Umfrage-Ergebnis: Wie gut wissen Sie über Rechtsformen Bescheid?
(Juli 2009)
| Inhalt dieses Artikels: Der Handelsregistereintrag | Die Haftung | Der Kleinunternehmer |
Handelsregistereintrag, Haftung, Kleinunternehmerregelung: Mit dem deutschen Recht ist es manchmal nicht einfach, aber die Grundlagen muss dennoch jeder selbstständige Unternehmer kennen. Wie gut wissen IT-Freiberufler über die Basics Bescheid? Die meisten anscheinend ganz gut, glaubt man den 437 externen IT-Experten, die an der GULP Umfrage zum Thema teilgenommen haben. Lesen Sie hier das detaillierte Ergebnis – als Ergänzung zu den beiden Artikeln "Unternehmer, Selbstständiger
oder Freiberufler?" und "Selbstständiger in der IT: Ein Job mit vielen Namen"
| Der Handelsregistereintrag |
![]() Was ist das Handelsregister? Das Handelsregister wird bei den Amtsgerichten geführt, ist öffentlich einsehbar und gibt Auskunft über alle Tatsachen, die für einen Geschäftspartner des eingetragenen Kaufmanns in rechtlicher Hinsicht relevant sein können. Dazu zählen
neben der Firma, also der Unternehmensbezeichnung, unter anderem der Name des Inhabers oder das Stammkapital.Gewerbetreibende müssen sich ins Handelsregister eintragen, wenn das Unternehmen "nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb" (vgl. § 1 HGB )
erfordert. Diese Formulierung stellt auf Größe und Komplexität des Unternehmens ab. Zu den genaueren Kriterien siehe den Abschnitt zum Handelsregister im Artikel "Unternehmer,
Selbstständiger oder Freiberufler?".
Wer nicht verpflichtet ist, sich ins Handelsregister einzutragen, darf das dennoch tun. Mit dem Eintrag wird die Kaufmannseigenschaft erworben.Nachteile im Überblick:
Vorteile im Überblick:
|
| Die Haftung | ||
![]()
Bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft (UG haftungsbeschränkt) und einer Aktiengesellschaft (AG) ist die Haftung dagegen auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. ![]()
|
| Der Kleinunternehmer |
![]() Unternehmer,
deren Umsatz im vorangegangenen Jahr einen Betrag von 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Jahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. Das ist ein zu niedriger
Umsatz für selbstständige IT-Experten, deren durchschnittliche Stundensatzforderung laut GULP Stundensatz-Auswertung derzeit
71 Euro beträgt, und die im Durchschnitt auf etwa 19 Jahre Berufserfahrung zurückblicken können. Es ist unwahrscheinlich, dass vor allem Neueinsteiger an dieser Umfrage teilgenommen
haben. Deswegen gehen wir davon aus, dass die Umfrage-Teilnehmer unter „Kleinunternehmer“ nicht den feststehenden Begriff des § 19
UStG verstanden
haben – sondern vielleicht einen Einzelunternehmer, der alleine und ohne Gründung einer Personen-
oder Kapitalgesellschaft tätig ist.Übrigens: Kleinunternehmer müssen keine Mehrwertsteuer ausweisen, dürfen aber. Sie ersparen sich so die Umsatzsteuererklärungen, können aber die für ihre Anschaffungen der selbstständigen Tätigkeit gezahlte Mehrwertsteuer nicht als Vorsteuer vom Finanzamt zurückverlangen. Mehr Informationen zum Thema bei GULP:
|
Sie
haben Themenvorschläge? Eine Meinung zur Knowledge Base?Immer her damit! Ich freue mich auf Input, Wissen, Kritik, Fragen oder Wünsche rund um Themen, Texte und Artikel - Ihre Redakteurin für die Knowledge Base.

und gibt Auskunft über alle Tatsachen, die für einen Geschäftspartner des eingetragenen Kaufmanns in rechtlicher Hinsicht relevant sein können. Dazu zählen
neben der Firma, also der Unternehmensbezeichnung, unter anderem der Name des Inhabers oder das Stammkapital.



