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Wurde der IT-Projektmarkt vor nicht allzu langer Zeit noch
vom Jugendwahn diktiert, passt sich die Nachfrage immer mehr
der demografischen Entwicklung an. So ergab das aktuelle Update
der Stundensatz-Auswertung in diesem Monat, dass sich die Nachfrage der Projektanbieter
immer mehr auf externe IT-Spezialisten mit langjähriger
Berufserfahrung (> 20 Jahren) konzentriert.
Damit reagieren die Auftraggeber auf die sich wandelnde Altersstruktur
der IT-Spezialisten: Jeder zweite von ihnen ist mittlerweile über
40 Jahre alt, der Nachwuchs bleibt aus. Der Fokus des neuen Branchenvergleichs liegt deshalb
auf dem Merkmal "IT-Erfahrung". Lesen Sie, welche Branchen
verstärkt auf die "alten" Hasen bauen und wie sich
langjähriges IT-Know-how auf das Honorar auswirkt.
| Datenbasis des Branchenvergleichs
sind die Einträge freiberuflicher IT-Experten in
die Liste "Stundensätze in der Praxis" [Zugriff
nur mit Profil-Account]. Für die aktuelle Auswertung
wurden über 2.000 Angaben von IT-Spezialisten zu
ihren Projekten in den Jahren 2000 bis 2006 untersucht. |
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Im Zentrum der Branchenanalyse standen die Wirtschaftszweige Automotive,
Banken, Industrie, IT/EDV, Logistik, Pharma/Chemie, Telekommunikation und
Versicherungen. Über diese Branchen hinweg gestaltet sich die Verteilung
der Berufserfahrung der IT-Freiberufler wie folgt:

Jeder zweite selbstständige IT-Spezialist (52,2 %) ist zwischen
10 bis 19 Jahren in der IT tätig. Mehr als ein Drittel (37,6
%) von ihnen blickt bereits auf über zwei Jahrzehnte Berufspraxis
zurück. Der verschwindend geringe Anteil freiberuflicher IT-Spezialisten
mit weniger als fünf Jahren spiegelt sich auch in den Ergebnissen
der aktuellen Stundensatz-Auswertung
nach Alter wider: Danach sind nur rund 4 % der bei GULP eingetragenen
Freiberufler im Alter von unter 30 Jahren. Eine mögliche Erklärung
hierfür ist, dass diejenigen, die sich für eine selbstständige
Tätigkeit in der IT-Branche entscheiden, ihre Praxiserfahrung
erst einmal in einer Festanstellung sammeln. Der Einstieg in die
IT-Freiberuflichkeit
direkt nach der Uni ist meist nicht der klassische Weg.
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