GULP >> GULP Knowledge Base >> Markt & Trends >> Allgemeines zur IT-Branche >> Wirtschaftsflaute?

Wirtschaftsflaute? - Professional Services mit Zukunft

Online, Software und Services treiben den Markt an.

(November 2001)
Inhalt dieses Artikels:
Aktuelle Marktzahlen | Wachstumsfaktoren des ITK-Marktes | Chancen für strategisch denkende IT-Spezialisten | Die kommenden Monate

Quelle: freiberufler info

Ihre Meinung zum Artikel
 
sehr gut
1
2
3
4
5
6
schlecht
 

Die Wirtschaftsflaute ist unübersehbar. Die Nachfrage nach Software und Dienstleistungen jedoch wächst. "Professional Services" erreichen dabei im laufenden und im kommenden Jahr überdurchschnittliche Zuwachsraten.

 

Aktuelle Marktzahlen
nach oben
   

Die Dynamik des europäischen IT-Marktes liegt weiterhin über dem weltweiten Durchschnitt, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM extern) feststellt. "Das im Vergleich zum Vorjahr moderate Wachstum ist eine Delle in einem mittelfristig stabilen Wachstumspfad."

TK-Markt erholt sich
Beim globalen Konjunkturabschwung für IT-Investitionen schneidet Deutschland bislang erträglich ab. Besonders die Nachfrage nach Software und Dienstleistungen hält an.

 

Nicht alle Anbieter von IT-Projekten reagieren mit Zaudern auf die angespannte Marktsituation. So werden sich Software und Services aufgrund der erhöhten Nachfrage der Endverbraucher nach integrierten IT-Lösungen stärker entwickeln. Ebenso gibt die stärkere Nutzung des Internet in allen Bereichen der Wirtschaft neue Impulse.

"Die Aufträge gehen deutlich nach unten. Tatsächlich befinden wir uns in einer Flaute. Doch Freiberufler leben in einem zyklischen Markt. Daher ist mittelfristig Optimismus angebracht", meint Dr. Helmut Stiegler von der STI-Consulting GmbH aus München extern. Die Marktzahlen bestätigen diese Sicht. Das European Information Technology Observatory EITO extern erwartet für den westeuropäischen ITK-Markt (Informationstechnik, Telekommunikation, Hardware, Software und Services) im laufenden Jahr ein Wachstum um 6,8 Prozent auf 1,124 Billionen Mark. Für das Jahr 2002 rechnet EITO in Europa mit einem Marktwachstum um sieben Prozent auf dann 1,203 Billionen Mark.

Informationstechnik einschließlich Software und IT-Services legt derzeit in Westeuropa um 7,5 Prozent auf 521 Milliarden Mark zu. Laut EITO wird im Jahr 2002 ein Wachstum um 8,6 Prozent auf 566 Milliarden Mark erreicht. Spitzenreiter sind informationstechnische Dienstleistungen und Software. Die "Professional Services" erreichen mit 9,3 Prozent sowie 9,8 Prozent im laufenden respektive im kommenden Jahr überdurchschnittliche Zuwachsraten. Der Markt für Software legt im gleichen Zeitraum um 10,5 Prozent sowie 11,6 Prozent zu. Große Chancen werden insbesondere dem Application Service Providing (ASP) zugerechnet.

Entwicklung der Projektanfragen 2001
Das Projektgeschäft entwickelt sich wellenförmig.
Quelle: GULP-o-meter
 

 

Wachstumsfaktoren des ITK-Marktes
nach oben
   

"Der augenblickliche Projektstopp wird in Aufträge umschlagen, jedoch mit veränderter Perspektive. Im Vordergrund stehen die Rationalisierungszwänge und die damit verbundenen Projekte", so Principal Consultant Stiegler. Ob Kostenoptimierung, Sicherheitstechnologien oder Customer Relationship - gefragt ist nach seiner Meinung der IT-Spezialist mit seiner besonderen Erfahrung für ausgewählte Produkte samt Branchenwissen. Als Wachstumsfaktoren beschreibt die EITO-Studie Trends, die derzeit den ITK-Markt antreiben. Dazu gehören:

> Software und Services, die sich aufgrund der erhöhten Nachfrage der Endverbraucher nach integrierten IT-Lösungen stärker entwickeln.
> Die stärkere Nutzung des Internet in allen Bereichen der Wirtschaft. Große Unternehmen konzentrieren ihre Investitionen auf Internet-basierte Anwendungen wie Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM), Electronic und Mobile Business sowie Business Intelligence (BI).
> Investitionen in Breitband-Technologien für den Internet-Zugang.
> Neuentwicklungen in drahtloser Kommunikationstechnik, die die Nachfrage nach neuen Anwendungen und Diensten anregen.
 

 

Chancen für strategisch denkende IT-Spezialisten
nach oben
   

Gerade unternehmerisch handelnde Freiberufler haben Perspektiven. "Wir suchen den IT-Spezialisten, der in der Lage ist, strategisch zu denken", stellt Hans Jörg von Schönfeld heraus.

Ein solcher IT-Experte springt nicht nur von Projekt zu Projekt. Vielmehr zeigt er Flagge und möchte sich langfristig am Markt positionieren. Diese aktive Strategie kann optimale Voraussetzungen schaffen. Dazu bietet der Vorstand der Pass Partner Consulting AG extern ein Partner-Modell an. Dabei stehen dem Freiberufler unternehmerisches Engagement in internationalen Großprojekten ebenso offen wie eine Beteiligung an der AG. Die Bandbreite kann sich vom Projektmanager über die Strategieberatung bis zur Bereichsleitung oder der Kooperation ganzer Teams bei Festpreisaufträgen erstrecken.

Diagramm

Wie viel Prozent der bei GULP eingetragenen Freiberufler sind je Monat verfügbar? Vergleich der Jahre 2001 , 2000 und 1999

 

Hinsichtlich der Stundensätze müssen sich IT-Freiberufler im bewegten Markt kaum Sorgen machen, wie eine Auswertung der GULP-Profiledatenbank im Zeitraum April 1999 bis Oktober 2001 zeigt. Lag der gewünschte Honorarsatz von IT-Freiberuflern im Oktober 1999 noch bei 68 Euro, so kletterte er ein Jahr später bereits auf 71 Euro. Heute beträgt der mittlere Stundensatz 75 Euro. Die Stundensätze sind also von Oktober 2000 bis Oktober 2001 mit 5,6 Prozent stärker gestiegen als im gleichen Zeitraum von 1999 bis 2000 (4,4 Prozent).

 

 

Die kommenden Monate
nach oben
   

Allerdings wird die weltweit angespannte, konjunkturelle Lage die ITK-Märkte in den kommenden Monaten unter Druck halten. BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sagt eine stärker zyklisch veranlagte Entwicklung voraus: "Die Branche insgesamt wird auch in Zukunft wachsen. Man sollte sich aber daran gewöhnen, dass es in einzelnen Segmenten auch mal nach unten geht." Daher gelte es, die Unternehmen in die Lage zu versetzen, auf sich schlagartig verändernde Marktbedingungen adäquat zu reagieren. Hierbei können die Freiberufler einen wichtigen Servicefaktor darstellen. Nach Ansicht von Branchenkennern wie Theo Rosenbecker liegt künftig die Betonung auf dem besonderen Verständnis von Dienstleistung. "Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing", meint der Geschäftsführer der quadro software GmbH . Darauf gründet die Akzeptanz der Endkunden für Freiberufler in der stattfindenden Marktbereinigung ebenso wie auf eine maßgeschneiderte Auswahl der externen Spezialisten. "Hier sehen wir als Beratung unsere Aufgabe: Zu entscheiden, ob der Freiberufler in das Projekt passt oder nicht."

 

 

IT Freiberufler Dieser Beitrag wurde uns mit freundlicher Genehmigung der IT freiberufler überlassen, dem Report für Selbständige in der IT und New Media Branche. Die IT freiberufler informiert IT-Freiberufler aus Deutschland, Österreich und Schweiz aktuell über Honorare, Marktentwicklung und Qualifizierung, Marketing, Auftragsakquise, Existenzgründung sowie rechtliche Fragen.


Kommentare zu diesem Artikel:

"Ich fand den Artikel sehr Informativ (Januar 2003)"

Seite drucken Seiten drucken
Zum Seitenanfang nach oben

Für die Teilnahme an den mit diesem Icon gekennzeichneten Diensten melden Sie sich mit den Zugangsdaten an.
Zugangsdaten vergessen? | Noch kein GULP Profil?
Über GULP: Mehr als 3.000 Kunden, 75.000 eingetragene IT-Experten, davon 10.500 mit Schwerpunkt Engineering, und über 1.000.000 abgewickelte Projektanfragen: GULP ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-/Engineering-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich zu den Dienstleistungen einer modernen Personalagentur bietet GULP ein umfassendes Online-Portal mit Informationen und Services für die Teilnehmer im Markt.