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| "Freiberuflich, weil
ich was bewegen möchte."
Interview mit Josef Farrenkopf, dem 60.000sten Freiberufler in der GULP Datenbank
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(Oktober 2006)
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Dipl.-Ing.
Josef Farrenkopf
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2006 ist für GULP ein Jahr der runden Zahlen: Zehnjähriges
Firmenjubiläum, 300.000 abgewickelte Projektanfragen und vor
wenigen Tagen gab es den 60.000sten Profil-Eintrag in der Datenbank.
Im Schnitt legen hier monatlich über 300 IT-Freiberufler ihr
Profil an. Der 60.000ste von ihnen ist der Dipl.-Informatiker (FH)
und Mainframe-Experte Josef Farrenkopf. Warum es ihn zu GULP verschlagen
hat, erzählt er im Interview.
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Personalia:
Josef Farrenkopf +++ Diplom-Informatiker (FH) +++ Jahrgang 1955 +++
IT-Erfahrung seit 1982 +++ fachlicher Schwerpunkt: Mainframe Entwickler
z/OS COBOL und DB2 |
| GULP |
Herr Farrenkopf, Sie haben vor einigen Tagen Ihr Profil
in der GULP Datenbank angelegt. Sind Sie schon länger als IT-Freiberufler
unterwegs oder betreten Sie mit Ihrem Eintrag berufliches "Neuland"? |
| Farrenkopf |
Die Freiberuflichkeit bedeutet für mich sozusagen einen
neuen Lebensabschnitt. Bislang war ich immer bei größeren
Beratungsunternehmen als Entwickler fest angestellt und habe für
verschiedene Kunden gearbeitet, vornehmlich für Banken, Automobilindustrie
und Telekommunikation. Je nach Branche waren das Projekte im Bereich
Kredit- und Meldewesen, Risikomanagement, Materialwirtschaft oder
Supply Chain Management. In diesen ging es meist um Programmierungen
im Großrechnerbereich mit Cobol, aber auch mit 4 GL, SAS,
AS, QMF. Nach langjähriger Berufspraxis in der IT habe ich
in vielen Bereichen ein sehr breites Wissen erworben. Als Freiberufler
möchte ich mich nun ganz konkret auf Großrechner, DB2
und Cobol spezialisieren. |
| GULP |
War Ihr Profil-Eintrag bei GULP die erste
Maßnahme auf dem Weg in die Freiberuflichkeit? |
| Farrenkopf |
Ja, ich habe mich bislang nur bei GULP eingetragen. Ich wusste
über eine ehemalige Kollegin, dass es GULP gibt. Sie war kurzzeitig
freiberuflich tätig und hatte ihr Profil auch bei Ihnen. Da
dachte ich, das versuche ich auch. So bin ich bei GULP gelandet.
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| GULP |
Und wie ist Ihr Eindruck von der GULP
Plattform? |
| Farrenkopf |
Ich bin ja erst seit ein paar Tagen eingetragen, so dass ich mich
noch mehr mit GULP beschäftigen muss, auch um mein Profil noch
auf gewisse Sachen hin zu schärfen. Insgesamt denke ich, ist
das GULP Profil für die Freiberuflichkeit schon hilfreich. Und
natürlich verspreche ich mir von dem Eintrag in erster Linie
interessante Projektangebote. |
| GULP |
Sie sind Jahrgang 1955 und damit schon
ein "alter Hase" im Geschäft. Warum erst jetzt der
Schritt in die Freiberuflichkeit und nicht schon vor 15 Jahren? |
| Farrenkopf |
>> Ich möchte mich
zukünftig stärker spezialisieren. <<
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Eigentlich habe ich diesen Schritt schon längere Zeit vorgehabt.
Aber wenn man eine sichere Anstellung hat, dann schaut man nicht so
arg nach Möglichkeiten, um sich zu verändern. Aber für
arbeitgebende Unternehmen stellt sich heute immer auch die Frage,
ob sich die Entwicklung am eigenen Standort noch rechnet, so dass
immer mehr Programmiertätigkeiten nach außen verlagert
werden. So war es zumindest bei meinem letzten Arbeitgeber. Es ist
ja nicht so, dass es die Jobs nur hier gibt. Deshalb möchte ich
mich zukünftig stärker auf XML-fähige Hybrid Datenbanken
mit DB2 spezialisieren und vornehmlich solche Projekte wahrnehmen.
Projekte, die mit Datenauswertungen zu tun haben, in denen die ganze
Breite von SQL sehr stark genutzt wird. Stored Procedures, darauf
will ich mich konzentrieren. Das ist sicherlich auch eine Richtung,
in die es zukünftig geht, dass immer mehr Logik in die Datenbank
wandert. |
| GULP |
Als Freiberufler sehen Sie also bessere
Chancen spezielle Aufgaben wahrzunehmen, die mehr in Ihrem Interessenschwerpunkt
liegen? |
| Farrenkopf |
Ich habe diesen Schritt erwogen, weil ich noch mal was verändern
und bewegen möchte. Und als Freiberufler bin ich da flexibler.
Ich möchte mir zukünftig aussuchen und selbst entscheiden,
welche Projekte ich machen will. Ich wollte mich jetzt mehr auf einen
fachlichen Schwerpunkt konzentrieren. Sicherlich ändert sich
in nahezu allen Bereichen die Welt sehr schnell, aber ich will meinen
Fokus auf IBM Mainframes, zumindest auf IBM Umgebungen ausrichten.
Ich habe auch Unix-Kenntnisse, aber mein Schwerpunkt ist das Datenbanksystem
DB2 mit all seinen Möglichkeiten. |
| GULP |
Denken Sie die, die Freiberuflichkeit
funktioniert in einem Bereich, der schon des Öfteren für
"tot" erklärt wurde? |
| Goetzke |
>> Banken und Versicherungen
werden noch länger auf Großrechner setzen.
<< |
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Also ich denke, gerade Banken und Versicherungen werden noch lange
Zeit auf Großrechner setzen, da diese ausfallsicher sind. Ich
habe schon verschiedene Systeme bei der Telekom betreut. Wenn es Probleme
gab, erwies sich der Großrechner einfach als sicherer und länger
verfügbar. Innerhalb von einigen Jahren ist da kaum etwas vorgekommen. |
| GULP |
Meinen Sie, dass Sie als langjähriger
Mainframe-Experte einen Wettbewerbsvorteil haben, weil sich der IT-Nachwuchs
kaum noch für das Großrechnerumfeld interessiert? |
| Farrenkopf |
Ja, ich denke schon. Hinter Mainframe steckt ja auch eine ganz
andere Denkweise, sowohl von der Programmierung als auch von der
Sprache. Es ist schon ein Unterschied ob ich mit DB2/Cobol oder
Java arbeite. Ich könnte mir vorstellen, dass sich jemand,
der DB2/Cobol nie gelernt hat, damit ungern auseinandersetzt. Wohingegen
ich mir persönlich schon vorstellen kann, mich auch in neuere
Programmiersprachen wie Java hineinzudenken. Sicherlich wird sich
auch Java irgendwann im Großrechnerbereich durchsetzen, aber
die Zyklen sind doch immer viel länger als propagiert wird.
Jüngere Entwickler werden Java eher für die Programmierung
von Weboberflächen verwenden, während ich damit im Bereich
Datenbeschaffung, –aufbereitung und -darstellung arbeite.
Das sind also zwei verschiedene Paar Schuhe. |
| GULP |
Was machen Sie, wenn die Freiberuflichkeit
nicht so funktioniert, wie Sie sich das wünschen bzw. das erste
Projekt länger auf sich warten lässt? |
| Farrenkopf |
Ich bin optimistisch und hoffe, bald in einem Projekt mitarbeiten
zu dürfen. |
| GULP |
Könnten Sie sich vorstellen, auch
wieder in eine Festanstellung zurückzuwechseln? |
| Farrenkopf |
>> Ich habe mich für
die Freiberuflichkeit entschieden, um mich beruflich
weiter zu entwickeln. << |
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Das kommt sehr stark auf das Aufgabengebiet an. Ich habe mich für
die Freiberuflichkeit entschieden, um mich beruflich weiter zu entwickeln.
Mit welchen Möglichkeiten ich das mache, ist mir eigentlich gleich.
Mir ist es auch egal, ob ich in einer anderen Stadt oder einem anderen
Land arbeite. Von daher bin ich meiner Meinung nach eigentlich schon
breit aufgestellt. Es müssten halt Länder sein, in denen Englisch
gesprochen wird, damit man mich versteht. Ich würde auch für ein oder
zwei Jahre ins Ausland gehen. Das ist kein Problem. Am liebsten wären
mir natürlich längerfristige Projekte, so dass ich einen geregelten
Rhythmus habe. Kürzere Projekte habe ich nicht ganz so gern, aber
es wird sich in der heutigen Zeit nicht vermeiden lassen, auch diese
anzunehmen. |
| GULP |
Und was halten Sie im Extremfall von einer
vorgezogenen Rente? |
| Farrenkopf |
An Rente denke ich ganz und gar nicht. Für mich beginnt
nun ein neuer interessanter Abschnitt und das Alter spielt in meinem
Bereich auch nicht so die Rolle. Jetzt macht mir die Arbeit auf
jeden Fall noch Spaß. Und in zehn Jahren, wenn ich über
noch spezielleres Wissen verfüge, ist es sicher auch einfacher,
weil ich mich dann auf ein Thema konzentrieren kann und nicht ständig
jeden Tag thematisch etwas anderes machen muss.
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| GULP |
Herr Farrenkopf, vielen Dank für
das interessante Gespräch und viel Erfolg als Freiberufler. |
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