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| Marktstudie: Frauen
im IT-Projektmarkt
Deutliche Dominanz der Männer / IT-Freiberuflichkeit
ein Weg, die Doppelbelastung Familie und Beruf in den Griff zu bekommen?
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(November 2003)
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Inhalt dieses Artikels:
Frauen in der IT-Ausbildung | Frauen
im Informatik-Studium | Frauen
im IT-Projektmarkt | Fazit
| Die Stichprobe |
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Was wäre, wenn es weit mehr weibliche IT-Freiberufler
geben würde als männliche? Das wäre ein Ergebnis,
das einer Sensation gleich käme.
Da der IT-Projektmarkt zwar durchaus für Überraschungen
gut ist, aber kaum Sensationen bereit hält, ist es jedoch hier
wie in allen technischen Berufen: Die Männer dominieren, und
zwar deutlich.
Ist hier die ungleiche Verteilung der Geschlechter
ein Naturgesetz? Oder bietet gerade der IT-Projektmarkt für
Frauen Chancen, die noch nicht genutzt werden – auch diesen
Fragen geht folgende Marktstudie nach.
Der allgemeine Befund des Statistischen
Bundesamtes
zur Verteilung der Geschlechter: In Deutschland leben derzeit etwa
42 Mio. Frauen, was 51 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.
Die grundsätzliche Mehrheit wird aber aufgegeben, wenn es um
die statistisch erfasste Erwerbstätigkeit geht, denn hier gilt
das Verhältnis 43 Prozent Frauen zu 57 Prozent Männer.
Weitere Ergebnisse der Statistik, die belegen, dass die Gleichberechtigung
in der Gesellschaft noch nicht am Ziel angekommen ist: Trotz gleicher
Qualifikation finden sich immer noch weniger Frauen in leitenden
Positionen als Männer. Im Westen Deutschlands waren im Jahr
2000 nahezu doppelt so viele Männer wie Frauen in Führungspositionen
tätig: 20,3 Prozent der Männer, aber nur 10,5 Prozent
der Frauen. Und das durchschnittliche Einkommen von Frauen mit Vollzeitbeschäftigung
liegt unter dem der Männer.
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| Frauen
in der IT-Ausbildung |
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1: Ausbildungsverträge in den IT-Kernberufen
nach Geschlecht (Quelle: Statistisches Bundesamt und
Bundesinstitut für Berufsbildung). |
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Was sind Berufe für Männer, was sind Berufe für
Frauen? Die auf den ersten Blick unzulässige Frage, da sehr
verallgemeinernd, findet ihre Berechtigung aber in der beruflichen
Wirklichkeit, denn hier „teilen“ sich die Geschlechter
in der Mehrzahl die Berufe auf: Wenn es technisch wird, sammeln
sich die Männer - Frauen besetzen dagegen vor allem die sozialen
Bereiche und weite Teile des Dienstleistungssektors.
Die Unterschiede in der Schulzeit sind noch nicht erkennbar, die
geschlechtsspezifische Trennung beginnt bei der Ausbildung. Und
hier steht fest, dass Frauen in den neuen IT-Ausbildungsberufen
seit 1997 unterrepräsentiert sind.
Insbesondere in den IT-Kernberufen (Informationselektroniker, IT-System-Elektroniker,
IT-Fachinformatiker, IT-System-Kaufleute und Informatikkaufleute)
liegt der Frauenanteil mit durchschnittlich 13,7 Prozent auf sehr
niedrigem Niveau. Mit nur 1,6 bzw. 4,6 Prozent lag der Frauenanteil
in 2002 bei den Ausbildungsverträgen von Informationselektronikern
bzw. IT-System-Elektronikern sogar regelrecht im Keller.
Ob sich die geschlechtsspezifische Verteilung verschieben wird,
bleibt abzuwarten in einer Marktlage, die grundsätzlich für
viele Auszubildende nur wenig Anreiz bietet, sich mit diesen Berufbildern
zu beschäftigen. So sank die Gesamtzahl an abgeschlossenen
Ausbildungsverträgen in den IT-Kernberufen von 2001 auf 2002
um 19,3 Prozent auf nur noch 17.597 neue Ausbildungsverhältnisse.
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| Frauen im Informatik-Studium |
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| Abbildung
2: Studienanfänger im Fachbereich Informatik (Uni-Diplom
und Fachhochschulabschluss) nach Geschlecht (Quelle:
Statistisches Bundesamt, Fachserie). |
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Eine Frage der Beliebtheit: Männer bevorzugen Studiengänge
wie Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik
und Wirtschaftsingenieurwesen. Von den Frauen besonders häufig
gewählt werden dagegen Germanistik, Erziehungswissenschaft,
Anglistik, Biologie und Sozialwesen. Gleichermaßen in der
Gunst der weiblichen und männlichen Studienanfänger stehen
Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften,
Medizin und Architektur.
Es sieht also hinsichtlich des Frauenanteils nicht sonderlich
gut aus bei den Informatik-Studienanfängern an Universitäten
und Fachhochschulen. Die Gesamtzahl an frisch immatrikulierten Informatik-Studenten
stieg im Zeitraum von 1997 mit 13.452 „Neuen“ bis 35.086
im Jahr 2001 an – aber im Schnitt waren gerade mal 17,2 Prozent
von ihnen weiblich.
Dann platzte die gewinnbringende „IT-Blase“, was unverzüglich
Auswirkungen auf die Attraktivität von IT-Studiengängen
hatte: Im Jahr 2002 ist im Vergleich zum Vorjahr mit insgesamt 31.224
Studienanfängern die Anzahl der Erstsemester im Fachbereich
Informatik erstmalig um 11 Prozent gefallen.
| Jahr |
Gesamtanzahl
Absolventen |
Anteil
Frauen |
| 1997 |
7.088 |
12,5 % |
| 1998 |
6.617 |
12,3 % |
| 1999 |
6.367 |
11,6 % |
| 2000 |
5.806 |
10,5 % |
| 2001 |
6.070 |
12,1 % |
| Tabelle 1: Absolventen der
Informatik-Fachbereiche an deutschen Hochschulen. |
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Der Anteil der Informatikstudentinnen an den Universitäten
steigt kaum an. Im Jahr 2001 waren von allen Studienanfängern
im Fachbereich Informatik an bundesdeutschen Hochschulen nur 18,3
Prozent weiblich. Im selben Jahr gingen jedoch nur 12 Prozent weibliche
Absolventen von den Hochschulen ab.
Die Abbruchquoten sind deutlich. Nicht selten wird in einen anderen
Fachbereich gewechselt oder z. B. im Zuge der Familiengründung
das Studium komplett abgebrochen.
Eine weitere Tendenz: Die Zeiten, in denen Informatiker/innen auch
ohne Abschluss direkt von der Uni geholt wurden, sind lange vorbei.
Das ist einer der Gründe, warum der Anteil an Absolventinnen
in 2001 wieder gestiegen ist - das Studium wird wieder mit Uni-Diplom
oder Fachhochschulabschluss beendet. Eine andere Ursache für
den Anstieg der IT-Studentinnen sehen Optimisten der Emanzipation
darin, dass immer mehr Frauen ihre Hemmschwelle für technische
Berufe verlieren.
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| Frauen im IT-Projektmarkt |
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Von den wenigen weiblichen IT-Fachleuten
scheinen sich noch weniger ins Kalte Wasser der Selbstständigkeit
zu wagen. Die Folge: Frauen sind auch im IT-Projektmarkt deutlich
unterrepräsentiert.
Die Anzahl freiberuflicher IT-Experten steigt zwar im Gegensatz
zu den Studien- und Ausbildungszahlen immer weiter an (siehe: Der
Strom der Freiberufler reißt nicht ab). Der deutsche IT-Projektmarkt
offenbart jedoch (im Vergleich mit den Frauenquoten von Informatikstudium
und -ausbildung) ein größeres Ungleichgewicht im zahlenmäßigen
Verhältnis von weiblichen und männlichen IT-Freiberuflern.
Nur 5,85 Prozent aller bei GULP eingetragenen IT-Spezialisten
sind weiblich, d.h. nur etwa jedes 20. Profil gehört einer
Frau (Stand Oktober 2003). Zwar stieg bis 2002 die Frauenquote bei
den Profilneueintragungen kontinuierlich an, der ausgesprochen geringe
Anteil weiblicher IT-Experten deutet darauf hin, dass es bis zu
einer ausgewogenen Verteilung noch ein langer, sehr langer Weg ist
– wenn er überhaupt jemals zum Ziel findet.
Ein Blick auf die einzelnen Positionen: Am wenigsten Frauen gibt
es bei den Administratoren, ihr Anteil beträgt hier nur 4,8
Prozent. Etwas besser für das weibliche Geschlecht sieht es
bei Software-Entwicklung, IT-Beratung, Projektleitung und Qualitätssicherung
aus, wo sich die Frauenquote bei knapp 6 bis 8 Prozent bewegt. Mit
deutlichem Abstand der begehrteste IT-Beruf bei Frauen ist die IT-Trainerin:
Immerhin 11,4 Prozent aller IT-Trainer sind weiblich.
Es scheint sich hier das klassische geschlechtsspezifische Rollenverhalten
widerzuspiegeln: Je „technischer“ ein Berufsbild ist,
desto weniger Frauen finden sich darin wieder. Umgekehrt ist der
Frauenanteil dort höher, wo neben dem fachlichen Know-how besonders
die emotionale Intelligenz sowie soziale und kommunikative Kompetenz
wichtig sind.
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Anteil
Frauen an den Positionen |
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Abbildung
3: Profilneueintragungen in der GULP Profiledatenbank nach
Geschlecht (Gesamtzahl 45.917 Profile, Stand 10/03). |
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Abbildung
4: Bevorzugte IT-Positionen weiblicher IT-Freiberufler in
der GULP Profiledatenbank. |
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Das Alter:
Im Schnitt sind die bei GULP eingetragenen IT-Freiberuflerinnen
38,3 Jahre alt und damit ein halbes Jahr reifer als ihre männlichen
Kollegen. Über 40 Prozent der Freiberuflerinnen, aber nur 36,5
Prozent der Männer haben die Altersgrenze von 40 Jahren überschritten.
Im Lebensabschnitt zwischen 35 und 45 Jahren befinden sich 54,1
Prozent der weiblichen und 47,3 Prozent der männlichen IT-Freiberufler.
Den jüngeren Semestern bis 35 Jahren gehören 30,8 Prozent
der Frauen und 36,4 Prozent der Männer an. |
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| Altersdurchschnitt:
38,3 Jahre |
Altersdurchschnitt:
37,8 Jahre |
| Abbildung
5: Geburtsjahrgänge freiberuflicher IT-Spezialisten:
Prozentuale Verteilung weiblicher und männlicher IT-Freiberufler. |
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Die Berufserfahrung:
Aber mehr als das Alter zählt im IT-Projektmarkt die Erfahrung:
Über 63 Prozent der IT-Freiberuflerinnen haben mehr als 10
Jahre Berufserfahrung in der IT. Bei den Männern sind dies
69 Prozent. Im Durchschnitt sind IT-Freiberuflerinnen schon seit
knapp 13 Jahren im Geschäft – ihre männlichen Kollegen
halten mit durchschnittlich 14 Jahren EDV-Erfahrung dagegen. Erstaunlich:
Obwohl im Schnitt früher geboren, scheinen Frauen weniger Jahre
Berufserfahrung zu haben als ihre männlichen Kollegen. |
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| Ø-Berufserfahrung
in der IT: 12,8 Jahre |
Ø-Berufserfahrung
in der IT: 13,8 Jahre |
| Abbildung
6: Einstiegszeitpunkt in die EDV-Branche:
Prozentuale Verteilung weiblicher und männlicher IT-Freiberufler. |
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Das Honorar:
Übereinstimmend mit den wenigen geschlechtsspezifischen Einkommensanalysen
im IT-Bereich, liefert auch die Auswertung der GULP Profiledatenbank
eindeutige Hinweise darauf, dass der geforderte Stundensatz von
Frauen tendenziell geringer ist als das von Männern geforderte
Durchschnittshonorar.
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| Durchschnitt:
65,4 EUR |
Durchschnitt:
67,1 EUR |
| Abbildung
7: Von IT-Freiberuflern geforderte Honorare nach Geschlecht. |
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| Abbildung
8: Vergleich der durchschnittlich geforderten Stundensätze
für ausgewählte Positionen nach Geschlecht. |
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Eine Analyse der von Frauen und Männern geforderten Stundensätze
macht deutlich: Der Anteil der IT-Freiberufler, der weniger als
55 EUR pro Stunde fordert, ist bei weiblichen IT-Spezialisten höher.
25 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen verlangen
für ihre Arbeit einen Stundenlohn unter 55 EUR. Der Stundensatzbereich
von 55 bis 64 EUR wird von beiden Geschlechtern gleich häufig
belegt (ca. 20 Prozent). 56 Prozent der männlichen IT-Freiberufler
fordern Honorare oberhalb von 65 EUR, demgegenüber stehen 50
Prozent Frauen.
Betrachtet man die ausgewählten IT-Positionen, in denen man/frau
tätig werden kann, so sind es auch hier die weiblichen IT-Spezialisten,
die in ihrem Profil einen niedrigeren Stundensatz angegeben haben
als ihre männlichen Kollegen.
Bleibt die Vermutung, dass sich die durchschnittlich geringere
Berufserfahrung der Frauen reduzierend auf die Stundensatzforderungen
der weiblichen IT-Spezialisten auswirkt.
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| Fazit |
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| Zum einen: Aus welchen Gründen
auch immer, die Männer dominieren rein zahlenmäßig
überaus deutlich den IT-Projektmarkt – und bestätigen
damit die auch für andere Berufe ähnlicher Couleur formulierte
These, dass ihr Geschlecht eine größere Nähe zu
technischen Berufen hat.
Im Gegenzug sehen viele Frauen offensichtlich ihre Stärken
eher in persönlich-menschlichen Bereichen, was für die
Berufswahl bedeutet, dass sie verstärkt in den klassischen
sozialen Branchen bzw. im Dienstleistungssektor zu finden sind.
Ein weiteres Indiz aus unserer Marktstudie für diese These:
Von denjenigen Frauen, die sich für das IT-Freiberufler-Dasein
entschieden haben, wählte der mit Abstand größte
Anteil den Weg der IT-Trainerin – genau die Position, die
in der Palette der IT-Berufe die größte zwischenmenschliche
Kompetenz erfordert.
Zum anderen: Für Frauen, die sich eine technische Tätigkeit
vorstellen können, ist das IT-Geschäft durchaus eine Alternative
– und wenn man dann auch noch Flexibilität schätzt,
ist der Weg in die IT-Freiberuflichkeit zumindest eine ernsthafte
Überlegung wert. Gerade für Frauen, die Familie mit Job
vereinen und in der Doppelbelastung mehreren Ansprüchen gleichzeitig
genügen müssen, bietet das weite Feld der IT viele Möglichkeiten,
sowohl Arbeit als auch Zeit auf erträgliche Weise in den Griff
zu bekommen.
Und schließlich: Dass der IT-Projektmarkt allein den Männern
vorbehalten ist, muss kein Naturgesetz sein, wie die unentwegten
IT-Freiberuflerinnen zeigen, die sich in dieser klassischen Männerdomäne
erfolgreich behaupten. Da ist sicherlich noch einiges an Potential
vorhanden, sobald mehr Frauen ihre Scheu vor der IT überwinden
– auch wenn es auf absehbare Zeit eine Utopie bleiben wird,
dass das Verhältnis der beiden Geschlechter im IT-Projektmarkt
einmal 50 zu 50 Prozent betragen wird.
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| Die
Stichprobe |
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| Die vorliegende Marktanalyse beruht
auf der statistischen Auswertung von 45.917 Profilen (Stand Oktober
2003), die freiberufliche IT-Experten bei GULP zur Auftragsakquise
im IT-Projektmarkt eingestellt haben. Insgesamt repräsentiert die
Datenbasis der vorliegenden Marktanalyse mehr als 90 Prozent des
deutschen IT-Projektmarktes.
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Kommentare zu diesem Artikel:
"Der Artikel ist zwar schon einige Jahre alt, aber auch 2011, ist das Thema noch sehr aktuell. Interessant ist der Titel: '...die Doppelbelastung Familie und Beruf in den Griff zu bekommen?' Die Auftragslage hat sich seit meiner Kinder deutlich verschlechtert. Ich habe das Gefühl, dass ich aufgrund der Kinder schon oft vorab 'aussortiert werde' obwohl ich keinerlei Einschränkungen habe, da ich in einer gleichberechtigten Partnerschaft lebe und sich mein Mann selbstverständlich zu Hause genau so viel einbringt (bringen und abholen vom Kindergarten oder bei Krankheit der Kinder auch zu Hause bleibt) Das Problem der Auftraggeber, ist da im Kopf, sobald klar wird dass ich Kinder habe, kommt sofort die Sorge auf, ich wäre nicht flexibel genug, und damit kommt es meiner Meinung nach sehr oft noch nicht einmal zu einem Gespräch, in dem man solche Dinge klären könnte! Männer werden in einem Bewerbungsgespräch nie gefragt ob sie wegen Ihrer Kinder beruflich eingeschränkt sind. Ich hingegen werde das immer gefragt. Deutschland ist da noch lange nicht 'up to date' (Februar 2011)"
"Interessant, dass sich die meisten Kommentare auf die Unterschiede beim Stundensatz beziehen und sich die Freiberuflerinnen unterbezahlt fühlen, während der Artikel lediglich 2,5% Abweichung des Durchschnittshonorars im Vergleich zu den männlichen Kollegen ausweist. Diese Differenz ist doch real kaum spürbar! Die Freiberuflerinnen, die sich hier zu Worte gemeldet haben, sind vielleicht ein Opfer des Kassenschlangen-Phänomens? Meistens geht es in der Nachbarschlange schneller voran, als in der eigenen - kein Wunder, da es links und rechts eine Nachbarschlange gibt. Die Chance, unter den zahlreichen männlichen Kollegen einige zu finden, die bei gleicher Leistung besser bezahlt werden, ist demenstprechen groß. (Januar 2004)"
"Ich als Frau und eine selbständige Entwicklerin seit mehr als 7 Jahren habe es schon mehr als genug erlebt, dass 'Entscheider' Eur Kunden und teilweise auch Vermittler - per default einen Mann vorziehen. Um dieselbe Position oder die Bezahlung zu bekommen muss ich sehr oft viel mehr Wissen und Erfahrung auf die Waageschale legen als ein männlicher Mitbewerber. Ich bin mir sicher, die meisten meiner Kolleginnen werden mir zustimmen. Daher auch die Eurniedrigeren Eur Ansprüche der Frauen beim Honorar in dieser Statistik: entweder nimmst du das, was du kriegst, oder zurück zum Herd! (November 2003)"
"Dem obenstehenden Artikel stimme voll ich zu. Seit meinem Einstieg in die IT-Branche war und bin ich jedesmal froh, einen Projektauftrag als Trainerin zu bekommen. Die Hoffnung auf die Chance, doch noch einen Einstieg als Beraterin zu bekommen, gebe ich auch mit meinen 52 Jahren nicht auf. Hinweis: Ihre nebenstehende anzuklickenden erste Tätigkeit weist auf das im Artikel dargestellte Manko hin: ich z.B. bin Freiberuflerin (nicht Freiberufler). (November 2003)"
"Gut, dass sich Gulp mal der Freiberuflerin annimmt! 5% Frauen bei Gulp wären dann mehr als 2.000! Mädels, wo seit ihr? Ich bin jedenfalls meist allein in Projekten als Freiberuflerin. (November 2003)"
"Wir machen in unserer Firma generell keine Unterschiede bei der Bezahlung von externen Beratern zwischen Männern und Frauen bei gleicher Qualifizierung. Der Unterschied liegt m.E. bereits bei den Vermittlern, die weibliche Berater bereits zu geringeren Tagessätzen anbieten. Bei Beratern, die selber akquirieren, kann ich das nicht sagen, da wir nur sehr selten mit diesen arbeiten (und ich glaube nicht, dass da schon mal eine Frau dabei war). Ich möchte die weiblichen Kolleginnen aber ermutigen, hier nicht locker zu lassen. (Ein Mann) (November 2003)"
"Eine Anmerkung dazu: Es ist als Frau nahezu unmöglich, das selbe Honorar zu erzielen, wie ein Mann mit gleichen Skills. Ich weiß von schlechter ausgebildeten (und unerfahreneren) männlichen Freiberuflern, die ein deutlich höheres Honorar erzielen, als es mir als Frau möglich ist, obwohl ich ein gleiches Honorar anstrebe. (November 2003)"
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