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Umfrage-Ergebnis

Auslastung der IT-Freiberufler

(Juli 2003)

Der Markt bleibt angespannt. Ein großes Angebot bei gesunkener Nachfrage nach externen IT-Spezialisten macht es für Freiberufler schwer, neue Aufträge zu generieren. GULP wollte wissen, wie stark hauptberufliche IT-Freiberufler bisher in 2003 ausgelastet waren und auf welche Leerlaufzeiten sie sich im zweiten Halbjahr 2003 noch einstellen.

Zwischen dem 10.6. und dem 10.7.2003 gaben insgesamt 299 Nutzer des GULP-o-meters dazu Auskunft:

 

Zu wie viel Prozent waren Sie in den ersten beiden Quartalen 2003 durch IT-Projekte ausgelastet?
100% - 61% 60%
60% - 31% 14%
30% - 0% 26%
 
Und wie hoch schätzen Sie Ihre Auslastung im 3. und 4. Quartal 2003?
100% - 61% 53%
60% - 31% 28%
30% - 0% 19%

Unterstellt man, dass eine Auslastung von zwei Drittel eine gesunde Größe darstellt, um nicht in Arbeit zu ersticken und das letzte Drittel dann für Akquise-Maßnahmen und Profilpflege genutzt werden kann, erhält man folgendes Bild: 60 Prozent der Befragten waren in den ersten beiden Quartalen recht gut durch ihre Projektarbeit ausgelastet, ein Viertel der Teilnehmer (26 Prozent) konnte ihre Arbeitskraft hingegen nur sporadisch einbringen.

Für das laufende Halbjahr glauben nur noch 53 Prozent der Befragten an eine hohe Auslastung, aber auch der Anteil derer, die sich auf eine lange Durststrecke einstellen, ist gesunken: Nur noch 19 Prozent - also knapp jeder Fünfte - schätzt seine weitere Auslastung unter 30 Prozent ein.

Die Ergebnisse der Befragung im Einzelnen:
Auslastung Q1+Q2
Schätzung Q3+Q4
Auslastung Prozent
100-91%
45
90-81%
5
80-71%
6
70-61%
4
60-51%
2
50-41%
9
40-31%
3
30-21%
4
20-11%
6
10-0%
16
Auslastung Prozent
100-91%
30
90-81%
7
80-71%
11
70-61%
5
60-51%
8
50-41%
15
40-31%
5
30-21%
6
20-11%
4
10-0%
9

Im Einzelnen gaben 45 Prozent der Befragten zu Protokoll, dass sie in den ersten beiden Quartalen diesen Jahres vollständig (91-100 Prozent) ausgelastet gewesen sind. Und für das angelaufene zweite Halbjahr glaubt knapp ein Drittel (30 Prozent) an eine Vollauslastung durch neue Aufträge.

Groß ist der Anteil der Befragten, deren Auslastung in den ersten beiden Quartalen unter 50 Prozent lag. Insgesamt gaben 38 Prozent der Teilnehmer an, nur zur Hälfte oder sogar weitaus weniger mit der Umsetzung von IT-Projekten ausgelastet gewesen zu sein. Für das 3. und 4. Quartal schätzen dies 39 Prozent der Befragten.

Der Unterschied liegt im Detail: Während 9 Prozent der Teilnehmer für das erste Halbjahr eine 50-41-prozentige Auslastung angaben, glauben 15 Prozent, dass diese Situation im zweiten Halbjahr auf sie zutreffen wird. Ein Anstieg um 6 Prozentpunkte.

Dagegen sank der Anteil derer, die praktisch alle Felle auf dem IT-Projektmarkt davon schwimmen sehen: 16 Prozent der Befragten haben sich in diesem Jahr noch in kein einziges IT-Projekt einbringen können. Doch für das zweite Halbjahr sieht es nach einer leichten Stimmungsbesserung aus: "Nur" noch 9 Prozent sehen sich in diesem Zeitraum faktisch arbeitslos.

Damit haben sich im Vergleich zur Vorjahres-Umfrage zwar die Leerlaufzeiten erhöht, aber auch der Optimismus auf eine baldige Besserung der Marktsituation hat sich gesteigert.

 

Kommentare zu diesem Artikel:

"Schließe mich an: Aufteilung nach IT-Fachgebieten nützlich! Ebenso auch bei den Stundensätzen! (August 2003)"

"Danke an das GULP-Team für diese Statistik! Ich bin 51 Jahre und es würde mich die Auslastung nach Altersstruktur und IT-Projekterfahrungsjahre interessieren Viele Grüße Hans Sondermeier (GULP-Id 7066) (August 2003)"

"Es wäre interessant diese Analyse noch weiter nach IT Fachgebieten aufzugliedern. Gruß Peer Jones (August 2003)"


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