
Institute for Backup Trauma jetzt allerdings zu ernst nehmen sollte, dem sei verraten, dass der Hauptdarsteller, Dr. Twain Weck, verblüffend an den Schauspieler und das ehemalige Monty Python-Mitglied John Cleese erinnert.Ein Backup-Trauma kann vermieden werden: Der nächste Teil der Reihe "IT-Haftpflicht in der Praxis" beinhaltet eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten, die bei der Einrichtung von Daten-Backups zu beachten sind - sozusagen die zwölf Gebote der Datensicherung. |
Der Autor behält sich alle Rechte am Artikel vor. © 2008 exali GmbH
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