Kommentare zu diesem Artikel:
"Ich bin seit den Zeiten von OS/MFT / MVT im Mainframebereich tätig. Bei der Kosteneinschätzung gibt es m. E. mehrere Aspekte: (1) Die Preispolitik der IBM und der ISV's, (2) die Gehälter bzw. Stundensätze der internen und externen MA der Kunden und (3), häufig unterschätzt, die TCO für eine Applikation. Zu (1): Leider hat IBM - und tlw. die ISV's - hier erst sehr spät reagiert und die Preise (etwas) nach unten angepaßt. Zu (2): M. E. untergeordnet - Gehälter bzw. Stundensätze sind halt Marktpreise; z. B. ein SAP-Profi für Mainframe oder Unix wird hier keine großen Unterschiede machen. Zu (3): TCO wird häufig - bewusst oder unbewusst - falsch eingeschätzt: Support für Rechner, die nicht mehr 'zentral sichtbar' sind, fließen in den TCO häufig nicht ein - aber kümmern muß sich dennoch einer darum. Ferner gibt es nach meiner Einschätzung im 'Bonsai-Computing' (sorry, Windows Freaks) nach wie vor häufig ein wenig methodisches und wenig strukturiertes Vorgehen, sowohl system- wie auch anwendungsseitig. Hauptsache 'das Ding läuft' irgendwie. Dieser Aspekt wird die TCO für Anwendungen auf längere Sicht nicht mehr so rosig erscheinen. Aber dann ist es für MVS wohl zu spät :-( Meine 2 cents (März 2005)"
"Der Artikel behandelt in erster Linie die Programmierung im Mainframe - Umfeld, das tatsächlich kaum nachgefragt wird. Anders sieht es beim Systemumfeld und bei Spezial-KnowHow bei Tools auf dem Mainframe aus. Dort ist die Konkurrenz unter den Freiberuflern recht gering und zudem die Anfragen sehr häufig. Traditionellerweise werden diese Aufträge in erster Linie direkt an den Freiberufler gerichtet und nicht bei GULP eingetragen. Daher fehlen Sie in Ihrer Übersicht zumeist völlig. Die Marktanalyse hat daher einen Pferde - Fuss. (Oktober 2004)"
"der Artikel ist sehr gut und trifft auf den Punkt. Nur welche Wege zeigen sich auf. (Februar 2004)"
"Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel Interessant sind vor allem die Kommentare mit ihren unterschiedlichen Interpretationen. (Januar 2004)"
"Nur als Beispiel: Ein Bayerischer Autohersteller hat kürzlich in seinem Intranet bekanntgegeben, den Host bis 2012 abschaffen zu wollen/können. Auf die älteren MVS-Freiberufler (45+) kommt jetzt eine Gratwanderung zu: sollen sie darauf hoffen, dass die abnehmende Attraktivität der Plattform zu weniger Angebot an Projektmitarbeitern führt und dieser Rückgang stärker ist als der Nachfragerückgang der großen Anwender oder sollen sie komplett umsatteln? (Januar 2004)"
"Der Artikel gibt in guter und übersichtlicher Form die Entwicklung der Nachfrage an MVS-Projekten wieder. Wegen Millenium und Wandlung Euro in der Zeit 1999 bis 2001 bekanntlich die Nachfrage nach den Dinosauriern sehr groß. So wurde bei einigen Kunden jeder Freiberufler unter Vertag genommen, der COBOL, Assembler und MVS auch nur halbwegs anbieten konnte. Durch über die reine Umstellung hinaus qualifizierte Kräfte konnte der Bedarf an Großrechner-Spezialisten langfristig gesichert werden. Bei zusätzlichem Bedarf können die Kunden eigene Kontakte aktivieren und weden sich weniger abstrakt nach außen (GULP). So sollte es nicht verwundern, wenn die aktuelle Nachfrage zurückgeht. Leider geht die Tendenz Kosten zu sparen (Geiz ist geil) auch an den Großkunden nicht vorbei. Glücklich ist derjenige, der noch über ein Polster verfügt. Es bahnen sich allerdings magerere Zeiten an. Interessant wäre eine neutrale (nicht von IBM initiierte)Untersuchung über die Entwicklung der MVS-Projekte insgesamt. (Januar 2004)"
"Ich finde Ihr Artikel sehr gut und ich teile Ihre Meinung. Die Agonie von MVS kann noch etwas dauern, bis das Exitus endgültig eintrifft. Daher rate ich Jedem, so schnell wie möglich umzusteigen. (Januar 2004)"
"Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel ich liebe cobol, aber hasse die intelektuell unterbelichteten ibm-idioten, die sich mit ihrem aroganten kreuzworträtselwissen und ihrer faschistischen gesinnung schon immer ihr eigenes grab geschaufelt haben. (Januar 2004)"
"cobol zeigte sich zur bewältigung kommerzieller aufgabenstellungen als sehr dankenswerte sprache. wer heute seine fakturaprobleme mit cobol nicht abdecken kann, dessen erfolgsaussichten werden mit java morgen nicht viel besser sein. die bugs müssen bei großen projekten erst noch gefunden werden und die rechenzeit ist endlich - nach 24 stunden ist der tag um! (Dezember 2003)"
"Sehr unsachlicher Stil: Wenn MVS o. z/OS Projekte aus Sicht GULP kaum meßbar sind, dann lautet das Fazit auf 'Nicht meßbar'. Aus dem Fazit könnte die Frage, ob MVS 'tot' ist, oder nicht, abgeleitet werden - die Antwort aber eben nicht. Meßbar ist: Es gibt im Umfeld Mainframe Sparzwänge, Umstrukturierungen, gute und gut bekannte Fachkräfte mit guter Organisationskenntnis, keine neuen Projekte, viel Wartung die mit wenig Aufwand verbunden ist. (Dezember 2003)"
"Sehr schade. Ich habe viel Respekt vor der Grossrechnerwelt (insbesondere die in dem Artikel genannte) und hatte mittelfristig geplant mir dort Kenntnisse anzueignen (komme eigentlich aus der UNIX-Ecke). Sieht jetzt wohl so aus, als ob ich das nun in meiner Freizeit machen muss. (Dezember 2003)"
"Ich glaube, dass Sie einen wesentlichen Aspekt bei Ihrer Analyse vergessen haben. Großrechnerprojekte haben oft mit Back-Office- und komplexen Fachfunktionen einer Systemlandschaft zu tun. Hier spielen Kenntnisse über die Interna des Endkunden m.E. eine wesentlich größere Rolle, als dies im non-MVS-Bereich der Fall ist. Das macht einen Wechsel zwischen einem bereits im Haus befindlichen Externen zu einem neuen, 3 EUR /h billigeren Externen auf Grund der Einarbeitungskosten weniger lohnend als im non-MVS-Umfeld. Außerdem haben - wie Sie selbst schreiben - die MVS-Leute gut verdient und können noch etwas 'Luft' aus Ihren Preisen lassen, wenn der Endkunde das wünscht. All' das führt dann m.E. dazu, dass *natürlich nur 1 Punkt* die Notwendigkeit der Suche nach neuen(!) Externen - und nur die mißt GULP ja über die Projektangebote - z.Z. kaum gegeben ist. oder kurz: Man bekommt die Leute, die man kennt und die gut sind z.Z. problemlos und zu dem gewünschten Preis. Es gibt keinen Grund für für GULP meßbare Ausschreibungen. ABER: COBOL als alleiniges Standbein ist - da haben Sie völlig Recht - kein sicheres Standbein mehr. Branchen-knowhow, Projektmanagement-Skills und Kenntnisse in Java o.ä. gehören zwingend mit dazu. (Dezember 2003)"
"Sehr fundierter, verständlich und pointiert verfasster Beitrag, dessen Meinung ich teile. (Dezember 2003)"
"Schmerzhaft aber wahr. Wir standen vor einem Abgrund, jetzt sind wir einen Schritt weiter. Aber wie so oft: der Fortschritt frißt seine Kinder. (Dezember 2003)"
"Der rapide Rückgang dürfte eher dem Abbau von Überkapazitäten zuzuschreiben sein, die durch Jahrtausendwechsel und Währungsumstellung aufgebaut wurden. Bei diesen Projekten wurde in die Vollen gegriffen und im Bereich Softwareentwicklung und Produktionssicherung standen Präsenzzeiten im krassen Mißverhältnis zu Produktionszeiten. (Dezember 2003)"
"Welches sind erfolgversprechende Zusatzkenntnisse, die mittelfristig bis langfristig eine Auftragssicherung in Aussicht stellen ? SAP, java, c#, php, html, object cobol ? (Dezember 2003)"