| Umfrage-Ergebnis:
Honorare– Die Meinung der Projektanbieter
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(November
2006)
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Seit etwas über einem Jahr ist die finanzielle Durststrecke
freiberuflicher IT-Spezialisten gestoppt: Ihre Stundensatzforderungen
entwickeln sich langsam, aber sicher wieder nach oben. Im August
dieses Jahres lagen sie im Schnitt bei 67
Euro. Das ist ein Plus von zwei Euro im Vergleich zum Vorjahr
und damit eine positive Entwicklung für die IT-Spezialisten.
Für die auftraggebenden Unternehmen bedeutet das natürlich
wieder höhere Einkaufskosten für externes IT-Know-how.
GULP fühlte ihnen auf den Zahn, in welche Richtung sich die
Honorare zukünftig entwickeln werden.
Die Prognose der 98 befragten Projektanbieter zur Honorarentwicklung
dürfte die IT-Selbstständigen optimistisch stimmen:
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| Glauben Sie, die Stundensätze
werden zukünftig generell |
weiter
steigen. 56% |
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stagnieren.
32%
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wieder
fallen. 12%
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| Denn jeder zweite Auftraggeber (56 %) rechnet damit, dass die Honorare
externer IT-Projektmitarbeiter noch weiter steigen werden. Ein Drittel
(32 %) erwartet, dass die
Stundensätze auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Nur jeder Zehnte
glaubt daran, dass externe IT-Spezialisten ihre Forderungen wieder
zurückschrauben werden. Alles in allem rechnet also die Mehrheit
der Auftraggeber damit, bei der Besetzung von IT-Projekten zukünftig
noch tiefer in die Tasche greifen zu müssen.
Diese Prognose basiert scheinbar auf dem Zusammenspiel von Angebot
und Nachfrage, dem fast die Hälfte der Projektanbieter (48
%) den meisten Einfluss auf die Honorarhöhe zuschreibt wie
die nächste Frage zeigt:
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| In diesem Jahr hat die Nachfrage nach externen Projektmitarbeitern
auf hohem Niveau weiter angezogen: Bis Ende des dritten Quartals
2006 wurden 63.362 Projektanfragen,
und damit 22 % mehr als noch 2005, über GULP abgewickelt. Mit
steigender Nachfrage und verknappendem Angebot ergibt sich für
die Leistungsanbieter natürlich eine bessere Verhandlungssituation.
D.h. es lassen sich höhere Preise durchsetzen bzw. die Auftraggeber
zeigen sich zahlungswilliger.
Für über ein Drittel (38 %) der befragten Auftraggeber
ist jedoch der Faktor "Leistung" weitaus entscheidender
für die Preisgestaltung: Ihrer Meinung nach bemisst sich die
Stundensatzhöhe nach der fachlichen Qualifikation und der
IT-Erfahrung der externen IT-Spezialisten.
Doch was nutzt die beste Spezialisierung und Erfahrung, wenn der
IT-Selbstständige seine Qualifikationen und finanziellen Vorstellungen
nicht überzeugend argumentieren kann? Bei immerhin jedem zehnten
Anbieter bestimmen Auftreten und Verhandlungsgeschick des IT-Selbstständigen
den gezahlten Stundensatz. Gut fährt also derjenige, der es
im Verhandlungsgespräch auch versteht, seine Leistung geschickt
und selbstsicher zu präsentieren.
Stundensätze und Nachfrage steigen: Sind die Zeiten von "Geiz
ist geil" damit vorbei?
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| Gibt es für Sie eine Stundensatz-Schamgrenze,
unter der ein Projektanbieter nicht einkaufen sollte? |
Nein. 17% |
Ja, 30 Euro. 8% |
Ja, 40 Euro. 27% |
Ja, 50 Euro. 48% |
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| Fast die Hälfte (48 %) der Projektanbieter ist der Ansicht,
dass externes IT-Know-how nicht unter 50 Euro pro Stunde eingekauft
werden sollte. Dennoch scheint die bei uns Deutschen so beliebte "Geiz
ist Geil"-Mentalität bei immerhin noch 17 % der Befragten
auf fruchtbaren Boden zu stoßen: Für sie gibt es keine
Stundensatz-"Schamgrenze" und damit keine finanziellen
Gewissensbisse. Allerdings befindet sich diese Gruppe im Schwinden,
denn bei einer ähnlichen Umfrage im Jahr
2004 lag ihr Anteil noch bei 20 %. |
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| Im Vergleich zu 2004 haben jedoch einige Auftraggeber ihre finanzielle "Schamgrenze" weiter
nach unten korrigiert: Wesentlich häufiger als noch vor zwei
Jahren markieren sie diese erst bei Stundensätzen von weniger
als 40 Euro bzw. 30 Euro.
Fraglich ist jedoch, ob sie diese Vorstellungen in der Praxis
auch durchdrücken können. Seit etwa einem Jahr entwickelt
sich der Anteil der IT-Selbstständigen, die ihr Know-how für
weniger als 60 Euro
pro Stunde anbieten, rückläufig. Im August dieses Jahres
waren es rund 1 % bzw. 3 % der bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler,
die für unter 30 Euro bzw. 40 Euro ins Projekt gehen würden.
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