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Unterhaltung oder Information:
Was interessiert IT-Selbstständige?

(Mai 2006)
Inhalt dieses Artikels:
Meistgelesene Artikel | Die meisten Feedbacks | Die besten Noten | Der Mix macht's
Ihre Meinung zum Artikel
sehr gut
1
2
3
4
5
6
schlecht
 

Bei Tageszeitungen oder Zeitschriften kann nie genau gesagt werden, wie oft ein bestimmter Artikel gelesen wurde. Es gibt zwar so genannte Reichweitenmessungen. Diese ermitteln aber vor allem Bekanntheitsgrad und Nutzung der auf dem Markt verfügbaren Printmedien. Im Unterschied dazu kann bei Online-Veröffentlichungen genau erhoben werden, wie viele User diese angeklickt und damit voraussichtlich auch gelesen haben. Die Redakteure erfahren darüber, was ihre Leser tatsächlich bewegt und interessiert.

Es kann also nicht schaden, die im vergangenen Jahr in der GULP Knowledge Base veröffentlichten Artikel mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Welche Themen interessierten die IT-Freiberufler besonders? Welche Artikel riefen die meisten Leserreaktionen hervor? Was kann aus den gewonnenen Ergebnissen für die zukünftige redaktionelle Arbeit abgeleitet werden?

 

Meistgelesene Artikel nach oben
   

Weder ein Artikel über Stundensätze, Vertragsgestaltung oder Steuerhinweise führt die Rangliste der meistgelesenen Artikel an. Auf den ersten Platz setzt sich die Rubrik "Unterhaltung" mit dem "Leitfaden zur Sabotage von IT-Projekten": Ein satirische Situationsbeschreibung der IT-Projektarbeit. Das zeigt, gerade im harten Unternehmeralltag ist etwas Kurzweil sehr willkommen:

Top 5
 
1.
Leitfaden zur Sabotage von IT-Projekten, Teil 1
2.
Branchen im Vergleich: Gezahlte Stundensätze
3.
Gut gekleidet ist halb gewonnen
4.
Kundenakquise: Wie Sie der Welt sagen, dass es Sie gibt
5.
Umfrage-Ergebnis: Noch Junior oder schon Senior?

Hat der Selbstständige genug geschmunzelt, geht er aber schnell wieder zur Tagesordnung über: Besonders interessant sind für ihn existentielle Themen, allen voran die in der Praxis gezahlten Stundensätze und die richtige Präsentation im Geschäftsleben: Wie bin ich korrekt gekleidet und gewinne neue Kunden? Wann sieht mich der Projektanbieter als Senior?

 

 

Die meisten Feedbacks nach oben
   

Ob ein Beitrag den Nerv der Freiberufler trifft, zeigt sich auch daran, wie viele Lesermeinungen er erhält. Die Leser können die Qualität des Artikels nicht nur mit einer Schulnote bewerten, sondern auch einen persönlichen Kommentar abgeben. Egal, ob kurz oder ausführlich, ob Lob oder Kritik – mit ihren Ansichten halten sie nicht hinter dem Berg. Und das ist auch gut so, denn diese Feedbacks sind eine Art Gradmesser, welche Themen besonders interessieren, einer weiteren Vertiefung bedürfen oder gar fehlen, und ob die Inhalte objektiv und tiefgründig dargestellt wurden. Die Leserkommentare und -anregungen tragen damit letztendlich zur Qualität der Knowlegde Base bei. Im vergangenen Jahr erhielt jeder der 130 veröffentlichten Artikel im Schnitt rund 18 Feedbacks.

Unter den TOP-5-Artikeln mit den meisten Leserreaktionen finden sich auch wieder zwei Beiträge, die bereits in der Kategorie "meistgelesene Artikel" aufgetaucht sind:

Feedbacks
 
77
Gut gekleidet ist halb gewonnen
68
Leitfaden zur Sabotage von IT-Projekten, Teil 1
65
Umfrage-Ergebnis: Aufsteigerskills 2005
55
Umfrage-Ergebnis: Stundensatz Teil 5
48
Small Talk: Kontakte knüpfen und beruflich nutzen

Der Satireleitfaden sowie die Hinweise zum richtigen Business-Dresscode erreichten nicht nur eine große Leserschaft, sondern veranlassten diese auch zu zahlreichen Kommentaren. Hier eine kleine Auswahl:

Lesermeinungen zu "Gut gekleidet ist halb gewonnen":

o
"Der Anzug ist OK, aber bei den Farben - schwarz, dunkelblau, dunkelgrau, braun - wird man im Ausland oft bedauert. Auch wenn man in Deutschland über manche Messe streift, glaubt man sich eher auf einer Beerdigung. Ganz schlimm ist dunkelblau mit Nadelstreifen, da wird man gleich als 'Niete in Nadelstreifen' belächelt. Warum ist man in Deutschland so auf Trauerfarben aus, und warum wird einem ständig gesagt, dass das 'cool' sein soll? (Dezember 2005)"
o
"Super, genau auf den Punkt gebracht, exakt und gut beschrieben. Bitte mehr davon. (Dezember 2005)"

Lesermeinungen zum "Leitfaden zur Sabotage von IT-Projekten":

o
" Klasse! Mir fehlt noch: 'Nehmen Sie stets die billigsten Fachkräfte. Qualität, Erfahrung und Stundensatz haben eh nichts miteinander zu tun.' (Dezember 2005)"
o
"Etwas überzogen aber bemerkenswert nah an der Realität, LEIDER! (Dezember 2005)"

Jedoch bedeuten viele Zugriffe und Feedbacks noch nicht, dass der Artikel von den Lesern auch positiv bewertet wird.

 

 

Die besten Noten nach oben
   

Die im vergangenen Jahr bei GULP veröffentlichten Artikel wurden durchschnittlich mit der Note "gut" (2,3) beurteilt. Auch im Bewertungsranking findet sich der "Leitfaden zur Sabotage von IT-Projekten" wieder, diesmal allerdings mit dem vierten Teil. Ansonsten zeigt sich hier aber ein etwas anderes Bild als bei den zuvor untersuchten Kategorien: Dominierten dort vor allem die Rubriken "Selbstmarketing" oder auch "Stundensätze" erscheinen diese nicht mehr unter den TOP-5 der bestbewerteten Artikel.

An ihre Stelle rücken stattdessen Beiträge aus der Rubrik "Law and Order" und damit aus einem sehr sensiblen Themenbereich: Gerade Artikel mit steuer-, vertrags- bzw. versicherungsrechtlichem Schwerpunkt behandeln besonders unternehmensrelevante Sachverhalte, bei denen es neben der Richtigkeit auch auf die verständliche Darstellung der oftmals komplexen Inhalte ankommt. In der Regel werden deshalb die Steuer- und Rechtsbeiträge bei GULP von Fachexperten verfasst, die sich in der Thematik auskennen.

Note
Feedbacks
 
1,1
22
Der Lizenvertrag im Urheberrecht
1,2
14
Leitfaden zur Sabotage von IT-Projekten, Teil 4
1,3
6
Selbst in der Datenbank suchen...
1,4
15
Neues Urteil zur Anerkennung als Freiberufler
1,5
22
Marktstudie: Gelassenheit bei SAP

Allerdings ändert diese letzte untersuchte Kategorie nichts daran, dass die Rubrik "Selbstmarketing" mit insgesamt vier aufgelisteten Artikeln am häufigsten bei der vorliegenden Untersuchung vertreten ist. Auf dem zweiten Platz folgen "Unterhaltung" und "Chancen und Positionierung" mit je drei Beiträgen, gefolgt von "Stundensätzen" und "Law and Order" mit je zwei Nennungen.

 

 

Der Mix macht's nach oben
   

Aber was bedeutet das nun für die redaktionelle Arbeit? In erster Linie, dass Soft Skill-Themen nicht unterschätzt werden sollten, da sie für IT-Freiberufler zunehmend wichtiger werden. Doch, und das verdeutlicht die Auswertung ebenso, sollte bei allem Ernst des Lebens der Spaß nicht zu kurz kommen, weshalb es gilt, auch die Entertainment-Ecke nicht zu vernachlässigen. Entscheidend ist also ein ausgewogener Themenmix. Folgt man den vorliegenden Ergebnissen so trifft ein Thema á la "Welchen Stundensatz erzielen SAP-Berater bei der Sabotage von IT-Projekten, wenn sie zusätzlich noch Anzug und Krawatte tragen?" den Nagel auf den Kopf.

 

 

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