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M-Commerce wird sich bis 2003 jährlich verdreifachen

Trend zur Informationsgesellschaft: Deutschland erhöht das Tempo.

(Juli 2001)
Inhalt dieses Artikels:
Gehäufte ITK-Projekte | Prinzip der Partnerschaften | Enorme Wachstumsraten
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Deutschland entwickelt sich zurzeit mit einer bislang nicht gekannten Techno-Dynamik. Dabei treibt das Mobile Business den Markt an, wie die neue BITKOM-Studie "Wege in die Informationsgesellschaft" zeigt.

"Wenn das Internet mit mobilen Anwendungen zusammenwächst, explodieren die Märkte", meint BITKOM-Präsident Volker Jung. "Mobilkommunikation und die neuen Telekommunikationsdienste im Umfeld von Mobile Business treiben den Markt für Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) in Europa an", betont der Präsident des BITKOM Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (www.bitkom.org). Im mobilen elektronischen Handel wurden im vergangenen Jahr europaweit mehr als 2,5 Milliarden Mark investiert, in Deutschland waren es 483 Millionen Mark. Bis 2003 kann in fast allen europäischen Ländern von jährlichen Wachstumsraten von 200 Prozent ausgegangen werden.

 

ITK-Projekte häufen sich, Spezialisten sind rar nach oben
   
Auf Rang 1 in Europa
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Im vergangenen Jahr wurden mehr als 35 Millionen neue Kommunikations- Anschlüsse im Bereich Mobilfunk, Festnetz und Internet geschaltet. Davon entfallen allein 24 Millionen auf die Mobilkommunikation. Das ist ein internationaler Rekordwert.

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Mehr als zehn Millionen Deutsche gingen im vergangenen Jahr online.

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Sieben Millionen PCs wurden verkauft.

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Dadurch stieg die Zahl der Ende 2000 installierten PCs gegenüber dem Vorjahr um knapp zwei Millionen auf etwa 28 Millionen an.

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Die Zahl der Mobilfunkteilnehmer hat sich mit 48 Millionen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

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In der Verbreitung von ISDN ist Deutschland seit jeher führend, beim Einsatz der neuen Technologie DSL, die einen High-Speed-Internet-Zugang und große Bandbreiten ermöglicht, liegt Deutschland auf Rang eins.

Doch die Mobilfunkbranche steht unter "einzigartigem Kostendruck", nachdem die Anbieter für den Kauf der UMTS-Mobilfunklizenzen rund 100 Milliarden Mark aufwenden mussten. Das Geld fehlt für Investitionen in neue Infrastruktur und Dienste. Gerade auf E-Commerce-Geschäfte per Handy, die mit künftigen Netzen möglich werden, setze die Branche aber große Hoffnungen.

ITK-Projekte häufen sich, Spezialisten sind rar. "In den nächsten Jahren wird im Bereich M-Commerce und M-Business Unterstützung bei der Beratung, bei Design und Implementierung von M-Business-Applikationen gefordert sein", meint Alexander Mutafoff. Vor allen Dingen Content-Management-Profis, Softwarearchitekten und Sicherheitsspezialisten werden nach Meinung des Vorstand der top it services AG in München verstärkt nachgefragt. "An Projekten läuft derzeit die Entwicklung von Basisstationen für UMTS auf Hochtouren, aktuell sind auch Handy-Bedienoberflächen", detailliert Eckhard Höft. Gefragt sind dafür Ingenieure der Nachrichten- und Elektrotechnik sowie technische Informatiker. Der Geschäftsführer der Unisoft Gesellschaft für Informationstechnik mbH aus Germering (unisoft-gmbh.de) gibt etwa Skills für Bluetooth-Schnittstellen und Embedded Softwareentwicklung wie auch Echtzeitbetriebssystem-Erfahrung große Chancen. Gleichzeitig wird Qualitätssicherung großgeschrieben. Wichtiges Teilfeld im DV-Engineering bleibt für Systemspezialisten das Testen der Geräte. Dazu ist die Entwicklung von Testmaschinen mit Simulationssytemen nötig. "Da überall Qualifikationen fehlen, kommen Kunden wie Nokia und Ericsson aus dem Ausland nach Deutschland, um hier zu entwickeln."

Bei Beratern spielen Anforderungen wie UML zur Geschäftsprozessmodellierung künftig eine Rolle. "Für die Realisierung sind neben Kenntnissen von Content-Management-Systemen weiterhin WAP, WML, IP, Java und Browser-Know-how nachgefragt", meint Mutafoff. "Auch die Konfiguration und Verfügbarkeit der Netze, Gateways, Firewalls und Router werden in Zukunft wichtige Skills sein."

 

 

Prinzip der Partnerschaften nach oben
   

Beratungen wie Sercon reagieren abgestimmt auf den gespannten Markt und die Anforderungen des E-Business. "Besondere Bedeutung erhalten die drei Phasen Konzeption, Realisierung sowie der Betrieb", meint Dr. Johannes Schütte. Um dieses Konzept umzusetzen, sind stärker als bisher branchenspezifische Skills notwendig. "Beratung ist weit mehr fachlich getrieben als technologisch motiviert. Statt Technologie-Details stehen E-Business-Fakten im Vordergrund. Engpässe, Nöte, Targets der Nutzer zu verstehen sind Marksteine für diese Beratung." Ebenso geht es um die Rendite und die Finanzierung eines Projektes, um mögliche Engpässe überbrücken zu können.

Eine dynamische Entwicklung im E-Business bringt spezielle Fragestellungen mit Anforderung nach externen Spezialisten. Sercon strebt nicht an, zu stark mit Unterlieferanten zu arbeiten. "Das in Projekten zusätzlich erworbene Wissen geht oftmals wieder verloren", meint Guido Auberger. "Dabei sind Planungsgrundlagen für komplexe Projekte aber gerade jene Erfahrungen, die im Knowledge-Management verfügbar gehalten werden." Wie Sercon weiß, richtet sich die Auftragsvergabe der Kunden stark danach, ob ein Dienstleister mit eigenem Personal arbeiten kann oder hinzukaufen muss." Skills und Ressouren zu ergänzen geschieht bei Sercon daher nach klarer Strategie. "Hierbei kommt das Prinzip der Partnerschaften und die erforderliche Verlässlichkeit ins Spiel."

 

 

Enorme Wachstumsraten nach oben
   
BITKOM - M-Business

Die ITK-Branche hat in Deutschland im Jahr 2000 innerhalb der Volkswirtschaft weiter an Gewicht und Bedeutung gewonnen. Doch werden die bestehenden Potenziale noch nicht ausgeschöpft. Der Anteil der ITK-Umsätze am Bruttoinlandsprodukt wuchs zwar im Jahr 2000 von 5,3 Prozent auf 5,7 Prozent. In der Spitzengruppe USA und Schweden werden aber bereits Werte zwischen acht und neun Prozent erzielt. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Information und Kommunikation lagen im vergangenen Jahr in Deutschland bei 2737 Mark. In der Schweiz und den USA wurde bereits die Marke von 5000 Mark überschritten.

In Deutschland seien in dem Zweig im vorigen Jahr 438 Millionen Mark erlöst worden. Damit stelle die Bundesrepublik in Europa, wo sich die Umsätze insgesamt auf 2,5 Milliarden Mark beliefen, "den größten Einzelmarkt" dar. Bis 2003 seien in fast allen europäischen Ländern Wachstumsraten von rund 200 Prozent zu erwarten. Bereits im Jahr 2002 wird es nach Angaben Jungs in Deutschland mehr mobile als stationäre Internet-Terminals geben. Der BITKOM-Präsident: "Auf dem Weg ins mobile Internet ziehen wir an allen Wettbewerbern einschließlich den USA klar vorbei." Diese Entwicklung dürfe nun nicht durch zusätzliche Gebühren und Abgaben oder die starren Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes gebremst werden.

 

 

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