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| Marktstudie:
Was bin ich (wert) ?
IT-Positionen im Blickpunkt: Entwicklung,
Chancen, Honorare |
| (Oktober
2003) |
| Inhalt dieses
Artikels:
Tätigkeiten von IT-Spezialisten
| Nachgefragte Positionen im Vergleich
| Bedarf und Nachfrage in den Regionen
| IT-Honorare in Bewegung | Fazit |
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Voraussetzung: Es gibt ein IT-Projekt.
Gegeben: Eine definierte
Aufgabe, die bestimmte Kenntnisse erfordert, und eine Vorstellung,
was man dafür zahlen will.
Gesucht: Ein externer
IT-Spezialist, der hinsichtlich Fähigkeiten
und Stundensatzforderungen genau ins Projekt passt.
Der Weg: Über die GULP Profiledatenbank. |
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| Der Eine ist begehrter als der
Andere, der Eine verdient mehr als der Andere. Wenn IT-Freiberufler
für ein Projekt gesucht und mit ihrem aktuellen Marktwert konfrontiert
werden, dann spielt es nicht nur eine Rolle, wie gut sie in ihrem
jeweiligen Bereich sind – sondern auch, auf welches Tätigkeitsfeld
sie sich spezialisiert haben. Wie verschiedene IT-Positionen „im
Markt da stehen“, das nimmt GULP in dieser Marktstudie genauer
unter die Lupe. |
| Tätigkeiten
von IT-Spezialisten |
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| Eine vollständige Aufzählung
aller Tätigkeiten, die IT-Freiberufler im Projekt wahrnehmen,
kommt wegen deren Fülle und Dynamik nicht in Betracht. Im Dienste
der Übersichtlichkeit und Aussagekraft werden deshalb in dieser
Marktstudie fünf ausgewählte, für IT-Projekte typische,
IT-Positionen miteinander verglichen - ohne bestimmte Skills oder
Qualifikationen zu berücksichtigen.
- Softwareentwicker konzipieren und implementieren
Anwendungen oder einzelne Software-Bausteine (Komponenten und
Module) und passen diese an spezifische Anforderungen an.
- IT-Berater analysieren die Ablauforganisation
und prüfen, mit welchen IT-Lösungen diese verbessert
werden können und begleiten die Umsetzung.
- Administratoren installieren, konfigurieren,
betreiben, überwachen und pflegen Datenbanken oder vernetzte
Systeme sowie System- und Anwendungssoftware.
- Projektleiter verantworten IT-spezifische Projekte
oder Teilprojekte mit vorgegebenen Zielsetzungen und Ressourcenrahmen.
- IT-Trainer planen Schulungen im Bereich Informations-
und Kommunikationstechnologie, bereiten diese vor, führen
sie durch und evaluieren sie.
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Nachgefragte Positionen im Vergleich |
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SW-Entwickler
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IT-Berater
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Adminstrator
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Projektleiter
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IT-Trainer
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Abbildung 1: Projektanfragen
(absolut und prozentual) für ausgewählte IT-Positionen
von Jan - Sep 2003
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Nicht jede Position erfreut sich gleich hoher Nachfrage; vielmehr
gibt es hier große Unterschiede im Vergleich zueinander:
| Von den 22.137 analysierten
Projektanfragen (Zeitraum von Jan - Sep 2003, ohne Berücksichtigung
von Mehrfachanfragen) entfallen auf die ausgewählten
IT-Positionen (Stand: 22.09.03): |
| Position |
Projekt-
anfragen |
Anzahl
IT-Experten* |
Ratio |
|
SW-Entwickler |
10.352 |
34.092 |
1
: 3,3 |
| IT-Berater |
4.961 |
26.821 |
1
: 5,4 |
| Adminstrator |
2.523 |
15.711 |
1
: 6,2 |
| Projektleiter |
1.103 |
21.191 |
1
: 19,2 |
| IT-Trainer |
721 |
16.344 |
1
: 22,6 |
| *ohne
Berücksichtigung von Mehrfachauswahlen bei den Positionen
im Profil oder der Verfügbarkeit. |
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Wenn es um die Zahl der Kontakte geht, sind im IT-Projektmarkt
die Softwareentwickler (Anwendungsentwickler/Systemprogrammierer)
absoluter Spitzenreiter – der Bereich Beratung / Consulting
als Zweitplatzierter bringt es nicht einmal auf die Hälfte
der Projektanfragen. Auf den Rängen drei und vier folgen mit
jeweils deutlichem Abstand die Administratoren und die IT-Projektleiter,
die IT-Trainer schließlich erhalten im Vergleich nur sehr
selten Projektangebote.
Fünf Positionen teilen einen großen Teil der Projektanfragen
unter sich auf, das jeweilige Stück vom Kuchen des IT-Projektmarktes
bleibt dabei über die Monate hinweg nahezu gleich groß
- wobei immer die jeweilige Anzahl verfügbarer IT-Experten
berücksichtigt werden muss. Im Durchschnitt werden Softwareentwickler
in 46,8 Prozent aller Projektanfragen gesucht. IT-Berater werden
in 22,4 Prozent der Fälle gesucht und Administratoren kommen
im Schnitt auf 11,3 Prozent. Lediglich Projektleiter und IT-Trainer
liegen mit durchschnittlich 5,0 bzw. 3,2 Prozent im einstelligen
Bereich. |
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Bedarf und Nachfrage in den Regionen |
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SW-Entwickler
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IT-Berater |
Adminstrator |
Projektleiter |
IT-Trainer |
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10.352 Anfragen |
4.961 Anfragen |
2.523 Anfragen |
1.103 Anfragen |
721 Anfragen |
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Abbildung 2: Anteil Projektanfragen
nach PLZ-Gebieten für ausgewählte IT-Positionen
von Jan - Sep 2003. In dieser Grafik stellen alle Anfragen
zu einer gesuchten Position 100 Prozent dar. Aus dem Vergleich
dieser Informationen kann ersehen werden, ob eine bestimmte
Position überproportional stark in einer bestimmten Region
gesucht wird. |
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| Eine weithin bekannte
Tatsache: Der Großraum Frankfurt ist
der Spitzenreiter beim Angebot von IT-Projekten: Knapp ein Viertel
aller Anfragen (24,2 Prozent) kommt aus dem Rhein-Main-Gebiet.
An
zweiter Stelle liegt der Postleitzahlbereich D8 mit dem Wirtschaftsraum
München / Oberbayern mit 19,6 Prozent aller Projektanfragen.
Danach folgen fast gleichauf die PLZ-Bereiche D7 und D5 mit 11,5
bzw. 10,0 Prozent aller Projektanfragen in 2003.
Analog dazu sieht
es für die einzelnen IT-Positionen aus -
mit wenigen, aber auffälligen Ausnahmen: Während im Verhältnis
zum Anteil anderer IT-Positionen die Administratoren im PLZ-Bereich
D6 am begehrtesten sind, werden diese im Münchner Raum (D8)
verhältnismäßig wenig nachgefragt. Hier überwiegt
der Anteil der IT-Projektleiter, die wiederum im Stuttgarter
Raum
(D7) im Verhältnis zu den anderen Positionen keine so große
Nachfrage erzeugen. Und hier sind es Softwareentwickler, die prozentual
gesehen am häufigsten gesucht werden. |
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| IT-Honorare
in Bewegung |
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SW-Entwickler
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IT-Berater
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Adminstrator
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Projektleiter
|
IT-Trainer
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| Abbildung
3: Entwicklung der von IT-Spezialisten geforderten Stundensätze
(in Halbjahresschritten von 2001 bis 2003) |
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Abbildung
4: Anteil IT-Spezialisten mit Stundensatzforderungen unter/bis
einschließlich
69 EUR und über 69 EUR für ausgewählte IT-Positionen. |
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| Von den ausgewählten IT-Positionen
durchschnittlich geforderter Stundensatz (Stand: August
2003): |
| Position |
EUR
|
|
SW-Entwickler
|
64
|
| IT-Berater |
72
|
| Adminstrator |
57
|
| Projektleiter |
75
|
| IT-Trainer |
62
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Auch das ist Fakt: Die Stundensätze pendeln sich im Vergleich
zu den Boom-Jahren der Branche auf deutlich niedrigerem Niveau ein.
Krisenbedingte Auftragsrückgänge wirken sich in allen
Stundensatzbereichen auf die Honorarhöhe aus. Der durchschnittlich
geforderte Stundensatz aller IT-Freiberufler liegt heute bei 69
EUR. Der tatsächlich gezahlte Stundensatz hängt allerdings
von weiteren Faktoren ab (z.B. Projektlaufzeit, Projektort, Art
des Auftrages, Verhandlungsgeschick, Konkurrenz, Kenntnisstand,
etc.). In manchen Fällen ist für Spesen (Übernachtungs-
und Fahrtkosten) ein Stundensatz-Aufschlag üblich, vereinzelt
wird aber auch ein "All-in"-Honorar gezahlt.
Abbildung
4 zeigt, dass viele IT-Experten in den einzelnen Positionen
bereit sind, für einen Stundensatz unter dem allgemeinen
Durchschnittstundensatz von 69 EUR zu arbeiten. Aber: Es gibt
naturgemäß auch
nicht gerade Wenige, die deutlich mehr fordern.
Obwohl Administratoren
mit derzeit durchschnittlich 57 EUR am wenigsten von allen IT-Positionen
fordern, liegt über ein Viertel (25,3
Prozent) mit ihrem Stundensatz oberhalb der 69 EUR. Anders herum
bei den IT-Projektleitern: Die Spitzenverdiener fordern im
Schnitt
75 EUR. Über 40 Prozent der Projektleiter sind aber bereit,
einen Stundenlohn von 69 EUR oder weniger bezahlt zu bekommen. |
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| Fazit |
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| Wohin will ich? Wohin gehe ich? Und
wovon bezahle ich mein Leben? Um als IT-Freiberufler sein Auskommen
zu sichern, ist nicht nur die Höhe des Stundensatzes entscheidend,
sondern vor allem auch die Chance auf einen Projektauftrag. IT-Projektleiter
setzen für ihre Position einen vergleichsweise hohen Stundensatz
an, erhalten vergleichsweise jedoch nur wenige Projektangebote,
was lange Leerlaufzeiten bedeuten kann. Die Möglichkeit für
diese Übergangszeit einen Auftrag für eine reine Entwicklertätigkeit
zu bekommen, dürfte eine Anpassung des Stundensatzes voraussetzen.
Wer umgekehrt als Programmierer auf das hohe Stundensatzniveau
von IT-Projektleitern schielt, muss die geringe Nachfrage für
Projektleiter berücksichtigen. Für manchen mag es sehr
verlockend sein, sich in seinem Profil zum Projektleiter mit entsprechend
angepasstem Stundensatz zu befördern – und dabei zu vergessen,
dass man als Softwareentwickler fast sechs Mal mehr Chancen auf
einen Projektauftrag hat.
Es ist deshalb nicht immer leicht, im Spagat zwischen „Nachfrage
Position“ und „besserer Bezahlung“ die richtige
Entscheidung zu treffen.
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| Die
Stichprobe |
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| Die vorliegende Marktstudie beruht
auf der statistischen Auswertung der GULP Dienste zur Vermittlung
von IT-Freiberuflern. Die Entwicklung der Projektanfragen beruht
auf der statistischen Auswertung von 22.137 Projektangeboten, die
IT-Freiberuflern von Januar bis einschließlich September 2003
über den GULP-Server zugestellt wurden. Das Datenmaterial wird
durch Angaben zum Nachfrageverhalten großer IT-Anwenderfirmen
und Informationen aus den Profilen der über 45.286 bei GULP
eingetragenen IT-Freiberufler (Stand 01.10.2003) ergänzt.
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