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E-Business bei DaimlerChrysler -
Ziel ist das voll vernetzte Unternehmen

(April 2001)
 

Vorbei die Zeiten, als es noch reichte, das Internet als Werbeplattform zu nutzen und im neuen Medium Flagge zu zeigen. Der Automobilkonzern DaimlerChrysler will durch konzernweite, komplett untereinander und mit der Außenwelt vernetzte Prozesse und Informationsströme bisher nicht gekannte Rationalisierungspotentiale aufbauen. Es geht darum, Kosten zu senken und die Ertragssituation zu verbessern.

Der Grundsatz der Informationspolitik: Jeder potenzielle Kunde soll durch das "World wide web" mit DaimlerChrysler verbunden sein. Damit eng verknüpft ist die interne Kommunikation über das firmeneigene Intranet, das Geschäftsprozesse optimieren und automatisieren soll. Über Schnittstellen zu Lieferanten und Geschäftspartnern sollen die Informationsströme und "Workflows" gesteuert werden, wobei der Bereich Kundenbetreuung (CRM Customer relationship management) seiner Bedeutung entsprechend strategisch zentral positioniert wird.

Mittel- und langfristig sollen auf diesem Weg Beträge in Milliardenhöhe eingespart werden. DaimlerChrysler will, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Schrempp, die enormen Wettbewerbsvorteile seines professionellen e-business voll ausschöpfen. Oberstes Ziel: Umwandlung von DaimlerChrysler in ein voll vernetztes Unternehmen.

 

Weltweit integriertes Projektmanagement
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Zu diesem Zweck hat DaimlerChrysler mit DCX Net eine Zentrale für das konzernübergreifende Management von IT-Projekten geschaffen. Alle existierenden und zukünftigen e-business-Investitionen und -Aktivitäten wurden in der neu gegründeten Tochtergesellschaft DCX Net Holding gebündelt. Diese Holding, mit einem Startkapital von 550 Millionen Euro ausgestattet, steuert die "DCX NET Initiative", die für operatives Projektmanagement zuständig ist.

Eckhard Cordes, verantwortlich für IT-Management über die Aufgaben der DCX Net Holding: "Die Holding wird Allianzen eingehen, sich in Joint Ventures engagieren und investieren, um die e-business-Aktivitäten der Gesellschaft zu fördern. Die DCX Net betreibt auch die Übernahme und Beteiligung an Internet-Firmen, die den speziellen Bedürfnissen der DC-Gruppe entsprechen." Die Kriegskasse nennt sich DaimlerChrysler Venture Capital Fonds. Sie soll - in Abstimmung mit der DCX Net Initiative - in erfolgversprechende Start-ups investieren, die zu den Interessen von DaimlerChrysler passen.

Hauptaufgabe ist es, die bestehenden und zukünftigen Einzelaktivitäten und Projekte, hauptsächlich die Kernbereiche B2B (business-to-business), B2C (business-to-customer), B2E (business-to-employee) sowie Telematik zu einem integrierten E-Business-System zusammenzuführen.

Business-to-Business (B2B): Covisint, laut DaimlerChrysler der weltgrößte Internet-Marktplatz, ist ausgelegt, um ein universelles, einheitliches Netzwerk zwischen Automobilindustrie und Zulieferern zu schaffen. DaimlerChrysler bezeichnet die zusammen mit Ford, GM und Renault/Nissan eingeführte B2B-Plattform als wichtigste B2B-Plattform überhaupt. Zur Ausschöpfung des vollen B2B-Potentials stellt DaimlerChrysler den gesamten Umfang der Arbeitsprozesse, von Einkauf und Entwicklung bis hin zu Produktion und Verkauf auf den Prüfstand. Die Reorganisation der Arbeitsabläufe soll Vorgänge optimieren und Kosten sparen helfen. Im Einzelnen heißt das: reduzierte Lagerhaltung, beschleunigte Verfügbarkeit von Teilen, genauere Planung und größere Flexibilität.

Business-to-Customer (B2C): In puncto B2C hat DaimlerChrysler die ersten Schritte gemacht, das Internet als Vertriebskanal zu nutzen, neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung zu intensivieren.

In Zukunft will DaimlerChrysler alle Möglichkeiten webbasierter Technologie ausschöpfen, um die Effizienz der gesamten Vertriebs- und Marketingorganisation voranzutreiben. Internetseiten des Unternehmens sollen ausgebaut werden mit einer Fülle innovativer Features, um Kunden schnelleren Zugriff auf Produkte, Service und Informationen zu gestatten.

Business to Employee (B2E): Versorgt die Belegschaft mit Internet-Zugriff zu einer ganzen Service-Palette. Jeder Beschäftigte kann über das Internet kontaktiert werden. Parallel dazu können DaimlerChrysler-Beschäftigte das DaimlerChrysler-Intranet nutzen, um auf über eine Million Service- und Informationsseiten der Unternehmens-Knowledge Base zuzugreifen.

Telematik, die Nutzung von Computer und Telekommunikationstechnologie für intelligente Transportmanagement-Systeme, soll eine komplett neue Service-Palette für Personenwagen schaffen. Die Vernetzung erhält auch einen hohen Stellenwert auf dem Nutzfahrzeug-Sektor, wie z.B. Flottenmanagement und Logistik. Internetzugriff im Auto wird bald standardmäßig angeboten, ergänzt durch Dienste wie Online-Routenplanung, "e-Call"-Notfallantwortsystem und die Ortung von gestohlenen Autos über das Netz.

 

 

Deutschsprachige Internetportale
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Was sieht der Interessent und potentielle Kunde bis jetzt von all dem? Über mehrere Internet-Portale kann er in Kontakt zu DaimlerChrysler treten. Zusammen mit T-Online hat die DCX Net Holding ein Joint Venture gegründet. Das neue Gemeinschaftsunternehmen betreibt markenbezogene Automobil-Portale (Mercedes-Benz und Smart) sowie zusätzlich ein markenübergreifendes Portal für Kunden in deutschsprachigen Ländern.

Damit das Produktangebot und der Service überzeugen, wird die Site mit vielfältigen Informationen und statistischen Übersichten angereichert. Die einfache Nutzung der Seite und die schnelle Beantwortung von Fragen, brachten DaimlerChrysler bereits einige Preise und Auszeichnungen.

Von der Geschwindigkeit her bleiben keine Wünsche offen. Über die Startseite geht es "Ruck Zuck" zu den angebotenen Links. Kontakte nach Nordamerika, innerhalb von Europa und Asien stehen bereit. In Sachen Tempo überzeugt der Rennstall von Mercedes-Benz McLaren auch im Internet. Der rennsportbegeisterte Kunde bekommt unter mclaren.com seine Informationen. Smart.com ist übersichtlich, leicht zu bedienen und bietet dem Anwender unter anderem die Möglichkeit, sein Fahrzeug individuell zu konfigurieren.

Wer es genau wissen will:
www.mclaren.com extern
www.smart.com extern

 

 


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