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Von Zuversicht geprägt: Die Stimmung der IT-Freiberufler 2005

(März 2006)
Inhalt dieses Artikels:
Optimisten in der Überzahl | Blick nach vorn
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Das vergangene Jahr war erstmals seit langem wieder geprägt von stabilen und im Jahresverlauf sogar steigenden Stundensätzen sowie einer anziehender Nachfrage nach externen IT-Spezialisten. Doch spiegelten sich diese positiven Entwicklungen auch in der Grundstimmung der Freiberufler wider? Ein Indikator, mit dem dies gemessen werden kann, ist das GULP Stimmungsbarometer , bei dem IT-Freiberufler jeden Monat aufs Neue ihre Einschätzung abgeben, wie sich der IT-Projektmarkt im Folgemonat entwickeln wird. Mittels der drei Antwortkategorien steigend, fallend und gleichbleibend geben sie ihre Prognose ab. Die Gesamtstimmung der IT-Freiberufler im Jahr 2004 war "vorwiegend heiter".

 

Optimisten in der Überzahl
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Vorab: Das nachfolgende Diagramm zeigt die Einschätzung der Teilnehmer am GULP Stimmungsbarometer. Ein Index-Wert von 0 stellte einen ausgeglichenen Anteil positiver wie negativer Einschätzung dar. Der Anteil der Optimisten und Pessimisten wird jeweils über Spannweiten kenntlich gemacht.

GULP Stimmungsbarometer 2005
GULP Stimmungsbarometer
Anteil positiver Einschätzungen
Anteil negativer Einschätzungen

Die zuversichtliche Grundstimmung aus dem Vorjahr setzte sich weiter fort, denn auch im Jahr 2005 waren die Optimisten in der Überzahl. Dennoch gingen auch an ihnen bestimmte Ereignisse nicht spurlos vorüber, wie vor allem das kurzzeitige Tief im Juni beweist. Zu Jahresbeginn und –ende fielen die Bewertungen der IT-Freiberufler ebenfalls etwas verhaltener aus. Alles in allem herrschte aber die meiste Zeit des Jahres über "gute Laune", die auch in den ersten beiden Monaten 2006 weiter andauert. Dass aber nicht alle Freiberufler zu den Frohnaturen zählten, zeigt die detaillierte Verteilung der Einschätzungen:


 
Jan.
Feb.
Mrz.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sept.
Okt.
Nov.
Dez.
positive Einschätzungen in %
58
66
67
56
46
40
53
59
63
64
53
51
neutrale Einschätzungen in %
18
16
15
22
33
24
22
23
24
21
28
28
negative Einschätzungen in %
24
18
19
22
22
36
25
18
13
15
19
21
GULP Stimmungsbarometer
34
48
48
34
24
4
28
41
50
49
34
30

Obwohl die Optimisten im gesamten Jahresverlauf deutlich in der Mehrzahl waren, dämpften die im ersten Halbjahr noch etwas häufiger vertretenen Bedenkenträger den Gesamtindex des GULP Stimmungsbarometers: Dieser erzielte in den Monaten Januar bis Juni insgesamt 191 Punkte, während er im Zeitraum Juli bis Dezember auf 232 Punkte anstieg. In der zweiten Jahreshälfte zeichnete sich jedoch immer mehr eine Verschiebung zugunsten der neutralen Einschätzungen ab, wie auch die nachfolgende Grafik veranschaulicht.

Anteil positiver, negativer und neutraler Bewertungen der IT-Freiberufler in % im Jahr 2005

Dank dieser Entwicklung konnten sich die Idealisten wieder stärker gegenüber den Pessimisten durchsetzen. Im Monat Juni dagegen stieg der Anteil der Pessimisten um 64 % rapide an: mehr als ein Drittel der Freiberufler sah die Entwicklung des Projektmarktes auf abfallendem Niveau. Dieser Stimmungswechsel dürfte jedoch weniger Ausdruck eines beginnenden Sommerlochs gewesen sein, sondern vielmehr eine Reaktion auf den Rückgang der Projektanfragen im Mai, wie der IT-Projektmarktindex dokumentiert:

GULP IT-Projektmarktindex 2005: Projektanfragen pro Monat

Die Erholung des Projektmarktindex im Juni rief aber recht schnell wieder die Optimisten auf den Plan, so dass der Gesamtindex im Juli von vier auf 28 Punkte stieg. Seitdem hielt sich der Anteil der zuversichtlich gestimmten Freiberufler stabil oberhalb der 50 %-Marke.

 

 

Blick nach vorn
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Alles in allem haben sich die guten Entwicklungen im IT-Projektmarkt auf die Gemütslage der Freiberufler übertragen. Mehr noch als im Vorjahr sahen sie 2005 den Markt im Aufwind, denn der Gesamtindex des Stimmungsbarometers stieg von 386 Punkten (2004) auf 423 Punkte (2005). Der Blick freiberuflicher IT-Spezialisten ist also deutlich nach vorn gerichtet. Dennoch sind Phasen der Unsicherheit erkennbar, so dass sich die optimistische Grundhaltung noch nicht ganz nachhaltig durchgesetzt hat. Dies ist aber durchaus nachvollziehbar, da ein grundlegender Stimmungswechsel, gerade nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten, ein langwieriger Prozess ist. Doch die Richtung zu Jahresbeginn 2006 stimmt, denn die Stimmungskurve steigt weiter nach oben.

 

 



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