Kommentare zu diesem Artikel:
"Ich muss leider auch die Erfahrung des ersten Kommentators teilen, ein Projekt, fünf Anfragen und Stundensätze über die ich nur herzlich lachen kann. Als Norddeutscher für ein Projekt in München angefragt zu werden und dann nur 40 Euro Stundensatz incl. allem ist meiner Meinung nach nicht das Telefonat wert. Aber es scheint das Wunschdenken vieler Vermittler zu sein Topkräfte zu Helpdeskkonditionen zu bekommen - wie kann es sein, dass ich bei 'eigenen Kunden' oft das Doppelte der von Vermittlern gebotenen Stundensätze realisieren kann? (Dezember 2005)"
"Ich frage mich auch, ob an der Aussage des 1. Kommentators ('Gerade in letzter Zeit erhalte ich häufig Projektanfragen für ein und dasselbe Projekt von mehreren Vermittlern.') etwas dran ist. Eventuell sollte man die Lage nicht anhand der Anzahl der Anfragen ermitteln, sondern diese Anzahl durch die Anzahl der kontaktierten Freiberufler für ein Projekt teilen. Dass die Lage besser zu werden scheint, kann ich auch daran erkennen, dass vermehrt Anfragen kommen, ob ich als langjähriger Freelancer auch an einer Anstellung interessiert wäre. Das passiert eigentlich nur dann, wenn die Gehälter und Honorare wieder im Steigen begriffen sind, weil der AG sich noch mal günstig eindecken will. Wenn die Gehälter und Honorare fallen, ist es für den AG nicht interessant, wenn sie wieder steigen, ist es nicht interessant für den Freelancer. (Dezember 2005)"
"Aus meiner Erfahrung kann ich den Trend bestätigen und meinen Kollegen nur raten, sich jetzt nicht mehr unter Preis zu verkaufen. In einigen Bereichen, wie z.B. embedded-Systeme wird händeringend nach Externen gesucht. Ich kann mich vor Anfragen gar nicht mehr retten und kann nun auch wieder neben meinem jeweiligen Hauptprojekt auch kleine bis mittlere Zweit- und Drittprojekte durchführen, was bis vor kurzem praktisch unmöglich war. Und auch beim Stundensatz sind nun 70 Euro und mehr drin. (Dezember 2005)"
"Ich kann den Pessimismus der anderen nicht ganz teilen. In meinem Bereich - Embedded Systems - sieht es anders aus. Ich werde z.Z. mit Projektanfragen zugeschmissen, so dass ich mein Profil sperren mußte. Außerdem sind die Stundensätze stark gestiegen und meine Agentur hat zur Zeit Schwierigkeiten, für alle Kunden Freiberufler zu finden. Auch Festangestellte sind kaum noch zu haben. Die Situation hat sich seit 2003 massiv gebessert. Ich habe den Eindruck, dass Freiberufler, die im Augenblick mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, vielleicht in der Festanstellung besser aufgehoben sind. (November 2005)"
"Meines Erachtens hat die wirtschaftliche Belebung mit der Anzahl der Projektanfragen überhaupt nichts zu tun. Aussagekräftiger wäre mal eine Darstellung darüber, wieviele Projekte tatsächlich besetzt werden. Gerade in letzter Zeit erhalte ich häufig Projektanfragen für ein und dasselbe Projekt von mehreren Vermittlern. Aufgrund des heutigen Preiskampfes kontaktieren die Vermittler aber gleich immer zehn Freiberufler um sich den billigsten auszusuchen. Wenn ein Endkunde sich nun seinerseits an fünf Vermittler wendet, werden unter Umständen 50 Projektanfragen losgetrampelt und es gibt, wenn überhaupt, nur eine Position zu besetzen. Meines Erachtens ist es doch so, je mehr Freiberufler Freikapazität haben, desto mehr Projektanfragen gibt es. In so einem Fall kann man doch nicht von wirtschaftlicher Erholung sprechen. (Oktober 2005)"
"Global nicht schlecht. Leider nicht detailliert genug. Unter IT 'tummeln' sich mittlerweile alle möglichen Sparten die miteinander nicht mehr viel Gemeinsamkeiten haben(vgl. was ist Elektrotechnik). Zumindest eine grobe Unterteilung (z.B. Datenbanken, SAP, Individual, Oberflächen, Security, CAB/Most, Prozessdaten, ... )würde mit Sicherheit aussagekräftiger sein. (Oktober 2005)"
"Als Freiberufler kann ich diesen Trend ebenfalls bestätigen. Leider ist das Verhalten vieler Consulting-Unternehmen und auch Endkunden immer noch stark vom Überangebot an Freiberuflern geprägt. Dies wird sich erst mit einer spürbaren Verknappung von Freiberuflern wieder positiv verändern, so dass auch wieder vernünftige Stundensätze angeboten werden. Dass dies eintreten wird, gilt als sicher, also ist die Devise 'durchhalten'. (Oktober 2005)"
"Es ist beruhigend zu wissen, dass es wohl wieder aufwärts geht. (Oktober 2005)"