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Auf SAP setzen?

(Januar 2001)
 

Das e-Business hat zur Zeit einen angeschlagenen Ruf. Schwerste Kursverluste bei den Unternehmen der New Economy, erste Insolvenzen - das strahlende Image ist dahin. Doch die ganz Großen engagieren sich verstärkt in diesem Markt. Etliche Milliardenprojekte laufen an. Besonders SAP macht auf sich aufmerksam. In Zeitungs- und Magazin-Anzeigen heißt es beispielsweise: "Höchste Zeit für eine neue ‚New Economy' (Eine, die endlich Gewinne macht.)" Der Walldorfer Software-Konzern will die "alten" Unternehmertugenden ins e-Business übertragen. Die Nachfrage ist jedenfalls da. Laut einer Umfrage des Handelsblattes haben bei den Großunternehmen allein die DAX-30-Unternehmen für die Umsetzung ihrer Internet-Vorhaben mehrere Milliarden DM eingeplant. Vieles deutet darauf hin, dass der Stellenwert von SAP-Kenntnissen für den Arbeits- und Projektmarkt steigen wird. Mittlerweile, so teilt SAP mit, habe die Internet-Lösung "mysap.com" mit 661 Millionen Euro einen Anteil von 63 Prozent an den gesamten Software-Erlösen des Konzerns. Prominente Neukunden für Mysap.com seien zum Beispiel die NASA, Warner Bros. und Heineken. In Deutschland machte SAP in jüngster Zeit mit Ankündigungen von Großprojekten von sich reden. Als IT-Spezialist - so scheint es - ist man gut beraten, sich SAP-Kenntnisse anzueignen oder sie aufzufrischen.

 

Internet-Marktplatz für mittelständische Unternehmen der Versorgungsindustrie
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So hat die SAP Systems Integration AG, eine SAP-Tochter mit Sitz in Dresden, zusammen mit der on.valco AG, Hamburg, sowie mit Vertretern der mittelständischen Versorgungs- und Verkehrswirtschaft einen Internet-Marktplatz für Unternehmen der Versorgungsindustrie in Deutschland konzipiert. Das Projekt soll ab dem 1. April 2001 in den Praxisbetrieb übergehen. Technische Basis für den Marktplatz wird MarketSet sein, eine gemeinsam von einer kalifornischen SAP-Tochter in Allianz mit Commerce One entwickelte Lösung für Internet Marktplätze.

MarketSet soll die Marktplatz-Infrastruktur von Commerce One mit SAP- und SAPMarkets-Anwendungen für Logistik, Produktplanung und betriebliche Datenanalyse miteinander verbinden. Beschaffungs- und Zulieferprozesse für mittelständische Ver- und Entsorgungsunternehmen sowie Verkehrsbetriebe, deren Kunden und Lieferanten werden damit effizienter gestaltet. Die beteiligten Unternehmen bilden einen repräsentativen Querschnitt des mittelständischen deutschen Versorgermarktes. Das Handelsvolumen auf dem im deutschen Utility-Markt neu entstandenen unabhängigen Marktplatz schätzt SAP auf ca. 1,1 Milliarden Mark.

Der Marktplatz wird zunächst von den Gründungsmitgliedern genutzt und soll in den nächsten 24 Monaten zu einem Dienstleistungs- und Handelsangebot für bis zu 100 mittelständische Unternehmen in Deutschland, deren Kunden und Anbieter ausgebaut werden.

 

 

AOK : E-Business-Plattform für 70.000 Arbeitsplätze
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Auch die AOK wird ihre Informationssysteme modernisieren und innerhalb der nächsten Jahre flächendeckend auf der Basis der E-Business-Plattform mySAP.com umstellen. Zu diesem Zweck werden AOK und SAP eine Kooperation vereinbaren, die das Ziel hat, innerhalb der nächsten Jahre große Teile des gegenwärtigen DV-Systems der AOK abzulösen. Wesentliche Grundlagen der Neugestaltung sollen dabei die von SAP entwickelten Konzepte und Instrumente für eine Branchensoftware des Versicherungswesens unter mySAP.com sein.

Die AOK verspricht sich von dieser Kooperation mit dem größten deutschen Softwarehersteller für ihre rund 70.000 Arbeitsplätze eine grundlegenden Modernisierung der Informationssysteme. Neue internet-gestützte Angebote sollen die Transparenz und die Leistungen verbessern. Die Vorbereitungen für den Projektstart seien jetzt angelaufen. Nach der endgültigen Entscheidung der AOK-Gemeinschaft soll das Projekt am 1. Juni 2001 starten. Geschätzte Dauer: acht Jahre.

Fazit: SAP-Spezialisten und -Berater haben die besten Chancen

 

 


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