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Die Investitionsplanungen deutscher Unternehmen lassen erwarten,
dass im nächsten Jahr E-Business-Projekte an Gewicht gewinnen. Dies
geht aus einer Umfrage des DIHT unter mehr als 22.000 deutschen
Unternehmen hervor. Die Untersuchung "E-Business in Deutschland",
die der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) und die MediaMit
GmbH in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHKn)
durchgeführt haben, zeigt laut DIHT auf, wohin die deutschen Unternehmen
im E-Business steuern. Im Einzelnen: 52 Prozent wollen hier verstärkt
investieren: 36 Prozent in die eigene Homepage sowie 19 Prozent
in B2B-Commerce und Web-Kundenpflege. Offensichtlich gewinnen Internet-Marktplätze
und Branchen-Portale an Gewicht, hat die Studie herausgefunden.
Der B2C-Bereich bleibt jedoch mit 13 Prozent der Investitionsplanungen
weiter das Schlusslicht.
Die Erhebung ist nach Aussage von DIHT-Präsident Hans-Peter Stihl
die bisher größte ihrer Art in Deutschland. Sie beleuchtet, in welchem
Umfang die Firmen Anwendungen der Informationstechnologie nutzen,
wie ihre weiteren Pläne aussehen, welche Hindernisse und welche
Chancen für den elektronischen Geschäftsverkehr gesehen werden.
Die beliebteste Anwendung neuer Informationstechniken ist der Umfrage
zufolge die eigene Internetpräsenz, auf die immerhin schon die Hälfte
aller deutschen Firmen verweisen kann. Das eigentliche Potenzial
- die Umstrukturierung der gesamten Wertschöpfungskette: Beschaffung/Produktion/Verkauf
- sei bislang jedoch nur von der Minderheit der Unternehmen angegangen
worden, bedauert Stihl. Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen
setzen B2B-Lösungen ein, 15 Prozent betreiben Kundenpflege via Internet,
und B2C-Anwendungen werden gar nur von 11 Prozent genutzt. Am weitesten
sind erwartungsgemäß die Großunternehmen, die sich schon zu einem
Drittel komplexen Formen der Netzwirtschaft zuwenden.
Die kleinen und mittelständischen Unternehmen halten sich noch
zurück. Aber das soll sich rasch ändern. Laut Stihl gibt es noch
viel zu tun: "Spannend ist jetzt die Frage: Sind sich die deutschen
Unternehmen der gewaltigen Potenziale des elektronischen Geschäftsverkehrs
bewusst? Wie gehen sie in die Zukunft? Planen sie entsprechende
Investitionen für 2001? Denn: Im Bereich E-Business spielt künftig
die Musik!"
Und IT-Fachkräfte werden weiter dringend gesucht. Das ist keineswegs
neu, aber jetzt auf breiter Zahlenbasis bestätigt. Fehlendes fachkundiges
Personal für die Informationstechnologie ist für 25 Prozent der
Unternehmen ein beachtliches Problem. Fazit: an Projekten ist im
nächsten Jahr kein Mangel.
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