GULP >> GULP Knowledge Base >> Markt & Trends >> Arbeitsmarkt >> Kurz berichtet: EU-Dienstleistungsrichtlinie verabschiedet

Kurz berichtet: EU-Dienstleistungsrichtlinie verabschiedet

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

(November 2006)
 

Eine never ending story scheint auf den Weg gebracht: Am 15. November verabschiedete das Europäische Parlament die EU-Dienstleistungsrichtlinie. Diese soll es Dienstleistern ermöglichen, ihre Tätigkeit in allen EU-Mitgliedstaaten ohne bürokratische Hürden auszuüben. Einbezogen sind zahlreiche Dienstleistungsbranchen, etwa im Handel, in der Gastronomie, im Handwerk, bei den IT-Dienstleistungen, im Bereich Forschung und Entwicklung, bei Unternehmensdienstleistungen und technischen Dienstleistungen, bei der Beratung und in der Bauwirtschaft.

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie berichtet, wird die Richtlinie voraussichtlich noch in diesem Winter in Kraft treten. Innerhalb von drei Jahren muss sie in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden.

Genau vor einem Jahr berichtete GULP erstmals über die EU-Dienstleistungsrichtlinie, von der sich Deutschland neue Wachstumschancen erhofft. Ihr Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen Dienstleistungsmarktes mit mehr Wettbewerb und weniger Bürokratie. Uneinig waren sich die Wirtschaftsminister der einzelnen Länder damals jedoch noch beim Punkt "Herkunftslandprinzip". Danach sollte die grenzüberschreitende Leistungserbringung den Gesetzen, Standards und Konditionen unterliegen, die im Herkunftsland des Dienstleisters gelten. Die Kritiker sahen dadurch Lohn- und Qualitätsstandards gefährdet. Im Mai 2006 kamen die Wirtschaftsminister deshalb erneut in Brüssel zusammen und besserten nach: Das Herkunftslandprinzip wurde ausgeklammert. Mit der nun erfolgten Verabschiedung billigte die Mehrheit der Abgeordneten diesen Kompromiss.

Bundesminister Michael Glos zeigt sich zufrieden: "Dank eines ehrgeizigen Zeitplans werden deutsche Dienstleister schon bald von den angestrebten Erleichterungen profitieren. Die Schaffung einheitlicher Ansprechpartner für Behördengänge, der Abbau bürokratischer Hürden und die Verbesserung der europäischen Verwaltungszusammenarbeit werden Dienstleistungsexporte ins europäische Ausland in Zukunft deutlich erleichtern." Gemeinsam mit den Bundesländern sollen die notwendigen Maßnahmen rasch in Angriff genommen werden.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 15.11.2006)

 



Seite drucken Seiten drucken
Zum Seitenanfang nach oben

Für die Teilnahme an den mit diesem Icon gekennzeichneten Diensten melden Sie sich mit den Zugangsdaten an.
Zugangsdaten vergessen? | Noch kein GULP Profil?
Über GULP: Mehr als 3.000 Kunden, 75.000 eingetragene IT-Experten, davon 10.500 mit Schwerpunkt Engineering, und über 1.000.000 abgewickelte Projektanfragen: GULP ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-/Engineering-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich zu den Dienstleistungen einer modernen Personalagentur bietet GULP ein umfassendes Online-Portal mit Informationen und Services für die Teilnehmer im Markt.