Kommentar
zum Artikel
"Es gibt sicherlich seit Jahren zuwenig Studierende in den
'Zukunftsfächern', aber der Rest des Geschreis um den Fachkräftemangel
scheint doch eher politisch zu sein, um die Löhne/Preise mit
angeblich billigeren Kräften decken zu können. Ihre Statistik
sollte aber mal weiter zurück reiche, so etwas bis Anfang der
Neunziger, dann wird vielleicht der reale Studierendenmangel ersichtlicher.
Ansonsten ist es schon lange usus, dass die Industrie Ingenieure
will, die 'jünger sind als 25 und länger als 10 Jahre
im Beruf'. Die Berufserfahrung wird leider nur von wenigen Betrieben
geschätzt. (Januar 2007)"
"Sehr informativ. (Oktober 2005)"
"Es gibt genug Fachkräfte, die will bloß keiner!
Seit meinem Studienabschluss vor etwa einem Jahr habe ich mich bisher
nur erfolglos beworben. Einen Abschluss als einer unter den besten
10% des Jahrgangs, Praxiserfahrung und Softskills reichen vielen
Firmen einfach nicht, man will 'Berufserfahrung'... (September 2005)"
"Wenn ich das lese kann ich nur zynisch werden: Ich habe ein
Diplom in Physik, war einer der Jahrgangsbesten, habe beste Referenzen,
jede Menge Qualifikationen und bin immer neugierig etwas Neues zu
lernen. Seit einem 3/4 Jahr suche ich ein neues Projekt und kann
mir kaum den Vorwurf gefallen lassen, nicht genug unternommen zu
haben. Ich habe auf ca. 60 Bewerbungen nur Absagen erhalten, aber
meistens nicht einmal das. Woran liegt's? Mir wird immer deutlicher,
dass es nur eines sein kann: Ich bin nämlich schon 48! Dies
wurde mir auch vom Berater beim Arbeitsamt jüngst bestätigt.
(September 2005)"
"Ich denke die Zahlen der Verbände sollten durchaus mal
hinterfragt werden. Denn diese sind stets besonders hoch angesetzt
- mit dem Interesse, den Preis zu drücken. Ausserdem fehlt
völlig eine Kritik an den Unternehmen. Gerade deren rücksichtslose
Personalpolitik der letzten Jahre hat doch zu dem Absinken der Studienanfänger
beigetragen. Hier wird - gerade in Deutschland - viel Porzellan
zerschlagen und anschließend wundern sich alle, dass junge
Menschen sich für traditionellere Branchen entscheiden. Selber
schuld. Und dass das schade, ja bis hin zu fatal ist, da stimme
ich mit dem letzten Absatz völlig überein. (September
2005)"
"Da ist Schwachsinn, solange IT-Firmen nur zu 60% ausgelastet
sind und Arbeitsplätze abbauen müssen kann es keinen Fachkräftemangel
geben. (September 2005)"
"Ermutigend. Vielleicht bewegt es die Branche endlich mal,
über die in diesem Bereich unmenschliche Altersdiskrimierung
nachzudenken. Spätestens ab 40 Jahren ist man doch für
die meisten Firmen nicht mehr interessant. Von Fachkräftemangel
kann in Wirklichkeit doch keine Rede sein. Das ist nur Politik!
(September 2005)"
"Ein sehr interessanter Artikel, welcher die Gründe für
die Auslagerung von IT-Themen ins Ausland beschreibt. Hier wird
uns allen vor Augen geführt, das wir (Dt.) wichtige Themen
im Arbeitsmarkt wieder verschlafen, wenn nicht Unternehmerverbände,
Gewerkschaften zusammen mit der Politik (Bund und Länder) die
Richtung in der Bildung beeinflussen. (September 2005)"
"2000 - 2002: .com Blase platzt, erst Outsourcing durch die
Großen, dann Konsolidierung auf niedrigem Personalnivau. Seit
Mitte 2004 ständig sinkende Stundensätze bei gleichen
bzw. gestiegenen Anforderungen. Und wenn mann mal 5-6 Jahre zurückgeht,
findet mann dasselbe Geschrei, damals wurde die IT-Greencard geschaffen,
die Anzahl der sooo... dringend benötigten IT-Spezialisten
war so groß, dass bis heute keine nennenswerten Imigrationen
von Spezialisten zu verzeichnen sind. Wenn man natürlich nur
20-25-Jährige mit Diplom und 10 Jahren Berufserfahrung sucht
und 30-Jährige mit 10 Jahren Berufserfahrung, hinter vorgehaltener
Hand, als zu alt tituliert werden. (September 2005)"
"Der einzige Fachkräftemangel in der ITK, den wir momentan
haben, resultiert daher, dass wir zu wenig 30-Jährige mit 40
Jahren Berufserfahrung haben. (September 2005)"
"Es gibt genügend qualifizierte Akademiker auf dem freien
Arbeitsmarkt - gerade auch unter den Arbeitssuchenden. (September
2005)"
"Ich kenne zahlreiche Informatiker, die um ihr Überleben
kämpfen müssen, obwohl sie sich zu Dumpingpreisen auf
dem Markt anbieten. M.E. soll nur ein verknapptes Angebot von IT-Mitarbeitern
vorgetäuscht werden, damit dies als Grund herhalten kann, sich
billige IT Mitarbeiter aus Niedriglohnländern zu holen und
damit das Lohnniveau der 'Einheimischen' weiter nach unten zu drücken.
(September 2005)"
"Wichtiger Artikel, allerdings wird nicht angesprochen das
die Arbeitslosigkeit von Ingenieuren, Informatikern und Naturwissenschaftlern
zu der Entscheidung des Nachwuchses gegen diese Fachrichtungen führt.
(September 2005)"
"Es gibt weitere Verstärker in dieser Entwicklung, die
im Artikel nicht genannt werden: 1. Die Bevölkerungspyramide
verjüngt sich, d.h. es kommen gar nicht mehr so viele Leute
nach. Damit ist die Grundgesamtheit geringer.2. Talente werden nicht
erkannt und gefördert, weil das deutsche System auf erworbenem
Fachwissen aufsetzt und nicht auf dem Potenzial. (September 2005)"
"Als IT Freiberufler aus der mit 27,9% stärksten Altersgruppe
(35-39)sehe ich dieser Entwicklung freudig entgegen. Führt
dies doch endlich wieder zu steigenden Honoraren. Auch ich habe
zwei ET Studiengänge (TU und FH) abgebrochen, da ich mir die
Vorlesungen mit über 400 anderen Studenten (bei den wichtigen
Veranstaltungen des Grundstudiums) bei gleichzeitig lustloser und
viel zu schneller Darbietung mancher Professoren nicht mehr antun
wollte. Außerdem sind die Studiengänge noch heute mit
altem Ballast vollgestopft und nicht an den Anforderungen der modernen
IT ausgerichtet. Das Betreuungsverhältnis ist ebenfalls miserabel.
Den künstlich herbeigeredeten Engpass an IT Spezialisten halte
ich für absoluten Unsinn. Ich kenne so viele, die sich in diesem
Feld betätigen wollen und keine Stelle finden. Als Freiberufler
kann ich bei dieser Grafik meine Ängste bezüglich der
zukünftigen Auftragslage und Beschäftigung als 'älterer
Freiberufler' beruhigt klein halten. Ich freue mich über diese
Entwicklung! (September 2005)"
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