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"Nur zwei von hundert Studenten der Informatik und verwandter
Fächer werden den Ansprüchen der Wirtschaft an hochleistungsfähige
Absolventen gerecht." Das will eine Bewerbermarkt-Analyse im
Auftrag der Hamburger Unternehmensberatung Mummert + Partner herausgefunden
haben. Befragt wurden 2040 Informatikstudenten zu den an sie gestellten
Anforderungen potenzieller Arbeitgeber. Wie nicht anders zu erwarten,
wurden auch hier wieder die obersten Plätze in der Hitliste
der üblichen Klischees aufgeführt: "Exzellente Noten,
Berufserfahrung sowie strategisches Denken und die Fähigkeit
zum Teamwork."
Unternehmen, welche die so definierten Spitzenkräfte aus der
zu geringen Anzahl von jungen Computer-Fachleuten für sich
gewinnen wollen, müssen nach Auffassung der Mummert +
Partner-Recruiting-Experten zwei Aufgaben bewältigen: die kleine
Zielgruppe genau kennen lernen und früh an sich binden.
Insgesamt stehe Projektarbeit mit 86 Prozent auf Platz
eins der Wunschliste aller Befragten, die in der Informatik ihre
berufliche Zukunft sehen. Dem kleinen Kreis der sogenannten Top-Bewerber
gehe es vor allem darum, strategisch zu arbeiten und international
Erfahrungen zu sammeln. Zudem informierten sie sich über potenzielle
Arbeitgeber überdurchschnittlich oft auf Karrieremessen und
via Zeitungsannoncen. "Wie sieht sich die begehrte Zielgruppe
selbst?", wollten die Forscher genauer wissen. Antwort: "Berufsrelevante
Kontakte sind den Hochschulabsolventen wichtiger als Freunde und
Familie, was allerdings von vielen Unternehmen durchaus kritisch
gesehen wird." Aha, soziale Kompetenz, auf den gängigen
Skill-Listen zwar etwas weiter unten stehend, fehlt also weitgehend
bei den Traumkandidaten. Gehören sie dann noch zu Recht zum
Zwei-Prozent-Kreis der Spitzenkräfte? Am Ende entsprächen
dann nur noch null von hundert Informatik-Studenten dem imaginären
Top-Profil der deutschen Wirtschaft. Noch eine Erkenntnis der Studie:
"Vier von fünf Top-Studenten streben einen schnellen beruflichen
Aufstieg an." Wer hätte das gedacht?
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