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Umfrage-Ergebnis

Kippt der Markt?

(Juli 2001)
 

Die Branche schwächelt. Wachstumserwartungen werden zurückgeschraubt und die Medien zeichnen ein Szenario, in dem eine Entlassungswelle die nächste jagt. Bleibt der IT-Projektmarkt von dieser Entwicklung verschont oder weht jetzt auch für IT-Freiberufler ein rauherer Wind?

Zwischen dem 15. Juni und 16. Juli stellten wir den Nutzern des GULP-o-meters die Frage, welche Auswirkungen die Zurückhaltung am IT-Markt für projektsuchende IT-Freiberufler mit sich bringt.
308 Befragte urteilten wie folgt:

 

Wie schätzen Sie die Auswirkungen für IT-Freiberufler ein, die derzeit ein neues Projekt suchen?

 
Die Chancen sind jetzt noch besser. 10%  

Es hat sich nichts geändert, die Chancen sind gleich gut.
34%
 

Momentan ist es schwierig, aber bald wird es wieder besser.
40%
 
Jetzt geht es wohl bergab. 16%  
   
IT-Branche gleich Boom-Branche? Nach den Einbrüchen am Neuen Markt und zurückgeschraubten Wachstumserwartungen macht sich Katerstimmung breit. Befragt nach den Auswirkungen dieser Entwicklung für projektsuchende IT-Freiberufler, gibt die Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer optimistische Antworten und sieht den Dingen gelassen entgegen: Zehn Prozent berichten von derzeit noch besseren Chancen, für IT-Freiberufler Projekte zu akquirieren.

Für weitere 34 Prozent hat sich an der Marktlage nichts geändert, sie schätzen die Chancen gleich gut ein. "Ich habe nicht den Eindruck, dass der Markt kippt - zumindest nicht hier in Frankfurt. Obwohl ich in der letzten Zeit keine aktive Akquise betrieben habe, bekomme ich fast wöchentlich Projektangebote", bestätigt ein Diskussionsteilnehmer aus dem GULP-Forum.

40 Prozent der Teilnehmer räumen zwar ein, dass die Projektakquise aktuell schwierig ist, dennoch übt sich der Projektmarkt in Zurückhaltung. So auch die Meinungen aus der Praxis: "Zur Zeit halten sich die Vermittler etwas zurück. [...] Ich denke, die Investitionen werden aufgrund der dot.com-Pleiten etwas zurückgefahren [...] ich denke mir aber, dass sich die Lage bald wieder bessern wird", meint ein Diskussionsteilnehmer im GULP-Forum. Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die "angestauten" Projekte müssen abgearbeitet werden und die Lage wird sich für IT-Freiberufler in Kürze wieder entspannen.

Immerhin 16 Prozent der Teilnehmer sind ganz anderer Meinung. Sie sehen auch im IT-Projektmarkt dunkle Wolken aufziehen. Doch Hand auf's Herz, die hochqualifizierten IT-Freiberufler haben auch dann noch gute Karten in der Hand. Das ist auch die Meinung der Praxis: "Wir sind nicht auf die aktuellen Kunden des "Arbeitgebers" beschränkt", so ein Teilnehmer im GULP-Forum, "sondern können bei oder über verschiedene Firmen arbeiten, sind i.d.R. geografisch flexibler und schneller verfügbar". Und als Option ist dann immer noch ein Wechsel in die Festanstellung möglich.

 

 


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