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Das neue Begriffspaar mBusiness / mCommerce ist die logische Fortführung
von eBusiness und eCommerce: der Anwender soll nun das Internet
immer und überall nutzen können. Der Bedarf soll mit den heutigen
(Interims-) Technologien - WAP für die Darstellung, HSCSD und GPRS
für die Übertragung - geweckt werden, eine wirklich volle und komfortable
mobile Nutzung des Internet wird jedoch erst mit Einführung von
UMTS und den entsprechenden Endgeräten möglich sein. Damit werden
dann auch WAP und Co. ihren Dienst getan haben.
Im Wesentlichen wird die kommerzielle Nutzung des Internet sich
nicht verändern, sie wird sich jedoch um Aspekte erweitern, die
für den mobilen Einsatz interessant erscheinen. Wer die Visionen
der mBusiness-Protagonisten betrachtet, stellt oftmals enttäuscht
fest, dass die anvisierten neuen Inhalte weniger mit Mobilität zu
tun haben denn vielmehr mit Bandbreite: Das vermehrte Aufkommen
von Videos als virtueller Showroom-Ersatz allein macht das Internet
nicht beweglicher. Es bleibt fraglich, ob der Kunde in der Straßenbahn
die Muße hat, das Angebot eines Modevertriebs zu "erleben" und ob
die Akzeptanz des Supermarkt-Flyers steigt, wenn dieser als Multimedia-Anwendung
in der Mailbox landet anstatt der Tageszeitung beizuliegen - mCommerce
unterscheidet sich in den Köpfen der Planer noch nicht immer von
eCommerce. Anders als Handel und Werbung haben Dienstleister und
Banken deutlich konkretere Vorstellungen für mBusiness. Application
Sharing für das Mobilbüro oder Mobile Banking sind denkbare Anwendungen,
an denen weiterentwickelt werden muss.
Was sich sicherlich kaum ändern wird, ist der Fachkräftemangel.
Europaweit fehlen derzeit 1,9 Millionen IT-Experten, für das Jahr
2003 werden 3,8 Millionen prognostiziert. Der Wandel vom e- zum
mBusiness ist hier ein bedeutender Faktor. Wie Besucher der Systems
in München unschwer gemerkt haben dürften, liegen die Schwerpunkte
hier besonders in den Bereichen Kommunikation und Datentransfer.
Datenbank- und Sicherheitsprofis sind besonders bei Handel und Banken
verstärkt gefragt. Auch Netzwerkspezialisten bleiben angesichts
des steigenden Vernetzungsbedarfs gesuchte Fachkräfte, z.B. um externe
Mitarbeiter an das Firmennetzwerk anzubinden. Wer in diesen Gebieten
Erfahrungen sammelt und Fortbildung nicht scheut, wird den wachsenden
Absolventenzahlen der Hochschulen den entscheidenden Schritt voraus
bleiben.
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