Umfrage-Ergebnis: Zusammenarbeit mit IT-Freiberuflern

(Mai 2009)
Hat die turbulente Marktlage Einfluss auf die Zusammenarbeit zwischen Projektanbietern und IT-Freiberuflern? Wie viele externe IT-Experten konkurrieren um ein Projektangebot? Wie stehen die Chancen auf ein Folgeprojekt? Leider waren es nur 37 Projektanbieter, die GULP erzählt haben, wie bei Ihnen die Zusammenarbeit mit externen IT-Experten aussieht. Trotzdem: Das Ergebnis gibt Aufschluss darüber, wie Projektanbieter und Freiberufler zusammenarbeiten, wenn es auch nicht wirklich repräsentativ ist.
Weniger ist mehr
 
Umfrage der IT-Personalagentur GULP: Wie vielen Freiberuflern stellen Projektanbieter im Schnitt ein Projekt vor, bevor es zum Abschluss kommt?
Der Trend geht zu weniger: Etwa drei Viertel der Projektanbieter stellen ein Projekt nur maximal fünf IT-Freiberuflern vor, bevor es zum Abschluss kommt. Ein Anzeichen dafür, dass die Projektanfragen, die verschickt werden, bewusst versandt werden. Die Auswahl wird vorher getroffen - und nicht erst dann, wenn der freiberufliche IT-Experte antwortet. Das geht im Übrigen auch einher mit dem, was die IT-Freiberufler bevorzugen: Laut einer GULP Trash Poll ist es 69 Prozent von ihnen lieber, nur wenige, ausgewählte und passende Projektanfragen zu bekommen.
Tägliche Telefonate?
 
Umfrage der IT-Personalagentur GULP: Wie häufig haben Projektanbieter nach Projektstart Kontakt mit „ihrem“ IT-Freiberufler?
Tägliche Telefonate wären mit Sicherheit übertrieben. Aber die große Mehrheit der Projektanbieter (92 Prozent) hat nach dem Projektstart immerhin mindestens monatlich mit ihrem IT-Freiberufler Kontakt - was ausreichen sollte für eine gute Betreuung.
Chance auf Folgeprojekt
 
In wie viel Prozent Ihrer Projekte beschäftigen Sie einen Freiberufler in einem Folgeprojekt (keine Verlängerung) weiter?
43,9%

Knapp 44 Prozent der Projektanbieter beschäftigen einen Freiberufler in einem Folgeprojekt weiter. Klappt die Zusammenarbeit, hat der IT-Freiberufler gute Chancen sich nicht auf Akquise begeben zu müssen beziehungsweise eine projektfreie Zeit zu vermeiden.
Es läuft alles glatt
 
Umfrage der IT-Personalagentur GULP: Hat sich die Zusammenarbeit mit IT-Freiberuflern nach der Meinung der Projektanbieter in den letzten Monaten verändert?
In den letzten Monaten mag sich auf dem IT-Projektmarkt einiges getan haben - nicht aber in der Zusammenarbeit zwischen Projektanbietern und IT-Freiberuflern, sagt die relative Mehrheit der Projektanbieter (43 Prozent). Fast ebenso viele (38 Prozent) sind der Meinung, dass sich die Zusammenarbeit verbessert hat. Also läuft alles glatt? Oder hat es sich etwa auf schlechtem Niveau nicht verändert? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.
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Kommentare zu diesem Artikel:

"Die Anfragen sind nicht weniger geworden aber es wird versucht die Preise massiv zu drücken. Ansonsten werden die Projekte anspruchsvoller und damit ist ein niedriger Preis nicht gerechtfertigt. (Juni 2009)"

"Als erfahrener Freiberufler würde ich sagen, dass zumindest die Zahlen zu den Telefonaten und Folgeprojekten nicht der Realität entsprechen. Bisher hatte ich nach Projektstart kaum noch Kontakt zum Projektanbieter und ein abgeschlossenes Projekt bei einem Anbieter erhöht die Chancen auf ein Folgeprojekt beim selben Anbieter kaum. Das gilt um so mehr, je größer der Anbieter ist. (Mai 2009)"

"Ich finde es seltsam, wenn ein PA einem Kunden mehr als fünf Kandidaten vorstellt. Dann hat er dem Kunden keine Arbeit abgenommen. (Mai 2009)"

"Ich habe bisher immer mit dem Kunden direkt zusammengearbeitet. Ich hatte zwar zwei Mal mit Projektanbietern zu tun, aber einmal stampfte der Kunde das Projekt ein und beim zweiten Mal habe ich nach Nachhaken erfahren, dass der Projektanbieter wohl selbst nur ein Anbieter war und das Projekt nicht an ihn vergeben wurde. Projektanbieter sind daher für mich ein "unbekanntes Wesen". Irgendwie erschreckend finde ich die Zahl von 44% für "wieder an Freiberufler vergebene Aufträge". Da frage ich mich schon, was da schief läuft? Sind die restlichen 56% schlecht? Oder "Einwegware"? Der Artikel gibt darüber keinen Aufschluss. (Mai 2009)"