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Setzen die Projektanbieter angesichts der fortschreitenden "Vergreisung" der deutschen Bevölkerung im IT-Markt zunehmend auf jüngere Generationen? Die untersuchten 50.000 Projektanfragen verteilten sich in die einzelnen Altersklassen wie folgt:

Über die Hälfte (53,8 %) der 50.000 Projektanfragen ging an Freiberufler im Alter von Mitte Dreißig bis Mitte Vierzig. Je jünger bzw. älter die IT-Freiberufler waren, desto geringer wurden die Kontaktierungen, wobei Spezialisten jenseits der 45 noch etwas bessere Karten hatten als ihre sehr viel jüngeren Kollegen von unter 35 Jahren. Im Schnitt betrug das Alter der kontaktierten IT-Spezialisten 41,3 Jahre, womit sie
ca. zwei Jahre älter als alle bei GULP registrierten IT-Freiberufler (39,2 Jahre) waren.
Problematisch ist bereits seit längerem, dass der Anteil des IT-Nachwuchses weit hinter den zukünftig aus dem Projektmarkt ausscheidenden Freiberuflern zurückbleiben wird. Selbst wenn die Anbieter wollten, würden sie wahrscheinlich in den jüngeren Jahrgängen, besonders bei den unter 30-Jährigen, nicht genügend Kandidaten finden: Bei der letzten Stundensatzauswertung lag der Anteil der bei GULP registrierten IT-Freiberufler unter Dreißig bei gerade mal 3,9 %. Bei den über 55-Jährigen waren es 7,2 %. Gerade Hochschulabsolventen der einschlägigen Fachrichtungen zieht es sehr selten direkt nach der Uni in die Freiberuflichkeit. Meist sammeln sie zuerst in einer Festanstellung die so notwendige Berufserfahrung. Das sie damit richtig liegen, zeigt auch der Blick auf die Berufserfahrung der hier untersuchten Freiberufler:

Entsprechend der vorgenannten Altersverteilung schwankt die Berufspraxis der maßgeblich kontaktierten Freiberufler (53,2 %) zwischen zehn bis 19 Jahren. Verschwindend gering sind die Projektkontakte an IT-Freiberufler, die weniger als fünf Jahren in der EDV-Branche tätig sind. Langjährige Berufserfahrung ist also wesentlicher Bestandteil des Freiberufler-Erfolges. |