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2001 wird das Jahr des E-Business

DIHT-Studie

(Dezember 2000)

Erwartungen für 2001  
   

Die Investitionsplanungen deutscher Unternehmen lassen erwarten, dass im nächsten Jahr E-Business-Projekte an Gewicht gewinnen. Dies geht aus einer Umfrage des DIHT unter mehr als 22.000 deutschen Unternehmen hervor. Die Untersuchung "E-Business in Deutschland", die der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) und die MediaMit GmbH in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHKn) durchgeführt haben, zeigt laut DIHT auf, wohin die deutschen Unternehmen im E-Business steuern. Im Einzelnen: 52 Prozent wollen hier verstärkt investieren: 36 Prozent in die eigene Homepage sowie 19 Prozent in B2B-Commerce und Web-Kundenpflege. Offensichtlich gewinnen Internet-Marktplätze und Branchen-Portale an Gewicht, hat die Studie herausgefunden. Der B2C-Bereich bleibt jedoch mit 13 Prozent der Investitionsplanungen weiter das Schlusslicht.

Die Erhebung ist nach Aussage von DIHT-Präsident Hans-Peter Stihl die bisher größte ihrer Art in Deutschland. Sie beleuchtet, in welchem Umfang die Firmen Anwendungen der Informationstechnologie nutzen, wie ihre weiteren Pläne aussehen, welche Hindernisse und welche Chancen für den elektronischen Geschäftsverkehr gesehen werden.

Die beliebteste Anwendung neuer Informationstechniken ist der Umfrage zufolge die eigene Internetpräsenz, auf die immerhin schon die Hälfte aller deutschen Firmen verweisen kann. Das eigentliche Potenzial - die Umstrukturierung der gesamten Wertschöpfungskette: Beschaffung/Produktion/Verkauf - sei bislang jedoch nur von der Minderheit der Unternehmen angegangen worden, bedauert Stihl. Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen setzen B2B-Lösungen ein, 15 Prozent betreiben Kundenpflege via Internet, und B2C-Anwendungen werden gar nur von 11 Prozent genutzt. Am weitesten sind erwartungsgemäß die Großunternehmen, die sich schon zu einem Drittel komplexen Formen der Netzwirtschaft zuwenden.

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen halten sich noch zurück. Aber das soll sich rasch ändern. Laut Stihl gibt es noch viel zu tun: "Spannend ist jetzt die Frage: Sind sich die deutschen Unternehmen der gewaltigen Potenziale des elektronischen Geschäftsverkehrs bewusst? Wie gehen sie in die Zukunft? Planen sie entsprechende Investitionen für 2001? Denn: Im Bereich E-Business spielt künftig die Musik!"

Und IT-Fachkräfte werden weiter dringend gesucht. Das ist keineswegs neu, aber jetzt auf breiter Zahlenbasis bestätigt. Fehlendes fachkundiges Personal für die Informationstechnologie ist für 25 Prozent der Unternehmen ein beachtliches Problem. Fazit: an Projekten ist im nächsten Jahr kein Mangel.

 

 


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