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Zu diesem Zweck hat DaimlerChrysler mit DCX Net eine Zentrale für
das konzernübergreifende Management von IT-Projekten geschaffen.
Alle existierenden und zukünftigen e-business-Investitionen
und -Aktivitäten wurden in der neu gegründeten Tochtergesellschaft
DCX Net Holding gebündelt. Diese Holding, mit einem Startkapital
von 550 Millionen Euro ausgestattet, steuert die "DCX NET Initiative",
die für operatives Projektmanagement zuständig ist.
Eckhard Cordes, verantwortlich für IT-Management über
die Aufgaben der DCX Net Holding: "Die Holding wird Allianzen
eingehen, sich in Joint Ventures engagieren und investieren, um
die e-business-Aktivitäten der Gesellschaft zu fördern.
Die DCX Net betreibt auch die Übernahme und Beteiligung an
Internet-Firmen, die den speziellen Bedürfnissen der DC-Gruppe
entsprechen." Die Kriegskasse nennt sich DaimlerChrysler Venture
Capital Fonds. Sie soll - in Abstimmung mit der DCX Net Initiative
- in erfolgversprechende Start-ups investieren, die zu den Interessen
von DaimlerChrysler passen.
Hauptaufgabe ist es, die bestehenden und zukünftigen Einzelaktivitäten
und Projekte, hauptsächlich die Kernbereiche B2B (business-to-business),
B2C (business-to-customer), B2E (business-to-employee) sowie Telematik
zu einem integrierten E-Business-System zusammenzuführen.
Business-to-Business (B2B): Covisint, laut DaimlerChrysler
der weltgrößte Internet-Marktplatz, ist ausgelegt, um
ein universelles, einheitliches Netzwerk zwischen Automobilindustrie
und Zulieferern zu schaffen. DaimlerChrysler bezeichnet die zusammen
mit Ford, GM und Renault/Nissan eingeführte B2B-Plattform als
wichtigste B2B-Plattform überhaupt. Zur Ausschöpfung des
vollen B2B-Potentials stellt DaimlerChrysler den gesamten Umfang
der Arbeitsprozesse, von Einkauf und Entwicklung bis hin zu Produktion
und Verkauf auf den Prüfstand. Die Reorganisation der Arbeitsabläufe
soll Vorgänge optimieren und Kosten sparen helfen. Im Einzelnen
heißt das: reduzierte Lagerhaltung, beschleunigte Verfügbarkeit
von Teilen, genauere Planung und größere Flexibilität.
Business-to-Customer (B2C): In puncto B2C hat DaimlerChrysler
die ersten Schritte gemacht, das Internet als Vertriebskanal zu
nutzen, neue Kunden zu gewinnen und die Kundenbindung zu intensivieren.
In Zukunft will DaimlerChrysler alle Möglichkeiten webbasierter
Technologie ausschöpfen, um die Effizienz der gesamten Vertriebs-
und Marketingorganisation voranzutreiben. Internetseiten des Unternehmens
sollen ausgebaut werden mit einer Fülle innovativer Features,
um Kunden schnelleren Zugriff auf Produkte, Service und Informationen
zu gestatten.
Business to Employee (B2E): Versorgt die Belegschaft mit
Internet-Zugriff zu einer ganzen Service-Palette. Jeder Beschäftigte
kann über das Internet kontaktiert werden. Parallel dazu können
DaimlerChrysler-Beschäftigte das DaimlerChrysler-Intranet nutzen,
um auf über eine Million Service- und Informationsseiten der
Unternehmens-Knowledge Base zuzugreifen.
Telematik, die Nutzung von Computer und Telekommunikationstechnologie
für intelligente Transportmanagement-Systeme, soll eine komplett
neue Service-Palette für Personenwagen schaffen. Die Vernetzung
erhält auch einen hohen Stellenwert auf dem Nutzfahrzeug-Sektor,
wie z.B. Flottenmanagement und Logistik. Internetzugriff im Auto
wird bald standardmäßig angeboten, ergänzt durch
Dienste wie Online-Routenplanung, "e-Call"-Notfallantwortsystem
und die Ortung von gestohlenen Autos über das Netz.
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