Wird es wieder besser oder noch schlechter? Nachdem
die GULP Stundensatzauswertung
im August 2004 mit 64 Euro einen neuen Tiefpunkt in der Entwicklung
der Honorarforderungen markiert hatte, fragte GULP bei den IT-Freiberuflern
nach deren Einschätzung der weiteren Entwicklung nach. .
815 Teilnehmer verzeichnete die Umfrage, die damit kaum überraschend
bestätigt: Ein besonderes Interesse im IT-Projektmarkt gehört
den Stundensätzen!
Im Ranking der Stundensätze gehören
Sie zu
den Spitzenverdienern. 27%
den Durchschnittlichen. 48%
den Abgeschlagenen. 25%
Bei den Antworten spielt natürlich auch die subjektive Einschätzung
der eigenen Situation eine wesentliche Rolle. Wo die einen sich bereits
als Spitzenverdiener empfinden, sehen sich die anderen als abgeschlagen.
Ungeachtet dessen: Über ein Viertel der Teilnehmer an der Umfrage
zählt sich zu den Spitzenverdienern und belegt die These, dass
bestimmte Qualifikationen nach wie vor sehr gut bezahlt werden.
Die "Spitzenverdiener" wiederum haben ihr Pendant auch
anteilsmäßig in den "Abgeschlagenen" –
zusammen mit knapp 50 Prozent "Durchschnittlichen" gibt
die Verteilung der Selbsteinschätzungen ein sehr ausgewogenes
Bild. Das wird sicher auch manchen Marktexperten überraschen,
der die Honorarverhältnisse im IT-Projektmarkt viel düsterer
eingestuft hätte.
Glauben Sie, die Stundensätze 2004 werden
generell
wieder deutlich steigen. 5%
sich etwas heben. 32%
stagnieren. 41%
leicht sinken. 13%
weiter fallen. 9%
Die Einschätzung der Freiberufler hinsichtlich der generellen
Entwicklung entspricht nahezu einem Ergebnis der jüngsten Umfrage
an die Projektanbieter, die ebenfalls ein Ende
der Honorar-Talsohle konstatierten. Unverkennbar also:
-
IT-Freiberufler und Projektanbieter sind sich mit ihrer jeweiligen
Mehrheit einig, dass die Stundensätze nicht weiter sinken werden.
-
Das fast einhellige Votum bekräftigt glaubwürdig, dass
die Überwindung der Krise im IT-Projektmarkt unaufhaltsam fortschreitet.
Das hat Folgen für die Stundensätze, die sich – wenn
auch langsam – wieder erholen werden.
Und wie wird sich Ihr Stundensatz entwickeln?
Ich werde ihn anheben. 31%
Er bleibt wie er ist. 59%
Ich werde ihn senken. 10%
Von der allgemeinen Einschätzung zum persönlichen Vorhaben:
Knapp ein Drittel der IT-Freiberufler wird künftig wieder ein
höheres Honorar verlangen – und gibt mit diesem Votum
ein deutliches Signal: "Vom Aufschwung des IT-Projektmarktes
wollen auch wir profitieren." Kann es im Gegenzug ein besseres
Indiz geben für den Aufschwung als das wieder steigende Selbstbewusstsein
der IT-Freiberufler?
Weitere 59 Prozent wollen erst einmal abwarten und NUR jeder zehnte
IT-Freiberufler glaubt, dass er allein über eine (weitere)
Reduzierung des Honorars wettbewerbsfähig bleibt.
Kommentare zu diesem Artikel:
"Sehr anschaulich und informativ. (März 2007)"
"Dieser Artikel ist mir mich persönlich sehr spannend, da er belegt, dass die derzeit niedrigen Stundensätze "hausgemacht" sind. Kein Freiberufler, der selbst für seine Aus- und Weiterbildung, Krankenversicherung, Alterseinkünfte und die Zeiten ohne Auftrag vorsorgen muß, kann mit 30 Euro pro Stunde realistisch auskommen. Damit wird allein die natürliche Auslese dafür sorgen, dass die Mindest-Stundensätze sich künftig an den 75% "Besserverdienenden orientieren müssen. (Januar 2005)"
"Mein Stundensatz hat sich in den letzten beiden Jahren um ca 25% nach unten bewegt, was auf den ersten Blick als ein herber Einschnitt verstanden werden kann. Nach vier Monaten Projektsuche konnte ich nun eine Laufzeit von zwei Jahren aushandeln. Der Stundensatz liegt dabei 10EUR/h unter dem Satz, den der GULP Stundensatzkalkulator angibt. Gemessen an den sonst in dieser Zeit ueberlicherweise anfallenden Ausfallzeiten ist der niedrigere Satz zu verkraften. Zum ersten Mal seit drei Jahren wieder einen laengeren Urlaub planen und abends im eigenen Bett schlafen zu koennen, ist auch etwas wert. Somit sehe ich mich doch wieder auf der Seite der gut Verdienenden.
(November 2004)"
"Nicht, dass wir den Freiberuflern nix zahlen wollen, aber unsere lieben Kunden - insbesondere in der Automotive Industrie - sind die totalen Preisdrücker und da bleibt nix anderes als auch den Freien weniger zu zahlen. Dieser Trend wird anhalten, u.U. sich sogar noch erheblich verstärken. Leider :( (Oktober 2004)"
"Die Ergebnisse dieses Artikels spiegeln meine persönliche Einschätzung wider (Oktober 2004)"
"Leider ohne Aussagewert:
Befragt wurde die falsche Zielgruppe: Wir als Freiberufler können unsere Erwartungen wiederspiegeln - die Tendenz geht doch aber von den Firmen und Vermittlern - und natürlich dem Markt (Angebot und Nachfrage) aus. (Oktober 2004)"
"Artikel sehr gut aufgebaut; gibt guten Einblick in die subjektive Einschätzung der Lage; für mich persönlich sehr informativ! (Oktober 2004)"
"Der Honorarsatz selbst ist nicht alles, er muß eingebettet in die sonstigen Vertragsbedingungen gesehen werden. Persönliches Beispiel: Mein Honorar ist abgestürzt von 100 auf 74 Euro, dafür habe ich eine Vertragslaufzeit von zweieinhalb Jahren 'eingetauscht'. Insofern würde ich mich weiterhin zu den 'gut Verdienenden' zählen.
(Oktober 2004)"
"Danke für diese Informationen (Oktober 2004)"
"Interessant, gibt aber überwiegend nur weiche Fakten wieder.
Wirklich interessant wäre für mich die Frage nach den tatsächlich erreichten Honoraren. Konkret. Haben diejenigen, die in 2004 (oder zweite Hälfte 2004) ein neues Projekt begonnen haben ein höheres, niedrigeres oder gleichhohes Honorar verglichen zum Vorgängerprojekt heraushandeln können? (Oktober 2004)"
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