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| 50.000 Freiberufler: Erfahrung im IT-Projektmarkt wächst weiter
GULP Profiledatenbank mit Abstand die Größte ihrer Art
/ Die „Neuen“ sind finanziell bescheiden
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(Mai 2004)
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Inhalt dieses Artikels:
Langsam kippt die Alters-Waage
| Berufserfahrung? Reichlich
vorhanden! | Die Anziehungskraft
der Regionen | Auferlegte
Bescheidenheit: Argument Stundensatz | Als
agiler „Methusalem“ sich behaupten |
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| 49.998. 49.999. 50.000! Das Herz von Deutschlands IT-Projektmarkt,
die GULP Profiledatenbank, schlägt kräftiger denn je und zählt seit dem 10. Mai mehr als
50.000 qualifizierte Profile von IT-Freiberuflern.
Da ist Bewegung drin. Durchschnittlich zwischen 750 und 820 Freiberufler
tragen monatlich erstmals ihre Daten in die GULP Profiledatenbank
ein. Parallel dazu werden pro Monat rund 50 Profile gelöscht,
weil der Freiberufler z. B. in den Ruhestand oder in eine Festanstellung
gewechselt ist. Über 5.000 Freiberufler schließlich aktualisieren
im Schnitt in diesem Zeitraum ihre Daten – passen Stundensätze
an, fügen Referenzen hinzu oder konkretisieren ihre Erfahrungen
und Skills.
Anfang Oktober 2003 meldete GULP, dass die Profiledatenbank die
45.000er-Schwelle
übersprungen hat, etwas mehr als sieben Monate später
feierte man den nächsten „Runden“. Dem Netto-Zuwachs
von 5.000 Freiberuflerdaten liegen dabei 5.354 Neueintragungen seit
1. Oktober zugrunde.
Aktualisierungen und Neueintragungen, die Bewegung in der GULP
Profiledatenbank hat natürlich Auswirkungen auf die Gesamtsituation
im IT-Projektmarkt. Altersstruktur und Berufserfahrung der Freiberufler,
Wohnort und Stundensätze – in der GULP Studie werden
diese vier Parameter im Hinblick auf die Veränderungen der
vergangenen sieben Monate untersucht.
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| Langsam
kippt die Alters-Waage |
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Nur auf den ersten Blick ein Parodoxon: Obwohl 8,1 Prozent der
Neueintragungen jünger als 30 Jahre waren, verringerte sich
der Gesamtanteil der „IT-Youngsters“ dramatisch von
8,6 Prozent (Datenbasis: 45.000 Profile Anfang Oktober 2003) auf
5,8 Prozent (Datenbasis: 50.000 Profile Anfang Mai). Der scheinbare
Widerspruch dieser Zahlenfolge löst sich vor dem Hintergrund
der monatlichen 5.000 Profilaktualisierungen auf: Offensichtlich
konnte jede Menge bereits eingetragener IT-Freiberufler in den vergangenen
Monaten ihren 30. Geburtstag feiern.
Eine ähnliche Beobachtung macht man in der Gruppe der 30-
bis 39jährigen: Auch hier brach der Anteil ein (von 50 auf
41 Prozent), auch hier lag es nicht allein an den Neueintragungen.
In der Gesamtsicht gilt dabei: Waren im Herbst vergangenen Jahres
noch 58,6 Prozent der IT-Freiberufler jünger als 40 Jahre,
so sind es im Mai 2004 nur noch 46,9 Prozent.
Reife Neulinge in der Selbstständigkeit: Das Durchschnittsalter
der 5.000 „Neuen“ beträgt 38,3 Jahre, wobei genau
die Hälfte von ihnen mittlerweile 40 Jahre und älter ist.
14,4 Prozent gar haben den „50er“ bereits hinter sich.
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| Berufserfahrung?
Reichlich vorhanden! |
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| So genannte „Frischlinge“ finden sich kaum
bei den „Neuen“ in der GULP Profiledatenbank, auf über
5 Jahre Berufserfahrung bringt es beinahe jeder. Über 15 Jahre
IT – der Anteil aller bei GULP eingetragenen Freiberufler mit
diesem Verhandlungsargument ist mittlerweile von 44,3 auf 58,8 Prozent
angewachsen. Das heißt in der Konsequenz: Der IT-Projektmarkt
gewinnt weiterhin qualifizierte und erprobte Fachleute und er gewinnt
grundsätzlich an Erfahrung. Aber er muss sich langsam auch Gedanken
um den Nachwuchs machen, denn jugendliche Dynamik ist oftmals der
Anstoß für neue und nötige Entwicklungen jenseits
eingefahrener Bahnen. |
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| Die
Anziehungskraft der Regionen |
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In den Postleitzahlgebieten 1 und 2 sowie in den europäischen
Nachbarländern ist der Anteil der Neueintragungen im Vergleich
zu den Gesamtwerten überdurchschnittlich hoch. Im Gegensatz
dazu die Beobachtungen bei den traditionellen IT-Hochburgen, den
Postleitzahlengebieten 6 und 8: Hier lässt die Standortattraktivität
offensichtlich etwas nach – wenn auch auf einem Level, das
voraussichtlich noch lange die regionale Spitzenstellung bedeutet.
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| Auferlegte
Bescheidenheit: Argument Stundensatz |
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66 Euro betrug das durchschnittlich geforderte Honorar der IT-Freiberufler,
der in der GULP Stundensatzauswertung Anfang Februar 2004 ermittelt
worden ist. Seitdem sind drei Monate vergangen – und gerade
die „neuen“ Freiberufler zeigen sich mit geforderten
63,70 Euro im Durchschnitt und pro Stunde auffällig bescheiden.
Aber auch eine Vielzahl der „Alten“ in der GULP Profiledatenbank
haben darauf reagiert, dass IT-Projekte derzeit vor allem über
den Preis vergeben werden. So zeigt die statistische Verteilung
jenseits der 70 Euro eine generelle Verringerung des Freiberufleranteils
von 53,6 Prozent (Datenbasis: 45.000 Profile Anfang Oktober 2003)
auf 44,4 Prozent (Datenbasis: 50.000 Profile Anfang Mai).
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| Als
agiler „Methusalem“ sich behaupten |
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| Dass die GULP Profiledatenbank immer
weiter wächst und ihre Bedeutung als die Quelle für IT-Fachwissen
ausbaut – davon soll hier nicht weiter die Rede sein.
Vielmehr soll einmal mehr der IT-Projektmarkt als Indikator für
gesellschaftliche Entwicklungen in Erinnerung gerufen werden: Zum
einen ist es unübersehbar, dass der Trend in die Freiberuflichkeit
konsequent zunimmt; zum anderen wird hier die Entwicklung hinsichtlich
der Bevölkerungspyramide vorweg genommen.
Derzeit sorgt FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher mit seinem provokanten
Buch „Das Methusalem-Komplott“ allerorts für Aufregung
– und sagt dabei erst einmal nichts anderes, wovon die entsprechenden
Zahlen schon lange künden. Aber Schirrmacher malt nicht nur
ein panisches Bild von der Überalterung, im Gegenteil: Es sind
die Möglichkeiten des Alters, die ihn interessieren. Jenseits
des Jugendwahns liegen viele Chancen – es ist fast so, als
wenn der IT-Projektmarkt hier Jahre voraus ist. |
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