| IT-Branche gleich Boom-Branche? Nach den
Einbrüchen am Neuen Markt und zurückgeschraubten Wachstumserwartungen
macht sich Katerstimmung breit. Befragt nach den Auswirkungen dieser
Entwicklung für projektsuchende IT-Freiberufler, gibt die Mehrheit
der Umfrage-Teilnehmer optimistische Antworten und sieht den Dingen
gelassen entgegen: Zehn Prozent berichten von derzeit noch besseren
Chancen, für IT-Freiberufler Projekte zu akquirieren.
Für weitere 34 Prozent hat sich an der Marktlage nichts geändert,
sie schätzen die Chancen gleich gut ein. "Ich habe nicht
den Eindruck, dass der Markt kippt - zumindest nicht hier in Frankfurt.
Obwohl ich in der letzten Zeit keine aktive Akquise betrieben habe,
bekomme ich fast wöchentlich Projektangebote", bestätigt
ein Diskussionsteilnehmer aus dem GULP-Forum.
40 Prozent der Teilnehmer räumen zwar ein, dass die Projektakquise
aktuell schwierig ist, dennoch übt sich der Projektmarkt in
Zurückhaltung. So auch die Meinungen aus der Praxis: "Zur
Zeit halten sich die Vermittler etwas zurück. [...] Ich denke,
die Investitionen werden aufgrund der dot.com-Pleiten etwas zurückgefahren
[...] ich denke mir aber, dass sich die Lage bald wieder bessern
wird", meint ein Diskussionsteilnehmer im GULP-Forum.
Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die "angestauten"
Projekte müssen abgearbeitet werden und die Lage wird sich
für IT-Freiberufler in Kürze wieder entspannen.
Immerhin 16 Prozent der Teilnehmer sind ganz anderer Meinung.
Sie sehen auch im IT-Projektmarkt dunkle Wolken aufziehen. Doch
Hand auf's Herz, die hochqualifizierten IT-Freiberufler haben auch
dann noch gute Karten in der Hand. Das ist auch die Meinung der
Praxis: "Wir sind nicht auf die aktuellen Kunden des "Arbeitgebers"
beschränkt", so ein Teilnehmer im GULP-Forum,
"sondern können bei oder über verschiedene Firmen
arbeiten, sind i.d.R. geografisch flexibler und schneller verfügbar".
Und als Option ist dann immer noch ein Wechsel in die Festanstellung
möglich.
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