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Vorwiegend heiter: Die Stimmung der IT-Freiberufler

Das GULP Stimmungsbarometer im Jahr 2004

(Dezember 2004)

Inhalt dieses Artikels:
Positiv, negativ oder neutral | Fazit

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Wie bestimmt die Marktlage die Stimmung und wie beeinflusst die Stimmung die Marktlage? Unter anderem diesen Wechselwirkungen auf der Spur ist das GULP Stimmungsbarometer, dessen "Jahreskurve 2004" wenig Platz für düstere Stimmungen lässt.

Jeden Monat geben rund 150 IT-Freiberufler an, wie sie die Entwicklung des IT-Projektmarktes für den jeweils kommenden Monat einschätzen. Ihre Antwortalternativen: "Steigend", gleichbleibend" und "fallend" – die Verteilung der monatlichen Votings ergibt einen repräsentativen Eindruck von der jeweiligen Stimmungslage in den IT-Freiberuflerkreisen.

 

Positiv, negativ oder neutral
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Ein Diagramm zeigt die Einschätzung der Teilnehmer am GULP Stimmungsbarometer. Ein Index-Wert von 0 stellt einen ausgeglichenen Anteil positiver wie negativer Einschätzungen dar. Der Anteil Optimisten und Pessimisten wird jeweils über Spannweiten kenntlich gemacht.

 
   
GULP Stimmungsbarometer
GULP Stimmungsbarometer
Anteil positiver
Einschätzungen
Anteil negativer
Einschätzungen
 
   

Der Jahresverlauf der freiberuflichen IT-Stimmungslage erinnert an das bayerische Voralpenland: Sanfte Hügel ohne Steilhänge, aber auch ohne größere Plateaus. Was heißt: Plus, Minus, Null – die Stimmung bewegte sich 2004 ohne Ausnahme in positiven Regionen. In einer chronologischen Betrachtung ist ferner festzustellen, dass der außerordentliche Optimismus zu Jahresbeginn (plus 50 im Februar) schon bald einer etwas nüchterneren Grundeinstellung (plus 23 im April) gewichen war, die sich im Spätsommer (plus 37 im September) wieder langsam aufhellte und schließlich nach einem Einbruch im November (plus 19) einen versöhnlichen Abschluss (plus 30 im Dezember) fand.

Aber wer bestimmt entscheidend den Wert des GULP Stimmungsbarometers? Bei der Antwort auf diese Frage hilft ein Blick auf die detaillierten Verteilungen:

 
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
positive Einschätzungen
61
69
59
49
54
56
54
55
53
48
46
54
negative Einschätzungen
19
19
23
26
26
24
26
20
16
22
27
24
neutrale Einschätzungen
20
12
18
25
20
20
20
25
31
30
27
22
GULP Stimmungsbarometer
42
50
36
23
28
32
28
35
37
26
19
30

Die Optimisten starteten sehr stark ins Jahr und verzeichneten bereits in der Februar-Einschätzung mit 69 Prozent ihren Jahresrekord. Im Gegensatz dazu konnten sich nur 46 Prozent dazu entscheiden, dem IT-Projektmarkt im November etwas Positives abzugewinnen. Zwischen diesen "Extremen" beträgt folglich die Spannbreite über das Jahr hinweg 23 Prozentpunkte.

Die Pessimisten unter den IT-Freiberuflern haben am meisten Anhänger, wenn es um den November geht (27 Prozent). Dieses Spätherbst-Hoch ist allerdings die Ausnahme, denn ansonsten häuften sich die negativen Einschätzungen für die Entwicklung des IT-Projektmarktes im Frühling (26 Prozent im April) bis Frühsommer (26 Prozent im Juli). Die wenigsten Skeptiker (16 Prozent) wollten dem September ihre Stimme geben – was wiederum im Jahresbogen eine Spannbreite von 11 Prozentpunkten ergibt.

Die Neutralen waren dann am stärksten, als die Pessimisten ihre schwächste Zeit hatten: Für den September gaben 31 Prozent der IT-Freiberufler an, dass die Entwicklung im IT-Projektmarkt wohl stagnieren werde. Demgegenüber steht der Februar, für den nur 12 Prozent Neutrale zu finden waren. In zwölf Monaten wurden in der Konsequenz also Schwankungen von 19 Prozentpunkten verzeichnet.

 

 

Fazit
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Ergebnisse und Folgerungen aus der Detailbetrachtung:

Hinsichtlich Einschätzung sind Frühsommer und Spätherbst die Zeiträume, in denen Freiberufler vergleichsweise wenig positive Impulse im IT-Projektmarkt erwarten. Übrigens: Dies sagt auch der GULP IT-Projektmarktindex.
Es sind vor allem die Optimisten, die 2004 die Gesamtstimmung im IT-Projektmarkt diktieren – sowie vornehmlich für die Schwankungen verantwortlich zeichnen, dies allerdings mit unterschiedlicher Unterstützung: Von den Pessimisten für das Tief im November, von den Neutralen für das Hoch im Februar.
 

 

 

Kommentare zu diesem Artikel:

"Ganz netter Artikel, obwohl ich ein wenig Schwierigkeiten dabei habe für mich einen persönlichen Nutzen aus diesen Informationen zu ziehen. (Dezember 2004)"

"Guter Gesamtüberblick mit nachvollziehbaren Ergebnissen. (Dezember 2004)"

"eine sehr interessante Analyse, die meine Einschätzung untermauert, dass wir in Deutschland weniger Probleme mit dem Arbeitsmarkt haben, sondern weit mehr mit der schlechten Stimmung. Nur, woher kommt diese schlechte Stimmung? Liegt es daran, dass die Arbeitnehmer gerne verhonepipelt werden? Realistische Einschätzungen statt übertriebener Versprechungen würden zur Motivation der meisten beitragen. (Dezember 2004)"


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