Kommentare zu diesem Artikel:
"Als Freiberufler bekommt man nur selten in der frühen Akquisitionsphase den Endkunden durch den Projektvermittler genannt. Die Projektbeschreibungen sind meistens auch nicht sonderlich detailliert. Somit fällt es mir als Freiberufler schwer, gleiche Projektanfragen von unterschiedlichen Projektvermittlern zu erkennen. Dementsprechend muss ich das Risiko eingehen, dass mein Profil zum gleichen Projekt von verschiedenen Projektvermittlern angeboten wird. Es wäre ein Widerspruch, wenn der Endkunde damit ein Problem hätte, denn er ist derjenige, der das Projekt bei verschiedenen Projektvermittlern bekannt gemacht hat. (Mai 2006)"
"Die Bemerkungen zum Mehrfachangebot sind nicht schlüssig. Als Freiberufler hat man sein Profil oft bei mehreren Vermittlern eingestellt und die senden dieses bei einem 'guten match' an den Endkunden. Wenn derselbe Freiberufler häufiger beim Endkunden ankommt, ist dies also ein Indiz für einen 'sehr guten match'. Wenn ein Endkunde den Freiberufler aus diesem Grund ablehnt, dann handelt er unlogisch. (Dezember 2005)"
"Der Kunde hat mit dem Vermittler einen Vertrag. Wenn er ein Profil aus mehreren Quellen bekommt, muss er belegen, dass er die Person schon kannte - das bedeutet Ärger und Zeitaufwand. Wenn es sich also nicht um eine seltene Schlüsselqualifikation handelt, wird ein mehrfach angebotener Freiberufler immer aus der Selektion herausfallen. (November 2005)"
"Ich lasse mein Profil auch mehrfach anbieten, Begründung: 1) Wenn der Endkunde seine Projekt-Ausschreibung an mehrere Vermittler verteilt, muss er auch damit rechnen, dass er den gleichen Freiberufler von mehreren Vermittlern geliefert bekommt! 2) Der Endkunde hat dabei die Moeglichkeit, sich fuer den Vermittler mit niedriger Marge zu entscheiden! 3) Der Endkunde weiss, dass der von Vermittler gelieferte angeliche 'eigene Mitarbeiter' in Wirklichkeit Freiberufler ist. Der Endkunde kann den Freiberufler theoretisch (fuer die Folgeprojekte) auch direkt buchen um die unnötige Ausgabe fuer den Vermittler zu sparen! (Oktober 2005)"
"Als Projektanbieter ist es nicht wichtig, dass doppelte Profile beim Kunden ankommen, sondern zu wissen, dass der freiberufliche Mitarbeiter die gleiche Projektanfrage erhalten hat. Im Normalfall wird bei gleichem Kunden das Profil nicht weitergeletet. Aus freiberuflicher Sicht ist es nicht gut, das Profil weiterzugeben, sofern sich die Anfragen ähneln und dies dem Anfragenden nicht mitzuteilen, bzw. nachzufragen. (September 2005)"
"Sehr wichtiges Thema! Meine Meinung dazu: ich habe absolutes Verständnis für Freiberufler und Vermittler, die eine faire und ehrliche Geschäftsbeziehung haben möchten und daher auf Mehrfachbewerbungen verzichten wollen. Aber, die Verführung für einen Freiberufler ist da und zwar aus folgendem Grund: Vermittler beweisen oft sehr unterschiedlich gutes Geschick bei der Vermittlung bzw. haben sehr unterschiedlich guten Draht zum Kunden. So erscheint manchmal die Mehrfachbewerbung für den Freiberufler wie eine Art des Benchmarkings für seine Vermittler! (September 2005)"
"Ich habe vor kurzem auch vor dieser Frage gestanden, allerdings waren es zwei mir unbekannte Agenturen. In diesem Falle kam die erste zum Zuge, zumal mit dieser auch ein sehr nettes Telefongespräch stattgefunden hatte. Der persönliche Kontakt ist halt doch sehr wichtig. (September 2005)"
"Nach meiner Erfahrung ist es wenig hilfreich von verschiedenen Vermittlern mehrfach für ein Projekt angeboten zu werden: Der Dienstleister verkauft den Freelancer i.d.R. als 'eigenen' Mitarbeiter. Das heißt für den Kunden, er 'kauft' Wissen und Erfahrung ein, die ihm bei Bedarf auch nach Projektende noch zur Verfügung gestellt werden können. Wenn nun dieselbe Person von mehreren Unternehmen angeboten wird (im schlechtesten Fall auch noch mit unterschiedlich aktuellen Profilen), dann ist das für den Auftraggeber meistens suspekt und die Profile kommen, ungeachtet des Inhalts, nicht in die nähere Wahl. (August 2005)"
"Ich habe das auch schon erlebt, dass ich von zwei Vermittlern bei dem gleichen Kunden angeboten wurde. Leider habe ich das erst nicht bemerkt, aber beim Telefongespräch mit dem Kunden machte mich dieser darauf aufmerksam und entschied sich dann prompt, zu meinem Nachteil, für einen anderen Freiberufler. Seitdem schaue ich mir die Anfragen und Angebote sehr genau an!!! (August 2005)"
"Interessante Auswertung. Vielen Dank dafür. Dass sich aber immerhin 27% für den Weg des doppelten Vorschlagens entscheiden, überrascht mich ehrlich gesagt ein bisschen. Wir haben mehr als einmal die Erfahrung gemacht, dass die Projektverantwortlichen mehr als ungehalten darüber sind, einen Berater von mehreren Unternehmen vorgeschlagen zu bekommen. Mitunter wurden die Profile unabhängig von der Qualifikation sogar komplett verworfen. Und damit ist nun wirklich niemanden geholfen. Mein Tipp: Immer Ross und Reiter nennen lassen. (August 2005)"
"Ich gehöre zu den 27% die sich doppelt anbieten lassen. Folgende Begründung: Die Vermittler treffen selbst eine interne Auswahl an Profilen. Nun liegt es in der Hand eine Vorzimmerdame, ob Ihr meine Nase gefällt oder nicht, denn fachlich beurteilen können sie die Profile meist nicht. Bekomme ich ein Projekt nun mehrfach angeboten, habe ich auch die vielfache Chance duch den Auswahlprozess durchzukommen. Des Weiteren denke ich, da der Endkunde zu x verschiedenen Agenturen geht und von mehreren unabhängigen Agenturen den selben Mann angeboten bekommt, kann dieser nicht so schlecht sein. Außerdem hat der Kunde zusätzlich die Möglichkeit, den Vermittler auszuwählen der seine Marge am moderatesten gehalten hat. Mein Tipp für alle: Mehr Bewerbungen, mehr Erfolg. (August 2005)"
"Oftmals ist es bei den Vermittlern auch so, dass eine Projektanfrage vom selben Kunden, sich bei verschiedenen Vermittlern unterschiedlich anhört, so dass die Zuordnung des angebotenen Projektes wieder von diesem Kunden nicht immer eindeutig hergestellt werden kann. So kann es passieren, dass das Profil doppelt auf dem Tisch des Kunden landet, was sich negativ für den Freiberufler auswirkt. Hier kann der Kunde erkennen, dass es nicht ein Fehler des Freiberuflers sein kann, sondern in der Art und Weise, wie der Kunde sein Projekt anbietet. Er lastet die entstandenen Fehler lieber dem Freiberufler an, anstatt über sein Verhalten, eines sinnlosen Streuens des Projektangebotes an viele Agenturen, nachzudenken. (August 2005)"
"Sein Profil mehrfach anbieten zu lassen sollte im Grunde kein wirkliches Problem sein, es sei denn, man verstieße damit gegen bestehende Abmachungen bzw. bereits erfolgte mündliche Zusagen (was im Übrigen auch durchaus juristische Relevanz haben könnte). Ist dies nicht der Fall, so kann dies durchaus von Vorteil sein, da der Endkunde, der die Profile im Allgemeinen zur Vorauswahl zu sehen bekommt, einem Freiberufler, welcher die Kriterien mehrerer Vermittlungsagenturen erfüllt, durchaus mit einem gewissen Vertrauensvorschuss entgegentreten dürfte. Dass man an dieser Stelle gut daran tut, mit offenen Karten zu spielen, sollte sich von selbst verstehen - der Aussage 'man sieht sich zwei Mal' kann man in diesem Kontext nur zustimmen. Noch eine abschließende Bemerkung: m. E. sollte man von Vermittlern, die sich hier 'veräppelt' fühlen oder die nicht zu einem offenem Gespräch bzgl. Auftraggeber, Honorar & Einsatzort bereit sind, tunlichst die Finger lassen - es geht hier schließlich um - hoffentlich - allseits lukrative und zufriedenstellende Geschäftverbindungen und nicht um eine Selbsterfahrungstherapie. Wer würde z.B. ein Konto bei einer Bank eröffnen, die nicht bereit ist, vor der Unterschrift über Zinssätze, Gebühren und andere vertragsrelevante Fragen Auskunft zu erteilen und sich überdies noch 'veräppelt' fühlt, falls man durchblicken lässt, noch andere Angebote zu prüfen? (August 2005)"
"Einmal das gleiche Angebot für den Kunden ist genug. Ansonsten erinnert das an das aufdringliche Angebot von minderwertiger Ware. (August 2005)"
"Da ist wohl guter Rat immer teuer - nicht immer ist es schließlich zu erkennen, wenn die Projektanbieter sich nicht in die Karten schauen lassen wollen. Warum sollte ich also zwei ähnlich klingende Projektanfragen auf das gleiche Projekt/Endkunden beziehen? - Klarer Fall für mich: 'Liebe Agentur, bitte sage mir mehr, damit ich dir ja oder nein sagen kann.' (August 2005)"
"Das Problem ist ja auch, dass die Projekte ab und zu ziemlich schwammig beschrieben werden. Und in einer Region 'Hessen' zum Beispiel gibt es etliche potentielle Auftraggeber, die auch mal ähnliche Stellen (wie z.B. Netzwerk- oder Systemadmin) parallel besetzen können. Woher soll ich überhaupt wissen, ob es sich um den gleichen Kunden handelt? Und wenn man beim ersten Vermittler nach dem Kunden fragt, wollen die auch oft keine Namen nennen. Das Problem ist ja auch, daß man evtl. anders an die Stelle kommt. Entweder wird man von einem anderen Vermittler angeboten oder man könnte sich auch selbst bewerben. Das wollen die Vermittler ja auch vermeiden. Und wer will wissen, ob das ohne das Nennen des Kunden auch passiert wäre...? (August 2005)"
"Wirtschaftlich gesehen: Na der den besten Preis macht, erhält in erster Linie, den Zuschlag, dann der, den man am besten kennt. Logisch oder? Man muss ja sehen, wo man bleibt. Menschlich gesehen: Der, den man am besten kennt. Entscheiden sollte man mit Kopf und Herz. (August 2005)"