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Studie: IT-Trends 2007

(April 2007)
Inhalt dieses Artikels:
Sinkende Fertigungstiefe | Sicherheit bleibt Thema Nr. eins | Vom Dienstleister zum Business-Partner
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Welche IT-Themen werden für Unternehmen zukünftig immer wichtiger? Wie beeinflusst die zunehmende Auslagerung von IT-Services die Rolle der IT-Leiter und ihrer Abteilungen? Dies sind nur einige Fragen, mit denen sich die Management- und IT-Beratung Capgemini in ihrer unabhängige Studie "IT-Trends 2007" näher befasst. GULP stellt einige zentrale Ergebnisse auszugsweise vor.

An der zum fünften Mal in Folge durchgeführten Studie nahmen IT-Verantwortliche aus 67 deutschen Unternehmen sowie Führungskräfte aus Österreich (24) und der Schweiz (16) teil, deren Firmen jeweils einen Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Euro erwirtschaften. Der Großteil (52 %) der Teilnehmer arbeitet in der Dienstleistungsbranche, gefolgt von der Produktindustrie (45 %).

 

Sinkende Fertigungstiefe
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Durch die Globalisierung wird die IT selbst immer mehr zum Wettbewerbsfaktor, so dass sich auch die Rolle der IT-Abteilung ändert. Einerseits muss sie Innovationen auf den Weg bringen und zur Optimierung von Geschäftsprozessen beitragen, andererseits die Strukturen schaffen, um das Tagesgeschäft möglichst kostengünstig und qualitativ hochwertig abzuwickeln. Der Trend geht deshalb zur IT-Industrialisierung, d.h. das Unternehmen wickelt nur noch sehr individuelle Leistungen selbst ab und lagert alle anderen Services an externe Dienstleister aus. Auch die befragten IT-Verantwortlichen rechnen in den nächsten Jahren mit einer stetig sinkenden Fertigungstiefe ihrer IT-Abteilungen in allen Bereichen.  
   
Wie hoch ist  - prozentual gesehen - Ihre Eigenleistung bei der Erbringung von Betrieb, Wartung und Pflege der IT-Services?  
   

Bereits heute wird nur noch etwas mehr als ein Viertel (28,3 %) der Software intern programmiert. Die Betreuung von Infrastruktur und Anwendungen wird dagegen noch zu annähernd der Hälfte im Unternehmen erbracht. In den kommenden fünf Jahren erwarten die Befragten, dass besonders die Eigenleistung im Bereich Infrastruktur auf ca. ein Drittel (35 %) am drastischsten sinken wird. Bei Pflege und Wartung nimmt dieser Wert von 47 % auf rund 41 % ab; nur noch knapp ein Fünftel (22 %) der Software wird dann im eigenen Haus entwickelt werden.

Allerdings stehen viele der Befragten bei ihren Bemühungen zur IT-Industrialisierung noch ganz am Anfang: Die Prozesse beispielsweise hat erst knapp ein Drittel von ihnen definiert. Auch bei der Implementierung von Standards, dem Change Management innerhalb der Organisation und dem Partner- und Dienstleistungsmanagement ist die Mehrzahl der Projekte noch nicht abgeschlossen.

Sofern bereits heute Projekte ausgelagert werden, geschieht das beim Großteil der Befragten (68 %) entweder im eigenen Land oder den angrenzenden Nachbarländern. Bekanntschaft mit fernöstlichen Anbietern haben bisher nur wenige gemacht. Die sprachlichen und kulturellen Unterschiede stellen offenbar eine größere Hürde dar als vermutet.

 

 

Sicherheit bleibt Thema Nr. eins
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Wie schon bei der letzten IT-Trends-Studie bleibt die Sicherheit für die Unternehmen das wichtigste Thema. Die größten Sorgen bereiten ihnen derzeit Industriespionage und das mangelnde Sicherheitsbewusstsein der eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte.  
   
Wie wichtig sind die folgenden Themen für Sie in den kommenden Jahren?  
   
Immer wichtiger wird für die Befragten (59 %) das Thema "Business Intelligence" (BI), das im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze gut gemacht. Ebenso relevant sind "Integration und Service-orientierte Architekturen" (SOA), deren Stellenwert für die Befragten in den vergangenen zwölf Monaten am stärksten gewachsen ist. Bislang fand die Auseinandersetzung mit SOA hauptsächlich noch in der Theorie statt, allmählich beeinflussen sie auch das Tagesgeschäft. Das schlägt sich auch in den Budgets nieder, die rund jedes zweite Unternehmen (49 %) zukünftig speziell in diesem Bereich erhöhen möchte.  
   
Wie wird sich das Budget für die einzelnen Bereiche in den nächsten 5 Jahren entwickeln?  
   

Analog zur Relevanz des Themas investieren aber die meisten Unternehmen (54 %) in die Sicherheit. Insgesamt rechnen IT-Leiter mit höheren Investitionen als im vergangenen Jahr. Auch die Prognosen für die kommenden Jahre sind durchweg positiv.

Bei Anwendungen wollen weniger IT-Leiter die Ausgaben kürzen, bei der Infrastruktur mehr. Allerdings ist die Unsicherheit nach wie vor groß: Knapp ein Viertel der Befragten kann nicht sagen, in welchem Bereich es Einschnitte geben wird, dieses Ergebnis deckt sich mit dem aus dem letzten Jahr.

 

 

Vom Dienstleister zum Business-Partner
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Mit dem zunehmenden Wandel zur IT-Industrialisierung ändert sich auch die Rolle der IT-Leiter. Derzeit sorgen die meisten Befragten (79 %) als Dienstleister des Unternehmens für die reibungslose Lieferung der IT. Ihre zukünftige Aufgabe sieht die Mehrheit von ihnen jedoch darin, dem Management beratend zur Seite zu stehen und unternehmerische Herausforderungen in IT-Lösungen umzusetzen.  
   
Rolle des IT-Leiters  
   

Heute nimmt etwas mehr als die Hälfte (53 %) von ihnen diese Rolle als Business Partner wahr und wird von der Geschäftsführung in strategische Fragen eingebunden. In Zukunft werden nahezu alle Befragten (92 %) geschäftliche Anforderungen in technische Lösungen übersetzen. Das bedeutet, dass sich diese Tätigkeit zu ihrer Hauptaufgabe entwickeln wird. Auch die Optimierung von Geschäftsprozessen wird in den nächsten Jahren als Aufgabenfeld der IT-Leiter stark zunehmen.

 

 

Die detaillierte Studie "IT-Trends 2007" erhalten Sie direkt bei Capgemini.
Capgemini behält sich alle Rechte am Artikel vor. © 2007

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Gut Denkanstoß für die Zukunft (Mai 2007)"

"Sehr hilfreich, um die eigenen Positionen zu überprüfen. (Mai 2007)"

"Dass die IT-Eigenleistungen zurück gehen sollen, ist gut für Freiberufler. (Mai 2007)"

"Wichtiger Artikel für Beratungsunternehmen, um künftige Entwicklung von Geschäftsfeldern voranzutreiben oder auszubauen. (Mai 2007)"


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