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Know-how in der Konzeption und Entwicklung von kommerziellen
Anwendungen im mobilen Internet zahlt sich aus. Für freiberufliche
IT-Spezialisten mit der Qualifikation M-Commerce weist der GULP
Trend Analyzer einen überdurchschnittlichen Stundensatz von
genau 164,62 DM gegenüber 137,46 DM beim Durchschnitt aller
Freiberufler aus. Für alle, die planen, sich mit diesen gefragten
Kenntnissen selbstständig zu machen, will der Elektrokonzern
Siemens jetzt ein neues Förderungsmodell anbieten.
Der "Goldgräberstimmung" in punkto mobiles Internet
steht ein eklatanter Fachkräftemangel gegenüber (siehe
Artikel "Drahtlos
in die Zukunft"). Siemens verfolgt offenbar den Weg, rechtzeitig
ein Netz von innovativen Gründern rund um den Elektroriesen
zu spinnen. Mit der Gründung eines so genannten Incubators
will die Siemens-Mobilfunksparte Information and Communication Mobile
(IC Mobile) junge Start-up-Unternehmen fördern. Dabei sollen
die Gründer unterstützt werden, eigene Geschäftsideen
möglichst schnell in marktfähige Produkte und Dienstleistungen
umzusetzen. Schwerpunkt der Förderung sind mobile Anwendungen,
insbesondere Software-Lösungen und Dienstleistungen für
die kommenden Mobilfunkstandards GPRS und UMTS. Dazu werden in den
nächsten drei Jahren jeweils 60 Millionen Euro investiert.
Standorte des "Incubators" sind zunächst München
und Stockholm. Im folgenden Schritt soll eine dritte Niederlassung
- entweder in Asien oder in den USA - folgen.
Siemens stellt eine komplette Förderungs-Infrastruktur zur
Verfügung. Die Palette reicht vom Gründungskapital über
Büroräume, laufende Beratung in Strategie- und Rechtsfragen,
Hilfe bei der Rekrutierung des Personals bis hin zu Marketing, Werbung
und PR für die Start-ups und ihre Produkte. Zusätzlich
kann das weltweite Vertriebsnetz und der globale Forschungsverbund
von Siemens genutzt werden. Pro Standort sollen jährlich bis
zu 15 sogenannte "Incubatees" aufgenommen werden, insgesamt
45 pro Jahr. "Im Moment wird viel von der rechtzeitigen Verfügbarkeit
der Technik für die nächste Mobilfunkgeneration gesprochen.
Doch der Erfolg von UMTS hängt von Applikationen ab, die die
Nutzung sinnvoll und lohnend machen. Diese Entwicklungstätigkeit
wollen wir durch den Incubator beschleunigen", so Rudi Lamprecht,
Vorsitzender des Bereichsvorstands von Siemens IC Mobile und Mitglied
des Vorstands der Siemens AG.
Der Frage, ob das mobile Internet wirklich hält, was es verspricht,
geht GULP übrigens in der aktuellen
Umfrage nach: Unsere Frage: "Wird sich das mobile Internet
als ernstzunehmende Grösse im IT-Projektmarkt etablieren können?"
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