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Der GULP IT-Projektmarktbericht 2003

Ein Jahr begann sehr schwierig / Der „Goldene Herbst“ läutete Aufschwung ein

Projektmarktbericht 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010
(Januar 2004)
Inhalt dieses Artikels:
Auf dem Prüfstand | Die Monate des Jahres 2003 | 2003: Die Essenz der Zahlen | Die Stimmung zu Beginn des Neuen Jahres | Eine Prognose für 2004
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Mit dem GULP IT-Projektmarktbericht 2003 betrachtet GULP eingehend ein schwieriges und turbulentes Jahr sowohl für Projektanbieter als auch für IT-Freiberufler. Umfassendes Zahlenmaterial und kontinuierliche Auswertungen, regelmäßige Umfragen und detaillierte Marktstudien, schließlich zahlreiche Hintergrundartikel und Interviews mit Kennern des Projektmarktes – all dies sind die Bausteine eines Berichtes, der einen repräsentativen Überblick über den Projektmarkt gibt.


Auf dem Prüfstand
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Nach einem sehr ernüchternden Jahr 2002 hatten jene Propheten Konjunktur, die baldige Besserung versprachen. Das machte vielen IT-Freiberuflern Hoffnung und kam bei all jenen gut an, die zu Beginn des Jahres 2003 vor allem damit beschäftigt waren, ihre Wunden zu lecken.

Die Versuchung, sich auf solche Art und Weise schnell Freunde zu schaffen, mag da sein – GULP vertraute dennoch lieber auf seine Zahlen und Erfahrungswerte und gab sich bei seinen Prognosen für das Jahr 2003 lieber etwas skeptischer. In der entsprechenden Marktstudie war deshalb zu lesen: „Das erste Quartal 2003 wird, gemessen am Vorjahr, noch wesentlich schwächer ausfallen. Im zweiten Quartal wird (auch aufgrund der Oster- und Pfingstfeiertage) nur im Mai eine spürbare Besserung erwartet. In der zweiten Jahreshälfte setzt dann der erhoffte Aufschwung ein. Erst zögerlich, aber nach der Sommerpause Ende August erscheint das dritte Quartal sehr erfolgsversprechend. Das letzte Quartal 2003 wird - der Prognose zufolge- bis auf wenige Ausnahmen stets über den Werten von 2002 bleiben. Insgesamt wird sich in diesem Szenario das Projektangebot für IT-Freiberufler in 2003 auf ca. 22.500 Projektanfragen steigern.“

So viel zu der Voraussage, jetzt musste man nur noch die nächsten zwölf Monate abwarten ....

 

Die Monate des Jahres 2003
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Januar

Schon zu Jahresbeginn tauchen die ersten dunklen Wolken am Horizont auf: Die geplante Gewerbesteuer für Freiberufler wird zu einem der Themen des Jahres 2003 – kein Wunder, denn rund ein Viertel der Freiberufler sieht eine zusätzliche Belastung von über 5000 Euro auf sich zukommen. Und die EU Osterweiterung zum 1. Mai 2005 ist auch noch beschlossene Sache, wovon sich 50 Prozent nur Negatives erwarten.

Damit GULP gut genährt und mit frischer Kraft in das neue Jahr gehen kann, macht es seinem Namen alle Ehre und „schluckt“ den direkten Konkurrenten it-projects.de.

 
   

Februar

Ob selbsternannte Auguren oder die Ich AG, GULP sieht die Entwicklungen kritisch-realistisch, was bei den Freiberuflern gut ankommt: Man fühlt sich hier gut aufgehoben – auch, weil man weiß, dass die GULP Profiledatenbank ein guter Platz ist, um von Projektanbietern gefunden zu werden. Und so ist es im Februar soweit: Der 40.000ste IT-Freiberufler trägt sich in die GULP Profiledatenbank ein, was einer Marktabdeckung von 89 Prozent im deutschsprachigen Raum entspricht.

In schwierigen Zeiten muss man Zeichen setzen, was GULP tut: Zum 1. Februar werden neben dem Stammhaus in München zwei neue Geschäftsstellen in Köln und Stuttgart eröffnet.

 
   

März

Der Frühling kommt, es ist Beziehungszeit. Und die müssen im Projektmarkt nicht immer nur harmonisch sein, wie IT-Freiberufler in der GULP Weißen Liste zu berichten wissen. Da der Aufschwung noch auf sich warten lässt, bleibt das Verhältnis zu den Projektanbietern gespannt, was vor allem monetäre Ursachen hat. GULP veröffentlicht dazu die halbjährliche Auswertung zur Lage der IT-Freiberufler-Nation – die Analyse der Stundensätze. Fazit: Die Stundensätze sinken weiter, aber der freie Fall ist gestoppt.

 
   
April

Es bleibt schwierig, IT-Freiberufler suchen händeringend nach Beschäftigung. Allein im April wird 137.000 mal im GULP Roboter nach einem neuen Projekt gesucht. An oberster Stelle der Wunschliste stehen COBOL Projekte (10.557 Suchen), gefolgt von Java (10.389 Suchen) und C++ (9.587 Suchen). Des einen Freud, des anderen Leid. GULP kann sich durch den Benutzeransturm im April über 20 Millionen Server Hits freuen.

Einfach ist es auch nicht für Microsofts .NET und C#. Sie klemmen immer noch in den Startlöchern. Auch nach drei Jahren spielt C# mit 0,5 Prozent der Projektanfragen nur einen Nebenrolle im IT Projektgeschäft. Der direkte Konkurrent Java belegt mit 14 Prozent der Projektanfragen jetzt schon traditionell den Spitzenplatz. Aber auch das gute alte C++ befindet sich mit 9,4 Prozent in anderen Regionen als der moderne Bruder.

 
   

Mai

Die Bankenbranche war jahrelang Hauptauftraggeber für IT-Freiberufler. So wundert es nicht, dass knapp 6.000 bei GULP registrierte Freiberufler schon mal für eine Bank tätig waren. Aber die guten Zeiten sind vorbei. Wurden im Mai 2002 noch 20 Prozent der Projekte in Banken angeboten, sind es jetzt nur noch 11 Prozent. An den von Banken benötigten Skills hat sich nicht viel geändert: Die meist gefragten Qualifikationen sind Solaris, Cobol und DB2. Software-Entwicker gehören zu der meist gesuchtesten Spezialisten-Gruppe.

 
   
Juni

Egal, wie es SAP geht – Freiberuflern mit SAP-Kenntnissen geht es gut. Danke, SAP! Trotz saisonaler Schwankungen kann die Auftragslage für SAP-Berater als stabil bezeichnet werden. Im Schnitt bezogen sich auf SAP 17,5 Prozent aller 27.297 Projektanfragen, die seit Januar 2002 über den GULP Server an freiberufliche IT-Experten gegangen sind. Zum Vergleich: Mitbewerber Siebel erzielte in diesem Zeitraum gerade mal 1,1 Prozent der Projektanfragen und liegt damit auf Platz zwei der nachgefragtesten ERP/CRM-Systeme.

SAP-Kenntnisse scheinen also eine langfristige Investition zu sein, wie überhaupt der weite Blick in die Zukunft für IT-Freiberufler durchaus ein Thema ist. Immerhin haben drei Viertel von ihnen für das Alter bereits Vorsorge getroffen, als Favorit für einen ruhigen Lebensabend gilt dabei das selbst genutzte Eigenheim.

Dauerhafte Produkte und Services, die stehen auch bei GULP hoch im Kurs – und so wird rechtzeitig zur eCommerce Messe in Nürnberg der elektronische Einkaufskatalog zur online-„Beschaffung“ von IT-Mitarbeitern präsentiert. Freiberufler kauft man zwar nicht wie Schrauben ein, aber es funktioniert trotzdem, wie das Beispiel eines SAP-Kataloges beweist.

 
   
Juli

Das erste Halbjahr ist vorbei. Und es war für viele IT-Freiberufler schlecht – ein Viertel von ihnen war nur zwischen 0 und 30 Prozent ausgelastet. Die meisten traf das völlig überraschend, denn damit gerechnet hatten nur sechs Prozent.

Als Hauptschuldige werden die allgemeine Wirtschaftslage (25 Prozent), das "cost cutting" bei Unternehmen (24 Prozent) und das Preisdumping der Konkurrenz (14 Prozent) ausgemacht. Nur 10 Prozent halten übrigens die rot-grüne Koalition für den Auftragskiller Nummer eins.

GULP wurde in der online-Umfrage nicht als Schuldiger genannt, wurde aber auch nicht zum Anklicken angeboten. Aber, selbst wenn, hätte GULP ein gutes Argument für die Freiberufler gehabt, denn trotz der unzweifelhaften Schwierigkeiten des IT-Projektmarktes ist GULP die Anlaufstelle Nummer eins, wenn Projektanbieter die passenden Experten suchen. In der Zwischenbilanz ist deshalb der GULP IT-Projektmarktindex leicht gestiegen und gab Anlass für „vorsichtigen Optimismus“.


Optimistisch können auch die reiferen Semester unter den IT-Freiberuflern sein. Eine umfassende GULP Analyse ergab nämlich, dass im Gegensatz zum Bereich der Festangestellten im Projektmarkt auch oft die Senioren die Nase vorn haben. Weil: Ihre Erfahrung ist ein überzeugendes Argument.

 
   
August

Der heißeste Sommer seit Jahrzehnten brütet über Deutschland – das ist aber nicht der einzige Grund, warum am 1. August der zuständige GULP Produktmanager beim Anblick der Statistik zu den Juli-Projektanfragen ins Schwitzen gerät: Mitten im Sommerloch hat der Projektmarkt angezogen – summa summarum 3.364 Projektanfragen sind im Juli 2003 über die GULP Information Services GmbH abgewickelt worden. Ein ähnlich hoher Wert ist mit 3.383 Anfragen zum letzten Mal im August 2001 verzeichnet worden.

Es gibt wieder mehr Projekte, aber was wird bezahlt? Die halbjährige GULP Auswertung der Stundensätze zeigt hier eine interessante Tendenz: Die Honorare klaffen auseinander! Verstärkt gesucht werden zum einen günstige Freiberufler und zum anderen Hochpreiser, Verlierer sind Freiberufler im mittleren Stundensatz Segment. Bei gängigen Skills stellt also der Preis ein entscheidendes Kriterium für die Projektbesetzung dar – bei Spezialqualifikationen sind die Kosten jedoch nach wie vor zweitrangig.

Die Sonne scheint den ganzen August über den Projektmarkt, die Anfragen bleiben kontinuierlich auf hohem Niveau. Folgerichtig sinkt die Anzahl der sich auf Projektsuche befindlichen Freiberufler um ein Drittel gegenüber Januar. Das sind zwar noch fast doppelt so viele wie im August 2001, aber weniger als im August 2002.

Ob auf Projektsuche oder im Projekt, in jedem Fall sind die meisten Freiberufler mobil und flexibel. Was für den festangestellten Arbeitnehmer vielleicht nur bedingt gelten mag, wird in Freiberufler-Kreisen zur Realität: Der Arbeitsplatz wird zum bestimmenden Kriterium für die Wahl des Wohnsitzes. Und weil die Projekte vor allem in den Postleitzahlengebieten 6 (24,6 Prozent der angebotenen Projekte) und 8 (18,2 Prozent) zu finden sind, zieht es dorthin auch die Freiberufler. Mit weniger als 2 Prozent der angebotenen Projekte gleicht das Postleitzahlengebiet 0 hingegen einer Projektwüste.

 
   
September

Schlechte Zeiten für externe Projektleiter. Am meisten gefragt bei den Freiberufler sind die Software Entwickler (46,8 Prozent), während der Markt für Projektleiter schrumpft (5,0 Prozent). „Externe Projektleiter zu beschäftigen ist alles andere als unser Ziel“ – so Bernd Joneleit, Vice President der deutschen Bank im Interview mit GULP. Wer dann doch ein Projekt als externer Projektleiter findet, muss sich mit 69 EUR begnügen.

Mittlerweile haben neben den Freiberuflern auch kleinere und größere IT- Dienstleistungsunternehmen herausgefunden, dass bei GULP Aufträge zu finden sind. Im Spätherbst wird der 400. Kunde begrüßt, der die Profile seiner festen Mitarbeiter bei GULP veröffentlicht.

 
   
Oktober

Der Freiberufler-Markt wächst weiter an, denn in schwierigen Zeiten verlieren selbst erfahrene IT-Experten ihren festen Job und suchen nun ihr Heil in der Freiberuflichkeit. Der 45.000 Freiberufler trägt sich bei GULP ein, die Konkurrenz wächst. Und die „Neuen“ sind keine Anfänger, sondern bringen reichlich Erfahrung und Know-how in den Projektmarkt. 89 Prozent von ihnen besitzen mehr als fünf Jahre Berufserfahrung, 35 Prozent sind sogar schon 15 Jahre und länger im IT-Bereich tätig.

Andererseits sind inzwischen schon fast 40 Prozent der bei GULP eingetragenen Freiberufler einer Festanstellung gegenüber prinzipiell nicht abgeneigt und allein im Oktober wurde über 10.000 mal im GULP Roboter Festanstellung danach gesucht. Für Unternehmen, die derzeit doch noch Mitarbeiter einstellen, eine wahre Schatztruhe an projekterfahrenen, hoch qualifizierten Mitarbeitern.

Bei gleicher fachlicher Qualifikation entscheiden die Soft Skills. Wer es bisher versäumt hat, unterzieht sich dem von GULP bereits im Jahr 2001 entwickelten Soft Skill-Test und erkennt sich selbst.

 
   
November

Kein Arbeitsplatz ist mehr sicher, das Betriebsklima leidet, die Atmosphäre ist vergiftet. Wenn in solch einer Situation ein Freiberufler beschäftigt wird, dann sind Reibereien vorprogrammiert. Nur 11 Prozent der Freiberufler antworten auf die Frage „Hatten Sie schon mit Festangestellten zu tun, die neidisch auf Sie waren?“ mit einem klaren Nein. 81 Prozent geben als Grund für den Neid die höhere Bezahlung an.

Eine interessante, aber nicht beweisbare These, warum denn Schwierigkeiten so selten nicht sind, gründet in der Tatsache, dass der Frauenanteil unter den IT-Freiberuflern ausgesprochen dürftig ist. Nur jedes 20. Profil in der GULP Profiledatenbank gehört zu einer Frau, allerdings ist die Tendenz leicht steigend.

Vom Geschlecht unabhängig ist der Gesundheitszustand der IT-Freiberufler. Und die zeigen 2003 sich von ihrer robusten Seite: 52,3 Prozent waren laut GULP Umfrage weniger als fünf Arbeitstage krank, 18,6 Prozent überhaupt nicht. Ein grundsätzliche Beobachtung ist noch interessant: Wegen einer Erkältung nimmt der Freiberufler schon mal einen Tag frei – ernsthaftere Erkrankungen werden aber so lange wie nur möglich ignoriert.

Der Freiberufler schleppt sich auch unter Schmerzen zur Arbeit, weil er das Geld braucht – ist ein Annahme, die nur bedingt zutrifft. Bescheid zu wissen glaubt man auch über andere Verhaltensmerkmale des IT-Freiberuflers: Im Projekt lässt er sich sein Essen ausschließlich vom Pizza-Express bringen, raucht zwei Schachteln „Filterlose“ und trinkt mindestens eine große Kanne Kaffee pro Tag bzw. pro Nacht – denn das ist seine bevorzugte Arbeitszeit. Aber alles nur ein Klischee! Der Freiberufler raucht zwar etwas mehr als der „Durchschnittsbürger“, orientiert sich aber hinsichtlich Ernährungsverhalten und Getränkekonsum weitgehend an den Gewohnheiten der Allgemeinheit – ist also recht normal. Schade eigentlich.

 
   
Dezember

Zum Jahresende werden traditionell die bei Freiberuflern beliebtesten Projektanbieter gekürt. Dieses Jahr dürfen sich QUEST , EPOS und U.N.P. über diese Auszeichnung freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Und noch etwas zum Freuen: Der Aufschwung im IT Projektmarkt ist endgültig da! Die Zahl der Projektanfragen, die über GULP abgewickelt worden sind, bewegte sich seit Frühsommer kontinuierlich nach oben und hat mit 3.409 Anfragen im Oktober und 3.492 im November die besten Ergebnisse seit März 2001 (3.978 Anfragen) erzielt.

Von diesem Aufschwung bekommen die Großrechner-Experten allerdings nichts mit. Im dritten Quartal 2003 gingen die Projekte für MVS bzw. OS/390 dramatisch zurück. Der Marktanteil für Projekte im MVS Umfeld bricht seit Jahresbeginn um 84,4 Prozent ein.

Letztendlich ein durchwachsenes Jahr mit positivem Ausgang, das Hoffnung auf ein erfolgreiches 2004 macht. Sogar die Gewerbesteuer für Freiberufler kommt jetzt doch nicht, aber die EU Osterweiterung schon.

 


2003: Die Essenz der Zahlen
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Jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr – wer über die Entwicklung der Projektanfragen informiert sein will, wird im GULP-o-meter fündig.

Im Vergleich mit den Jahren zuvor hält sich 2003 wacker, wie die folgende Grafik zeigt:

Entwicklung der Projektanfragen der Jahre 2000 bis 2003
Abbildung 1: Entwicklung der Projektanfragen der Jahre 2000 bis 2003

Aber wie war das nun mit der GULP Prognose? Die Jahresentwicklung stimmte, der Markt zog allerdings schon im Juli an anstatt wie voraus gesagt Ende August. Und statt der prophezeiten 22.500 Projektanfragen wurden sogar 32.025 im Jahr 2003 über GULP zugestellt. Darüber wird sich wohl keiner beschweren – wie überhaupt 2003 im Vergleich zu den Vorjahren gut abschneidet: Einzig dem Boom-Jahr 2001 musste man mit 34.160 Projektanfragen den Vortritt lassen; dafür verwies man 2000 (31.283) auf den dritten Platz der „ewigen“ Projektanfragentabelle und hängte schließlich 2002 (21.317) sogar um über 10.000 Projektanfragen ab.

Parallel zur erfreulichen Entwicklung im IT-Projektmarkt blieb GULP seinem Prinzip treu, dass man sich als Marktführer niemals ausruhen darf, sondern an seiner Position kontinuierlich arbeiten muss. Und zwar mit Erfolg, wie einige Zahlen zeigen:

www.gulp.de - es gibt im IT-Projektmarkt kaum noch jemand, der hier nicht wenigstens ab und zu vorbei schaut. 2002 zählte der GULP Server noch rund 18,35 Millionen Seitenaufrufe, im Jahr 2003 summierte sich die Zahl bereits auf über 21,35 Millionen. Noch deutlicher wuchs die GULP Profiledatenbank, die im Dezember 2002 insgesamt 39.060 Profile umfasste, zwölf Monate später waren es bereits 47.060 Profile.

Der Erfolg eines Freiberufler-Profils hängt elementar an den Referenzen – dieses Bewusstsein ist in den vergangenen Jahren bei IT-Experten wie bei Projektanbietern stetig gewachsen. Die Folge: 2002 gab es bereits beachtliche 2.096 neue, bestätigte und eingetragene Referenzen; 2003 waren es sogar 2.615.

Längst über den Status eines Geheimtipps hinaus ist das GULP Forum, in dem IT-Freiberufler über alle Themen diskutieren, die sie betreffen. Dieser „kurze Weg“ der Informationsbeschaffung gewinnt täglich neue Anhänger – die Zahl der registrierten User stieg von 7.489 Ende 2002 auf 10.347 im Dezember 2003.

 


Die Stimmung zu Beginn des Neuen Jahres
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Die Stimmung allein beeinflusst nicht die Entwicklung im IT-Projektmarkt, sie kann allerdings durchaus positive Impulse geben. Für eine Prognose 2004 ist es deshalb interessant, wie das GULP Stimmungsbarometer zum Jahresbeginn aussieht:

Das GULP Stimmungsbarometer

61 Prozent der Teilnehmer am GULP Stimmungsbarometer sehen den IT-Projektmarkt im Januar 2004 weiter steigen. 19 Prozent Pessimisten halten dagegen. Im Vergleich zum Juli 2003, als nur 34,9 Prozent optimistisch waren, hat sich die Stimmung also deutlich gesteigert. Ein schon traditionelles Hoch zum Jahresbeginn, wie das Barometer vom Januar 2003 vermuten lässt?

Gegen diese These spricht allerdings, dass das Stimmungshoch im Januar 2003 vor allem durch die bereits genannten Auguren stark beeinflusst worden ist – und ein halbes Jahr später angesichts der Situation im IT-Projektmarkt nur noch von bescheidener Größe war. Die Leute sind angesichts leidvoller Erfahrungen skeptischer geworden, ihre positiven Einschätzungen zu Beginn 2004 scheinen dadurch bodenständiger zu sein.

Abbildung 2: Das GULP Stimmungsbarometer
 
 


Eine Prognose für 2004
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Der Weg zur Vorhersage: Der Verlauf des Projektmarktindex ist in den vergangenen Jahren stets einer saisonalen Entwicklung gefolgt, die - mit Abweichungen zwar – einer grundsätzlichen Tendenz über die Monate hinweg entspricht. Nimmt man das 5-Jahres-Mittel der monatlichen Projektanfragen und passt die daraus resultierende Kurve an die bisher im Januar 2004 gezählten Projektanfragen (um den Faktor 1,5 größer als das langjährige Mittel) an, dann ergibt sich folgender prognostizierter Verlauf der Projektanfragen 2004:

Prognose der Projektanfragen im Jahr 2004
Abbildung 3: Prognose der Projektanfragen im Jahr 2004

Mit dieser mathematisch seriösen Rechnung würde die Zahl der Projektanfragen 2004 die 40.000-Schwelle gerade erreichen und das Ergebnis aus dem Jahr 2003 um etwa 25 Prozent übertreffen.

Aber Mathematik ist nicht die Wirklichkeit – gerade der IT-Projektmarkt war in den vergangenen Jahren immer wieder auch für negative Überraschungen gut. Unvorhergesehenes, das heute noch niemand auf dem Plan hat – GULP bleibt deshalb vorsichtig und stellt an den Schluss seines Projektmarktberichtes eine Zahl: Einen prognostizierten Zuwachs der Projektanfragen von 10 Prozent.

Und in einem Jahr stellen wir die Voraussage wieder auf den Prüfstand.

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Sehr kurzweilig geschrieben. Deckt sich (leider) mit meinen Erfahren hinsichtlich MVS-skill. Bin seit 1998 in GULP eingetragen und fühle mich hier sehr gut aufgehoben. (März 2004)"

"Knackig und übersichtlich. (März 2004)"

"In Summe ganz gut, nur etwas viel Weihrauch (März 2004)"

"Der Bericht ist sehr interessant und deckt sich teilweise mit meinen Erfahrungen. Ich beobachte den Markt zwar erst seit Februar 2003 genauer, vermute aber, daß ein Teil des Zuwachses an Anfragen darauf zurückzuführen ist, daß zunehmend dasselbe Projekt über verschiedene Projektvermittler angeboten wird. So sah ich schon ein und dasselbe Projekt unter 8 verschiedenen Projektanbietern und wurde auch selbst bis zu 4 Mal zum selben Projekt angefragt. Weiters scheinen die Kunden auch gerne mal Anfragen zu stellen, besetzen aber dann das Projekt intern, oder verschieben es. Beides sind auch die Erfahrungen eines mir persönlich bekannten Projektvermittlers. Also sollte man den Anwachs an Projektanfragen nicht überbewerten, es wird leicht besser, ist aber noch weit von gut entfernt. (Februar 2004)"

"Klasse Bericht! (Februar 2004)"

"besser als der Ifo-Index (Februar 2004)"

"Ein hochinformativer Jahresrückblick, der sich leider mit meinen eigenen Erfahrungen des Jahres 2003 deckt. (Februar 2004)"

"weiter so..das macht das gesamte markt-umfeld einfach und transparent. (Februar 2004)"

"Ich finde es gut, dass GULP vorsichtiger als die ganzen Marktschreier ist. Die zehn Prozent Wachstum scheinen mir realistisch und wenns mehr wird, freuen wir uns alle. (Januar 2004)"

"guter Überblick, fundierte Analysen, kurzweilig geschrieben. mein kompliment! (Januar 2004)"

"Prima. Mich wuerde interessieren, inwieweit der Stellenabbau der potentiellen Auftraggeber in den letzten Jahren sich hier auf die Projektsituation fuer Freiberufler, bzw. generell externe Kraefte auswirken wird, bzw. auswirken KANN. (Januar 2004)"

"Ein weiterer Beweis dafür, dass GULP den Überblick hat. Bin schon gespannt auf den nächsten Bericht :-). (Januar 2004)"


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