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Existenzgründung mit Anwendungen für mobiles Internet

(Februar 2001)
 

Know-how in der Konzeption und Entwicklung von kommerziellen Anwendungen im mobilen Internet zahlt sich aus. Für freiberufliche IT-Spezialisten mit der Qualifikation M-Commerce weist der GULP Trend Analyzer einen überdurchschnittlichen Stundensatz von genau 164,62 DM gegenüber 137,46 DM beim Durchschnitt aller Freiberufler aus. Für alle, die planen, sich mit diesen gefragten Kenntnissen selbstständig zu machen, will der Elektrokonzern Siemens jetzt ein neues Förderungsmodell anbieten.

Der "Goldgräberstimmung" in punkto mobiles Internet steht ein eklatanter Fachkräftemangel gegenüber (siehe Artikel "Drahtlos in die Zukunft"). Siemens verfolgt offenbar den Weg, rechtzeitig ein Netz von innovativen Gründern rund um den Elektroriesen zu spinnen. Mit der Gründung eines so genannten Incubators will die Siemens-Mobilfunksparte Information and Communication Mobile (IC Mobile) junge Start-up-Unternehmen fördern. Dabei sollen die Gründer unterstützt werden, eigene Geschäftsideen möglichst schnell in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Schwerpunkt der Förderung sind mobile Anwendungen, insbesondere Software-Lösungen und Dienstleistungen für die kommenden Mobilfunkstandards GPRS und UMTS. Dazu werden in den nächsten drei Jahren jeweils 60 Millionen Euro investiert. Standorte des "Incubators" sind zunächst München und Stockholm. Im folgenden Schritt soll eine dritte Niederlassung - entweder in Asien oder in den USA - folgen.

Siemens stellt eine komplette Förderungs-Infrastruktur zur Verfügung. Die Palette reicht vom Gründungskapital über Büroräume, laufende Beratung in Strategie- und Rechtsfragen, Hilfe bei der Rekrutierung des Personals bis hin zu Marketing, Werbung und PR für die Start-ups und ihre Produkte. Zusätzlich kann das weltweite Vertriebsnetz und der globale Forschungsverbund von Siemens genutzt werden. Pro Standort sollen jährlich bis zu 15 sogenannte "Incubatees" aufgenommen werden, insgesamt 45 pro Jahr. "Im Moment wird viel von der rechtzeitigen Verfügbarkeit der Technik für die nächste Mobilfunkgeneration gesprochen. Doch der Erfolg von UMTS hängt von Applikationen ab, die die Nutzung sinnvoll und lohnend machen. Diese Entwicklungstätigkeit wollen wir durch den Incubator beschleunigen", so Rudi Lamprecht, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Siemens IC Mobile und Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Der Frage, ob das mobile Internet wirklich hält, was es verspricht, geht GULP übrigens in der aktuellen Umfrage nach: Unsere Frage: "Wird sich das mobile Internet als ernstzunehmende Grösse im IT-Projektmarkt etablieren können?"

 


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