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Wenig überraschend sind die Einschätzungen, wo denn nun
die meisten IT-Projekte starten könnten. Ungarn und Tschechien
gelten gewissermaßen als die Musterknaben unter den osteuropäischen
Reformländern – hier haben bereits viele deutsche Firmen
Niederlassungen eröffnet. Die geographische Nähe zu Deutschland
sowie die Tatsache, dass hier ein großer Teil der Bevölkerung
auch Deutsch spricht, sind weitere Argumente, warum man hier die
schnellste Annäherung an die Standards westlicher Industrienationen
erwartet.
Ein zusätzlicher Anreiz für „wanderwillige“
IT-Freiberufler ist der Umstand, dass Ungarn wie Tschechien nicht
mehr zu den reinen Billiglohnländern gehören – ergo
deutsche IT-Freiberufler bei einem etwaigen Projekt nicht zu große
finanzielle Rückschritte befürchten.
Polen ist das dritte Beitrittsland, dem laut Umfrageergebnis ein
erwähnenswertes Potenzial für IT-Projekte zugetraut wird.
Glaubt man den Berichten der Wirtschaftsexperten in den Medien,
dann hängt hier unternehmerischer Erfolg auch daran, wie gut
die persönlichen Kontakte gerade innerhalb der „inoffiziellen“
Strukturen sind – was wiederum die Zurückhaltung vieler
grundsätzlich interessierter Firmen fördert.
Drei Länder mit Potenzial – und dann lange nichts mehr.
Das Votum hinsichtlich Attraktivität der Beitrittsländer
für den IT-Projektmarkt beschränkt sich weitgehend auf
die Trias Ungarn, Tschechien und Polen. Nur Slowenien und Slowakei
werden als Nationen mit IT-Motorenfunktion noch in Ansätzen
ernst genommen, alle anderen sehen die Teilnehmer an der Umfrage
zumindest im Moment noch als wenig interessant an.
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