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| Quo
vadis Java? |
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| Java-Facts |
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Java hinter C++ auf Platz 2 der
am häufigsten von Projektanbietern in der
GULP Profiledatenbank gesuchten Programmiersprachen.
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Java ist nach Basic (Visual Basic,
VBA u.a.) die zweithäufigste fachliche Qualifikation
bei IT-Freiberuflern.
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Java-Spezialisten sind laut GULP
Profiledatenbank im Durchschnitt 35,6 Jahre alt.
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Der durchschnittliche Stundensatz
für Java liegt in England bei £40,83,
in Deutschland bei €73,03 und in der Schweiz
sogar bei 129,61 Schweizer Franken. |
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Das Marktforschungsunternehmen Gartner
Group
schätzt, dass Java im Jahre 2005 einen Marktanteil von 40 bis
50 Prozent erreicht haben wird. Java wird sich der Prognose zufolge
auch in Zukunft als wichtigste Technologie behaupten können.
Bill Gates macht jedoch Java Konkurrenz und will mit seiner .NET-Strategie
das Internet revolutionieren. Dabei soll .NET nach der Gartner Group
Studie einen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent errreichen. Auch
wenn Microsoft somit sein Monopol bei PC-Software nicht auf das
Internet ausweiten kann, sollten sich IT-Freiberufler darauf einstellen,
dass die beiden Technologien Java von Sun und .NET von Microsoft
nebeneinander im IT-Projektmarkt bestehen werden (siehe Umfrage:
.NET kommt).
Gegen die Microsoft-Konkurrenz schützt Sun der momentan noch
hohe Marktanteil von Java. Doch dieser befindet sich auf Talfahrt.
Wie tief ist der Abstieg der "populärsten Programmiersprache
der Welt" (Pressemitteilung von Sun Microsystems vom 19. November
2001). GULP hat dazu die aktuelle Situation für Java im IT-Projektmarkt
unter die Lupe genommen.
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| Der
Trend |
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Laut Sun Microsystems
entwickeln weltweit rund 3 Millionen Programmierer Software in Java.
An fast 80 Prozent aller Universitäten rund um den Globus wird
Java gelehrt. Mehr als 800 Benutzergruppen pflegen die internationale
Kommunikation der Java-Entwickler untereinander. Jüngst feierte
Sun den zweimillionsten Download des Enterprise Edition (J2EE) Software
Developer Kit (SDK).
Evans Data
erwartet, dass 2003 rund 58 Prozent aller Software-Entwickler mit
Java arbeiten sollen. Wie steht es aber um Projektangebote zu dieser
weit verbreiteten Entwicklungsplattform? Bedeuten steigende Entwickler-Zahlen
auch gleichzeitig mehr Projekte oder eher das Gegenteil? Eine Analyse
von GULP auf Basis von 66.360 Projektangeboten im Untersuchungszeitraum
vom 01.01.2000 bis 30.04.2002 zeigt die dramatische Lage für
Java-Experten auf dem deutschen IT-Projektmarkt.
| monatliches
Mittel |
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1.
Quartal
2000 |
1.
Quartal
2001 |
1.
Quartal
2002 |
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gesamt
2000 |
gesamt
2001 |
| Anteil
an Java-Projektanfragen |
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23,9% |
21,1% |
10,8% |
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25,0% |
15,0% |
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| Tabelle 1: Spezifischer Trend
für Java im IT-Projektmarkt |
Abbildung 1 gibt einen Einblick, wie Java in der Gunst der Projektverantwortlichen
gefallen ist: Wurden im ersten Quartal 2000 noch in durchschnittlich
23,9 Prozent aller Projektanfragen Java verlangt, waren dies im
entsprechenden Zeitraum 2002 im Durchschnitt nur in 10,8 Prozent
aller Anfragen der Fall. Im gesamten Boom-Jahr 2000 wurde Java in
jedem vierten Projekt als benötigte Qualifikation gefordert.
Nach einem solchen Marktanteil können sich Java-Spezialisten
2002 angesichts der aktuellen Marktlage nur sehnen. Jedoch gibt
der jüngste Anstieg nach dem katastrophalen Einbruch der Java-Projektanfragen
auf nur noch 7,4 Prozent einen Anlass zur Hoffnung: Der Anteil an
allen Projektanfragen verdoppelte sich im April 2002 auf 13 Prozent
und liegt damit knapp unter dem Durchschnittsniveau von 2001.
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2000
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2001
|
2002
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Abbildung
1: Die Entwicklung der Projektanfragen für Java in
Prozent
in den Jahren 2000, 2001 und 2002
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Der enorme Einbruch bei Java-Projekten hat unter anderem auch zur
Folge, dass Java-Experten vermehrt Festanstellungen in Ihrer Qualifikation
suchen. Seit Freischaltung des GULP
Roboter Festanstellung stiegen die Suchanfragen zu Festanstellungen
im Bereich Java mit Ausnahme Januar 2002 stetig an (siehe Abbildung
2). In der Rangfolge der im GULP Roboter Festanstellung gesuchten
Stellenangebote belegt Java im April 2002 mit 12,4 Prozent den ersten
Platz bei den Programmiersprachen.
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Abbildung
2: Anteil der Java-Suchanfragen
im GULP Roboter Festanstellung in Prozent
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Immerhin belegt Java weiterhin bei den am häufigsten von
Projektanbietern gesuchten Programmiersprachen in der GULP Profiledatenbank
trotz gesunkener Projektanfragen den 2. Platz hinter C++. Doch die
Chance eines der begehrten Projekte im Bereich Java zu erhalten
ist angesichts der Konkurrenz nicht gerade groß, denn Java
ist bei freiberuflichen IT-Spezialisten sehr verbreitet: 41 Prozent
der IT-Freiberufler geben in ihren Profilen an, fachliche Kenntnisse
in Java zu besitzen. Damit ist Java nach Basic (Visual Basic, VBA
u.a.) bei den Programmiersprachen die zweithäufigste fachliche
Qualifikation bei IT-Freiberuflern.
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| Die
Stundensätze |
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Abbildung 3 legt in Jahresschritten den Zusammenhang zwischen Berufserfahrung
und Stundensatzhöhe offen. Es wird in Abhängigkeit zur
Berufserfahrung die marktübliche Honorarhöhe ersichtlich,
welche in den Freiberufler-Profilen angegeben ist. Java-Experten
bleiben demnach mit wenigen Ausnahmen unter den Honorarforderungen
ihrer Kollegen (Stand: April 2002).
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alle
bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler
|
freiberufliche
Java-Spezialisten
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Abbildung
3: Stundensatzhöhe in Abhängigkeit von der Berufserfahrung
freiberuflicher IT-Spezialisten in Jahren
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Diese Tatsache wird in Zusammenhang mit dem sinkenden Marktanteil
von Java bei den Projektanfragen erklärbar: Lag der durchschnittliche
Stundensatz für Java im Boom-Jahr 2000 noch über dem aller
bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler, so glich er sich in 2001
mit Abnahme der Java-Projektanfragen an den Durchschnittsstundensatz
an. Die derzeit schlechte Situation bei Java-Projekten macht daher
auch den unterdurchschnittlichen Stundensatz von EUR 73 für
Java-Spezialisten möglich (siehe Abbildung 4).
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durchschnittlicher
Stundensatz aller bei
GULP eingetragenen IT-Freiberufler
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durchschnittlicher
Stundensatz
für Java-Experten
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Abbildung
4: Die Entwicklung der Stundensätze
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Mit einem Stundensatz von 73,- EUR liegt Deutschland im europäischen
Vergleich im Mittelfeld. Während in Hochpreisländern wie
der Schweiz noch ein durchschnittlicher Stundensatz von 129,61 Schweizer
Franken, also ca. 89,- EUR, gezahlt wird, müssen sich Java-Experten
in England mit durchschnittlich 40,83 Britischen Pfund, rund 65,-
EUR, zufrieden geben (Quelle: Contractor
UK ).
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| Fazit |
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Angesichts der trüben Stimmung auf dem IT-Projektmarkt und
den stark eingebrochenen Projektanfragen im Bereich Java, müssen
sich Freiberufler nun verstärkt selber um (Folge-) Projekte
im Java-Umfeld bemühen. GULP bietet mit dem GULP Roboter ein
tagesaktuelles Verzeichnis offener IT-Positionen und trägt
auch der steigenden Nachfrage nach Festanstellungen im Java-Bereich
Rechnung.
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Aktuelle
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Bleibt abzuwarten wie sich Microsofts .NET-Strategie
und deren Programmiersprache C# durchsetzen wird,
denn C# ist als direkte Kampfansage an Java gedacht
und ist ähnlich positioniert. Microsoft glaubt,
mit .NET eine entscheidende Schwäche von J2EE
überwunden zu haben: J2EE spricht nur Java.
Unter .NET setzen die Programmiersprachen auf einem
gemeinsamen Fundament auf, der Common Language Runtime
(CLR). Dadurch wird eine Sprachintegration möglich,
die es zuvor nicht gab.
So bleibt es auf alle Fälle spannend im Reich
der Programmiersprachen. Interessierte können die
Entwicklung von Java über den GULP
Trend Analyzer monatsaktuell verfolgen.
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| Die
Stichprobe |
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Die vorliegende Marktanalyse der monatlichen Entwicklung der Projektanfragen
beruht auf der statistischen Auswertung von 66.360 Projektangeboten,
die IT-Freiberuflern im Zeitraum Januar 2001 bis April 2002 über
den GULP Server zugestellt wurden. Das Datenmaterial wird durch
Informationen aus den Profilen der 33.225 (Stand: April 2002) bei
GULP eingetragenen IT-Freiberufler und Angaben zum Nachfrageverhalten
großer IT-Anwenderfirmen vervollständigt. Die der Marktanalyse
zugrunde liegende Datenbasis aus über 30.000 IT-Freiberuflerprofilen
repräsentiert etwa 88 % des deutschen IT-Projektmarktes.
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