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| Vorbereitet sein für
die Zukunft des IT-Projektmarktes
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(Juni 2004)
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Inhalt dieses Artikels:
Beschaffung von externen IT-Dienstleistungen:
Paradigmen | Umbrella Companies
– ein Phänomen geht um | Der
Blick nach Frankreich | Der
Blick nach England | Der
deutsche Projektmarkt heute | Wenn
"Umbrella" mit "Direkt" übersetzt werden
kann | Dynamik, die nicht zu stoppen
ist |
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| Eine Frage, die sich alle Beteiligten immer wieder
stellen bzw. stellen sollten: Wohin entwickelt sich der IT-Projektmarkt?
Die definitive Antwort für die Zukunft besitzt auch GULP nicht,
eine nähere Betrachtung von Situation und Entwicklungen –
auch jenseits des Tellerrandes – ergibt allerdings Einsichten
in Wahrscheinlichkeiten sowie in Möglichkeiten, sich darauf
vorzubereiten.
Ob Softwarehaus, Endkunde, Agentur oder IT-Freiberufler –
nur, wer beizeiten aktiv und vorausschauend auf Veränderungen
im IT-Projektmarkt reagieren kann, wird dauerhaft auch erfolgreich
sein. Die Beschaffung von externen IT-Dienstleistungen ist keineswegs
ein in Beton gegossenes Verfahren, sondern unterliegt nicht zuletzt
den Gesetzen des Marktes, die sich schnell wandeln können.
Nur ein Beispiel: Gestern noch suchte man in Deutschland händeringend
IT-Spezialisten und griff zur Green Card-Lösung, heute müssen
auch hochqualifizierte Experten auf ein Projekt warten und sind
wenig erfreut über zusätzliche Konkurrenz.
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| Beschaffung
von externen IT-Dienstleistungen: Paradigmen |
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| Für ein IT-Projekt wird ein externer
Spezialist gesucht. Seine fachlichen Qualifikationen müssen
ebenso passen wie seine persönlichen Fähigkeiten, sein
Stundensatz hat für den Projektanbieter "in Ordnung"
zu sein – und es sollte kein Problem darstellen, so schnell
wie möglich am gewünschten Ort die Arbeit aufzunehmen:
Das Können, der Preis, die Flexibilität und schließlich
noch die persönlichen Kontakte sind die wichtigsten Koordinaten
im Profilraster des IT-Freiberuflers.
Projekt und IT-Freiberufler müssen
aber auch zusammenfinden – und dafür gibt es
zwei "klassische" Wege: |
| 1. |
Der Freiberufler gelangt unkompliziert und ganz
direkt ins Projekt, meist durch einen
persönlichen Kontakt zu einem Projektleiter beim Kunden. |
| 2. |
Eine Agentur übernimmt die Suche und/oder Vermittlung
und bietet meistens ein Portfolio
an Dienstleistungen dazu. |
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| Umbrella Companies
– ein Phänomen geht um |
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| Die Anforderungen sind klar, die Wege
auch. So ist es und so wird es bleiben – und genau das ist
ein Irrtum. Auch wenn Traditionalisten den IT-Projektmarkt gerne
statisch sehen würden, zeichnet sich dieser gerade durch seine
Dynamik aus. Und er hat sich schon immer als ein Markt definiert,
der vor Grenzen nicht halt macht.
Gerade die Beschaffung externer IT-Dienstleistungen in Deutschland
(2002: 45.000 Freiberufler. Quelle: Eurostat-Report) wurde und wird
geprägt von Agenturen, die ihren Stammsitz in Großbritannien
haben und von dort aus erfolgreiche Strukturen auf den Kontinent
brachten. Die Richtung von West nach Ost war vorgegeben, denn auf
der Insel hat nicht nur der Fußball, sondern auch die externe
IT-Beratung (2002: ca. 100.000 Freiberufler. Quelle: Eurostat-Report)
eine längere Tradition als in Deutschland.
Freiberuflichkeit statt Festanstellung in der IT-Branche. Auch
in Frankreich hat das Modell externer IT-Dienstleistungen bereits
eine aussagekräftige und sehr spezifische Vergangenheit (2002:
ca. 20.000 Freiberufler. Quelle: Eurostat-Report) – und auch
hier lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen. Was kann man lernen?
Welche Entwicklungen sind hier Gegenwart, die in Deutschland noch
Zukunft sind?
Und was hat es schließlich mit diesen Umbrella Companies
auf sich, die sich in den beiden Ländern längst etabliert
haben? Unternehmen, die wie "Regenschirme" agieren –
was genau ist das und welche Vorteile bringen sie?
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| Der Blick nach
Frankreich |
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| Die Umbrella Company frankophiler Ausprägung,
Sociétés de Portage genannt: Als IT-Freiberufler in
Frankreich kommt man meist nicht umhin, nach französischem
Recht ein Unternehmen zu gründen, denn nur die wenigsten schaffen
es, die sehr eingehende Prüfung auf Scheinselbstständigkeit
zu bestehen und als echter Freiberufler anerkannt zu werden. Oder,
um es politisch zu sagen: Das staatliche Grundprinzip der Solidarität
erschwert der scheinbar egoistisch motivierten Freiberuflichkeit
das berufliche Leben.
Eigens also ein Unternehmen gründen – das bedeutet reichlich
Aufwand, den man seit 1998 umgehen kann, indem man die Dienste einer
Société de Portage nutzt.
| Die wesentlichen Grund-Merkmale dieser
Alternative: |
| 1. |
Der IT-Freiberufler schließt mit der Société
de Portage einen Arbeitsvertrag ab, der so lange wie das Projekt
Gültigkeit besitzt. |
| 2. |
Auf der Basis des Verhandlungsergebnisses zwischen IT-Freiberufler
und Projektanbieter schließt die Société
de Portage einen Leistungsvertrag mit dem Kunden ab, was in
der Konsequenz bedeutet: |
| 3. |
Die Société de Portage stellt die Leistung
beim Kunden in Rechnung und bezahlt davon für den Freiberufler
dessen Sozialabgaben, die wie beim Festangestellten 45 Prozent
betragen können. |
| 4. |
Nach Abzug der so genannten Betriebskosten, die in der Regel
mindestens 10 Prozent der fakturierten Stundensätze betragen,
bekommt der IT-Freiberufler den Rest. |
| 5. |
Das Besondere an diesem Modell: Der IT-Freiberufler muss
seinen Sozialbeitrag leisten und hat im Gegenzug auch Anspruch
auf Sozialleistungen – analog dem festangestellten Arbeitnehmer
in Deutschland. |
Ergo: Im Kern ähnelt der IT-Freiberufler in Frankreich dem
IT-Festangestellten in Deutschland, der als Leiharbeitnehmer oft
seine Arbeitsstelle wechselt. Der Wunsch nach Freiberuflichkeit
einerseits und die restriktiven sozial bedingten Vorgaben des Staates
andererseits – in der Aufhebung dieses Spannungsfeldes finden
die Sociétés de Portage in Frankreich ihr Tätigkeitsfeld. |
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| Der Blick nach
England |
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| Die Umbrella Company anglikanischer
Ausprägung: Geschäftsstrukturen sind oft ohne den Backgrund
eines Landes und seine Kultur nicht zu verstehen. Gerade bei der
historischen Betrachtung einer Umbrella Company hilft es deshalb,
im Hinterkopf die britische Institution eines Clubs zu behalten:
Ein Ort, der als zweite Heimat den gewünschten Komfort bietet
– ohne zu viele Verpflichtungen zu bedeuten.
1985 war das Geburtsjahr britischer Umbrella Companies, die anfangs
sich darauf beschränkten, für freiberufliche IT-Experten
das Rechnungsmanagement zu übernehmen. Nicht selten standen
hinter den Umbrella Companies Steuerberatungskanzleien, die diesen
Service vor allem als besonders wirksames Marketinginstrument sahen
und deshalb sehr günstig anboten bzw. immer noch anbieten.
Der Service setzte sich durch, neben den Umbrella Companies mit
sehr rudimentären Angebot (die nach wie vor das Gros ausmachen)
bildeten sich zudem solche, die zusätzliche Serviceleistungen
anboten – von vergünstigten Fortbildungen über die
Nutzung von Netzwerken bis hin zur billigeren Lebensversicherung.
Der britische Faible für Clubs trug sicher auch dazu bei, dass
schon bald einige Umbrella Companies zur zweiten Heimat mancher
IT-Freiberufler wurden.
Überhaupt hatte die Selbstständigkeit auf den britischen
Inseln einen sehr großen Reiz, denn die steuerlichen Vorteile
waren enorm – und insgesamt weit attraktiver als die einer
Festanstellung. Die Folge: Auch Arbeitgeber hatten keine Hemmungen
mehr, festangestellte Mitarbeiter an einem Tag zu entlassen und
am nächsten wieder als Freiberufler zu verpflichten. Widerstand
gab es selten.
Im Jahre 2000 schob der englische Gesetzgeber dieser Entwicklung
einen Riegel vor und verabschiedete das Steuergesetz IR35, das die
Arbeit in einem IT-Projekt bereits nach kurzer Zeit als "arbeitnehmerähnliche
Tätigkeit" definiert und damit die Abschreibungsmöglichkeiten
des IT-Freiberuflers nahezu vollständig streicht. Die steuerlichen
Vorteile sind somit nicht mehr vorhanden – und die geübte
Praxis "vom Festangestellten zum Freiberufler bei der gleichen
Firma" weit schwieriger.
Was tun? Ein Unternehmen (LTD) gründen und damit den steuerlichen
Belastungen des IR35 entgehen ist die eine Alternative, die gerne
wahrgenommen wurde und wird. Die andere ist die Nutzung der Umbrella-Dienste:
Wenn hierüber die Vertrags- und Rechnungsabwicklung läuft,
dann ist dies laut englischem Gesetz "business to business"
und damit ebenfalls steuerlich weit interessanter.
Ergo profitieren in England die Umbrella Companies der Gegenwart
von drei Rahmenbedingungen: Den Beschränkungen des IR35, die
das "einfache" Freiberuflerleben wenig lukrativ machen;
zweitens dem mit dem Betrieb einer eigenen LTD verbundenen Aufwand;
und drittens den steuerlichen Nachteilen bei einer Festanstellung,
der beinahe jede Form der Selbstständigkeit vorzuziehen ist.
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| Der deutsche
IT-Projektmarkt heute |
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| Zurück in Deutschland: Nach Jahren
der Krise ist der IT-Projektmarkt seit einigen Monaten dabei, sich
langsam wieder zu erholen. Der Zahl der Projektanfragen, die monatlich
über GULP abgewickelt werden, nimmt
kontinuierlich zu, ferner gewinnt der Markt durch die zunehmende
Verteilung auf mehrere
Branchen an Stabilität. Es gibt wieder mehr Projekte –
auch wenn dazu eine Voraussetzung ist, dass die IT-Freiberufler
in ihrer Mehrheit Abstriche bei den Stundensatzforderungen machen
müssen.
In immer noch schwierigen Zeiten sind die Kosten ein zentrales
Kriterium, das über ein IT-Projekt entscheiden kann. Folgerichtig
ist deshalb in vielen Unternehmen die Entscheidungsgewalt von der
Projektleitung zur Einkaufsabteilung gewandert, welche die möglichen
Einsparungspotenziale sucht und ausnutzt.
Eine Strategie des Einkaufs liegt darin, die zuweilen große
Zahl der Agenturen, über die IT-Freiberufler rekrutiert werden,
auf wenige Lieferanten (so genannte prefered supplier) zu reduzieren.
Die Absicht dabei: Weniger Lieferanten bedeutet weniger Verwaltungsaufwand
(Verträge, Rechnungen usw.) bedeutet geringere Kosten. In der
Folge verteilt sich der IT-Projektmarkt zunehmend auf wenige große
Lieferanten – kleine Dienstleister und IT-Freiberufler, die
früher selbst Projekte akquiriert haben, sind damit fast ohne
Chancen, den direkten Weg zu gehen.
In diesem Umfeld sind zunehmend die IT-Freiberufler fast ausschließlich
auf die Vermittlungsagenturen angewiesen (durchschnittlich rund
80 Prozent), auch wenn sie ganz gerne noch die "direkte
Option" hätten.
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| Wenn "Umbrella"
mit "Direkt" übersetzt werden kann |
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| Umbrella Companies haben sowohl in
Großbritannien als auch in Frankreich Tradition und begründen
ihre Existenz im Kern vor allem auf rechtlichen Vorgaben und Gegebenheiten.
Anders in Deutschland: Hier nimmt der Gesetzgeber "noch"
vergleichsweise wenig Einfluss auf die Beschaffung externer IT-Dienstleistungen
– von Fragen u. a. zu Freiberuflerstatus, Scheinselbstständigkeit
und Gewerbesteuer einmal abgesehen. Es sind deshalb zuallererst
ökonomische Einflüsse, Anforderungen und Entwicklungen,
welche Richtung und Schlagzahl des IT-Projektmarktes vorgeben.
Jeder Übersetzer weiß, dass Texte auf dem Transport
in ein anderes Land und in eine andere Sprache die veränderten
Bedingungen und Eigenarten berücksichtigen muss. Das gilt auch
für Geschäftsmodelle und -strategien, das gilt auch für
das Umbrella-Modell.
GULP hat deshalb nicht einfach nur kopiert, sondern bietet seit
kurzem mit GULP Direkt
einen Dienst, der die Grundidee einer Umbrella Company mit den Erfordernissen
des deutschen Marktes überlegt verbindet. Wenn Betreuung und
sonstige Dienstleistungen einer Agentur nicht vonnöten sind,
sich aber die Gelegenheit für den direkten Weg ins Projekt
grundsätzlich ergeben würde – dann übernimmt
GULP mit GULP Direkt für den Auftraggeber das notwendige Vertrags-
und Rechnungsmanagement für bei ihm beschäftigte Freiberufler.
Damit wird dem auftraggebenden Unternehmen von GULP die nötige
Transparenz und Rechtssicherheit bei den Verträgen garantiert,
ebenso wie eine professionelle Fakturierung der vom Freiberufler
geleisteten Stunden. Und: GULP Direkt bietet dem Freiberufler schon
in der Akquise ein entscheidendes Argument dafür, dass sich
hier nicht nur ein versierter IT-Experte um ein Projekt bewirbt,
sondern ein professioneller Unternehmer mit einem starken Partner.
GULP Direkt verbindet die wichtigsten Vorteile der direkten Zusammenarbeit
mit denen der Abwicklung über einen großen Lieferanten.
Es wird den wirtschaftlich bedingten Vorgaben der Unternehmen gerecht
und stößt die Tür für den Freiberufler zum
großen Auftraggeber wieder auf.
Oder kurz und prägnant: GULP Direkt hilft allen Beteiligten,
wenn nur das Vertrags- und Rechnungsmanagement abgewickelt werden
soll.
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| Dynamik,
die nicht zu stoppen ist |
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| Für manche Idee ist die Zeit einfach
reif. So auch in Deutschland für GULP Direkt, das punktgenau
die Marktbedürfnisse trifft und ohne lange Anlaufzeit mehr
und mehr IT-Freiberufler überzeugt. Schon kurz nach dem Start
managt GULP die Verträge und Rechnungen von über 100 selbstständigen
IT-Spezialisten – und gerade die durchweg positive Resonanz
von Seiten der Unternehmen fördert den stetig wachsenden Zuspruch,
den der neue GULP Dienst genießt.
Eine wahrscheinliche Zukunft des IT-Projektmarktes: Unterschiedliche
Anforderungen von mehreren Beteiligten treffen aufeinander, jedes
IT-Projekt besitzt eigene Bedingungen – es ist kaum noch Platz
für starre Strukturen, wie sie die Beschaffung von externen
IT-Dienstleistungen in Deutschland jahrelang kennzeichneten.
Für jede Nachfrage das passende Angebot. Das heißt nichts
anderes, dass das Umbrella-Modell in "deutscher Direkt-Ausprägung"
für viele Projektbesetzungen künftig ein neuer Weg sein
wird – daneben aber die Agenturen ihre Berechtigung behaupten
werden, indem sie ihre Services auf hohem Niveau entweder manifestieren
oder gar ausbauen.
Mittel- und langfristig bietet diese Neuordnung im IT-Projektmarkt
für den selbstständigen Spezialisten vor allem eines:
Ein höheres Maß an Unabhängigkeit bei der Projektakquise
und letztlich auch aufgrund der Möglichkeit verschiedener Wege
auch höhere Chancen auf ein IT-Projekt.
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