Umfrage-Ergebnis: Freiberufler im Jahr 2010 bislang gut ausgelastet
Die anhaltend starke Nachfrage wirkte sich auch auf die Stundensätze aus. Die Prognose für das zweite Halbjahr fällt deswegen positiv aus.
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Inhalt dieses Artikels: Auslastung mit Projekten im ersten Halbjahr | Prognose für das zweite Halbjahr | Stundensätze: Steigen? Stagnieren? |
Das erste Halbjahr 2010 war für den IT-Projektmarkt eines, in dem es aufwärts ging. Stück für Stück nahm der Bedarf nach externen IT-Spezialisten nach dem vorübergehenden Tief im Jahr 2009 wieder zu. 2010 liefen bislang im Schnitt monatlich 10.783 Projektanfragen über die GULP Server; im Vorjahr waren es "nur" 7.897 pro Monat. Auch das zweite Halbjahr 2010 verspricht den Trend fortzusetzen. Die beiden bislang besten Monate des Jahres waren Juli und August mit jeweils mehr als 12.000 Projektanfragen, die über GULP an IT-Selbstständige zugestellt wurden. Dementsprechend positiv fiel auch die Bilanz der bisherigen Projektauslastung der Freiberufler aus. Allerdings war sie auch im letzten Jahr nicht wirklich schlecht, ergab diese Umfrage auf www.gulp.de unter 500 IT-Freiberuflern.
| Prognose für das zweite Halbjahr | ||
Hier wird ein Unterschied deutlich: Die Prognose der IT-Freelancer für das zweite Halbjahr 2010 fällt durchaus positiver aus als es die Bilanz des zweiten Halbjahrs 2009 war (die sie im März dieses Jahres gezogen hatten). IT-Selbstständige erwarten also eine deutlich bessere zweite Jahreshälfte als letztes Jahr. Vor allem soll der Anteil der IT-Selbstständigen mit einer Auslastung unter 20 Prozent von 13 auf fünf Prozent sinken. Erfreuliche Aussichten also. Wer die zweite mit der ersten Grafik vergleicht, bemerkt, dass das zweite Halbjahr 2010 sogar tendenziell etwas besser ausfallen soll als das erste Halbjahr 2010. So soll etwa der Anteil der Freiberufler mit einer Projektauslastung von unter 40 Prozent von 15 auf 10 Prozent sinken. Das ist bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass das zweite Halbjahr in der Regel immer ein kleines bisschen schlechter ausfällt als die erste Jahreshälfte – so zum Beispiel 2009 und 2008. |
| Stundensätze: Steigen? Stagnieren? |
40 Prozent der IT-Freiberufler gaben bei der Umfrage an, zu erwarten, dass die Stundensätze von IT-Selbstständigen in absehbarer Zeit steigen werden. Diejenigen 11 Prozent, die mit einem Sinken rechnen, gehören mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Freiberuflern, die im ersten Halbjahr 2010 nicht gut ausgelastet waren. Je nach Skills, Erfahrung, Marktposition und vielleicht auch Flexibilität profitierten die IT-Selbstständigen in unterschiedlichem Ausmaß von der steigenden Anzahl der Projektanfragen. Denn natürlich gingen die verstärkte Nachfrage und die Erholung des IT-Projektmarkts nicht spurlos am Gros der Honorare der IT-Freelancer vorbei, wie die GULP Stundensatz-Auswertung zeigt, die seit 1998 halbjährlich durchgeführt wird und jetzt aktualisiert wurde. Im Jahr 2009 waren die durchschnittlichen Stundensatzforderungen der IT-Freiberufler um einen Euro gefallen. Im Februar 2010 konnten sie sich noch nicht wieder davon erholen. Doch nun haben die Freelancer ihre durchschnittlichen Honorarvorstellungen um einen Euro auf 71 Euro erhöht. Die einen Freiberufler reiten also auf der Welle des Aufschwungs, während andere noch immer nach Projekten suchen. Die Mehrheit ist aber gut ausgelastet, wie diese Umfrage zeigt, und glaubt daran, dass es bergauf ging und geht. Im GULP Forum für Freiberufler schrieb im September ein Selbstständiger: „Vor acht Wochen oder so haben wir noch diskutiert ob die ‚Krise‘ vorbei ist oder nicht. Zurzeit brummt es wie verrückt.“ Er fügte hinzu: „Es gilt die alte Bauernregel: Heu machen, wenn die Sonne scheint". Die Antwort eines anderen Selbstständigen darauf fiel bekräftigend aus: „Ich stellte erstaunt fest, dass für ein "ASAP" terminiertes Projekt auch noch eine Verfügbarkeit ab Januar akzeptabel ist. Das ist eher ungewöhnlich. Haben wir jetzt etwa einen Fachkräftemangel?“ Mehr Informationen zum Thema bei GULP:
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