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Umfrage-Ergebnis

Ein Blick zurück, ein Blick nach vorne

 
(November 2004)
 

Über drei Viertel des Jahres sind vorbei, für viele Unternehmen hat gerade der 2004-Endspurt begonnen. Zwei Monate vor Sylvester lohnt sich aber auch schon eine "Zwischenbilanz mit Ausblick" – das Ergebnis der jüngsten GULP Umfrage nährt die Zuversicht im IT-Projektmarkt ohne Euphorie zu schüren.

Anfang des Jahres hatte GULP nach den Plänen und Erwartungen der Projektanbieter gefragt, das Ergebnis war eine von reichlich Optimismus getragene Stimmung. Zehn Monate später nahmen 80 Projektanbieter abermals Stellung zum Jahr 2004, diesmal mit dem Wissen um reale Umsatzzahlen.

Die Umsatz-Frage: Wie liefen die ersten drei Quartale?
Unter Plan. 36%
Im Plan. 26%
Etwas über Plan. 28%
Deutlich über Plan. 10%

 

Natürlich kommt es auch darauf an, in welchen Dimensionen geplant worden ist – für die geschäftliche Zufriedenheit ist aber in erster Linie ausschlaggebend, ob die Erwartungen erfüllt werden können bzw. konnten.

Und hier gaben knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben ein grundsätzlich positives Votum für die ersten drei Quartale ab: Sie bewegen sich entweder im (26 Prozent) oder über Plan. Jedes zehnte Unternehmen befindet sich bis jetzt sogar in einem sehr erfolgreichen Jahr – mit einem deutlichen Umsatz-Plus gegenüber den Planzahlen.

Eine Situation, in der die 36 Prozent wahrscheinlich gerne wären, für die 2004 bis jetzt hinter den Erwartungen blieb.

 

Mehr Projekte: Gibt es einen "Boom" im Projektmarkt?
Ja, es boomt. 4%

Ein leichter Aufschwung. 50%

Kein Aufschwung, kein Rückgang. 29%
Ein leichter Rückgang. 6%
Es herrscht Flaute. 11%

 

Langsam, aber sicher scheint es aufwärts zu gehen: Genau die Hälfte aller Teilnehmer diagnostiziert dem IT-Projektmarkt einen leichten Aufschwung, ein weiteres "gutes" Viertel (29 Prozent) stellt zumindest fest, dass der Rückgang der Jahre zuvor 2004 ein Ende gefunden hat.

Im Gegensatz dazu sehen 6 Prozent eine, wenn auch geringfügige, Verschlechterung der Marktsituation, 11 Prozent sprechen gar von einer anhaltenden Flaute.

Ein "Plus" von 54 Prozent, ein "Gleichbleibend" von 29 Prozent und ein "Minus" von 17 Prozent – die Antwortverteilung bestätigt die Einschätzung von vielen Marktbeobachtern, die den Aufschwung weniger als homogene, sondern (noch) als heterogene Entwicklung beurteilen: Weite Bereiche im IT-Projektmarkt befinden sich auf dem Weg der Besserung, allerdings gibt es noch genügend Patienten.

 

Erwarten Sie 2004 unterm Strich einen Gewinn?
Rechnen eher mit Verlusten. 17 %

Es wird wohl eine Null unterm Strich. 26 %

Etwas Plus soll schon bleiben. 40 %
Peilen deutlichen Gewinn an. 17 %

 

Der Optimismus in den ersten Wochen von 2004 war nicht völlig grundlos, musste aber im Laufe des Jahres einer nüchterneren Umsatzbeurteilung zunehmenden Platz machen. Noch im Januar hatten 33 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage einen deutlichen Gewinn angepeilt, Ende Oktober/Anfang November sind es nur noch 17 Prozent. Parallel stieg der Anteil derjenigen, die mit Verlusten rechnen, von zehn auf 17 Prozent.

Und dennoch: 57 Prozent mit Gewinnaussichten und 26 Prozent mit einem erwarteten ausgeglichenen Konto sind nach dürren Jahren weit mehr als nur ein Silberstreif am Horizont des IT-Projektmarktes.

 

 

Kommentare zu diesem Artikel:

"Interessant wie immer, doch die Angabe der Jännerwerte bei ALLEN Fragen, nicht nur bei der letzten, würde aufgrund der Vergleichbarkeit ein genaueres, "objektiveres" (nicht objektives) Bild geben. (Dezember 2004)"

"Kann das nur bestätigen. Der Umsatz stimmt - der Gewinn aufgrund eigener Investitionen und der Insolvenz eines Kunden nicht ganz - ist aber trotzdem OK. Es bleibt Luft zum weiter investieren und die begründete Hoffnung, dass sich das Geschäft weiter stabilisiert. (November 2004)"

"Eine ausgezeichnete Umfrage, die mich in meiner Meinung bestätigt, daß es neben den vielen Jammerern auch genügend Unternehmen gibt, deren Zahlen wieder besser werden. Ich kann hier nur zustimmen, wenn die Rede davon ist, dass nicht die Situation, sondern die negativen Stimmungsmacher das Problem in unserer Republik sind. Für viele ist es schwer zu verstehen, aber etwas Ausdauer und Mut und Optimismus können auch heute noch zum Erfolg führen. (November 2004)"


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