Trash Poll der Woche

(Juni 2010)
Die wöchentliche GULP Kurzumfrage rund um Leben, Liebe, Alltag & Beruf - nicht immer ganz ernst gemeint, sondern mit einem Augenzwinkern.

Das Ergebnis der Kalenderwoche 25/2010:
Wenn Sie nach Ihrer Berufsbezeichnung gefragt werden, was antworten Sie meist? Ich bin...
IT-Freelancer 7%
IT-Freiberufler 30%
Externer IT-Spezialist 4%
Berater 16%
Consultant 12%
Dienstleister 1%
IT-Experte 2%
IT-Selbstständiger 8%
Contractor 0%
Unternehmer 3%
Computerfachmann 4%
IT-Profi 0%
IT-Nomade 0%
Ingenieur 13%
Teilnehmerzahl: 166

30 Prozent der Teilnehmer an dieser GULP Trash Poll – und damit die relative Mehrheit – bezeichnen sich selbst als IT-Freiberufler. Berater (16 Prozent), Ingenieur (13 Prozent) und Consultant (12 Prozent) kommen jeweils auf einen Anteil über zehn Prozent und führen zusammen mit dem klassischen "Freiberufler" das Feld an.

Wissen Sie, wann ein Freiberufler ein Unternehmer ist? (Wenn er bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit handelt.) Wann ein Selbstständiger ein Freiberufler ist? (Das regeln § 18 Abs. 1 EStG externer Link - und das Finanzamt.) Wann er eine Firma hat? (Eine "Firma" im Sinne des Handelsrechts hat er, wenn er ins Handelsregister eingetragen ist.) Den erfahrenen Selbstständigen dürfte das alles klar sein, doch unter Neueinsteigern führen die Begrifflichkeiten immer wieder zu Verwirrungen. Im GULP Artikel "Unternehmer, Selbstständiger oder Freiberufler?" werden die rechtlichen Begrifflichkeiten erläutert.

Das Ergebnis dieser Trash Poll zeigt noch etwas anderes: Mit 13 Prozent sind die Ingenieure relativ stark auf www.gulp.de vertreten. IT und Engineering wachsen immer stärker zusammen. Gerade in Bereichen wie Hardware-Entwicklung, Embedded Systems, Konstruktion, Automatisierungs- und Steuerungstechnik oder Systemsimulation wird das deutlich. Unter den mehr als 70.000 Freiberuflern, die mit ihrem Profil in den GULP Kandidatenpool eingetragen sind, sind mittlerweile mehr als 6.500 mit Schwerpunkt Engineering – Freiberufler ebenso wie Dienstleistungsunternehmen und Ingenieurbüros. Die Selbstständigkeit als Geschäftsmodell ist eben auch bei den Ingenieuren beliebt: Rund eine Million Ingenieure gibt es in Deutschland, davon sind etwa 160.000 ihr eigener Chef. Jeweils etwa 14.000 Ingenieure des Maschinenbaus und der Elektrotechnik sind selbstständig – nur im Bauingenieurwesen sind es noch mehr.

Noch ein Wort zu obiger Umfrage, entnommen aus Goethes "Faust": "Gefühl ist alles, Name ist Schall und Rauch." Genau.

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Kommentare zu diesem Artikel:

"Diplom-Physiker, Software-Entwickler (Juli 2010)"

"Mietsklave (Juli 2010)"

"'IT-Nomade' hat mir gefallen! :-))) (Juli 2010)"

"Man liegt als Gewerbetreibender ohne Freiberufler-Status sicherlich im Allgemeinen mit 'Selbständiger IT-Dienstleister' - ggf. in Kombination mit einem möglichen akademischen Berufsabschluss - zumindest sachlich richtig. Mich verwirrt etwas, dass GULP-Mitglieder auf der Web-Plattform grundsätzlich als Freiberufler angesprochen werden, obwohl ein Großteil von uns diesen Status gar nicht haben dürfte. Im Gespräch mit Projektanbietern biete ich mich grundsätzlich als 'externer Mitarbeiter' oder 'selbständiger (IT-) Dienstleister' an, und würde im Bezug auf meine Rolle im Projekt auch die Bezeichnungen 'freier Mitarbeiter' oder spezieller 'externer Berater/Entwickler/Architekt' akzeptieren. 'Unternehmer' klingt mir für eine Einzelperson zu behäbig.  Übrigens sind Architekten im Bauwesen (Klassischer Studienabschluss: Dipl. Ing.) so gesehen ebenfalls Ingenieure, was die Anzahl der zur Zeit in Deutschland freiberuflich tätigen Ingenieure, wie oben angegeben, noch einmal wesentlich erhöhen dürfte. (Juli 2010)"

"Diplom-Informatiker (Juli 2010)"

"Hallo, fehlt noch die Bezeichnung 'Moderner TagesLöhner' ;-)  Danke für die guten Infos... (Juli 2010)"