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Die Existenzgründungsphase ist beim Start in die Freiberuflichkeit von entscheidender Bedeutung

(Januar 2002)

Inhalt dieses Artikels:
Die Existenzgründung | Problemlösungen und Strategien | Wer denkt schon an eine Betriebsprüfung? | Wer hilft bei einer Existenzgründung? | Checkliste für Existenzgründer

Quelle: Peter Brenner

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Informatiker konzentrieren sich zu sehr auf die für Sie interessanten anstehenden Projektinhalte und nicht auf die ebenso wichtigen Existenzgründungsthemen. Hier schafft eine staatlich geförderte Existenzgründungsberatung Abhilfe, die innerhalb der ersten 2 Jahre gewährt wird.

 

Die Existenzgründung
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Mit einer Existenzgründung verhält es sich wie mit einem IT-Projekt: Wird zu Beginn nicht genügend Zeit für die Planung, die Definition von Schnittstellen, sowie die Erkennung von kritischen Projektinhalten aufgewendet, ist das Projekt im Verlauf schnell zum Scheitern verurteilt.

>>Erst einmal ein erstes Projekt akquirieren und dann sehen wie es weitergeht?<<

Es ist heutzutage nicht mehr möglich, eine Existenzgründung nach dem Motto "Erst einmal ein erstes Projekt akquirieren und dann sehen wie es weitergeht" zu beginnen. Zu viele offene Fragestellungen sind zu klären und entscheidende Festlegungen mit weitreichender Wirkung zu treffen. Nicht nur die Themen der Scheinselbstständigkeit und der Anerkennung als Freiberufler sind es, die den Informatiker von Anfang an bedrohlich begleiten. Es gibt andere wichtige Inhalte aus dem Bereich der Existenzgründung, die für den Einzelberater von immenser Bedeutung sind.

 

 

Problemlösungen und Strategien
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Es ist die Festlegung einer persönlichen Akquisitions- und Marketingstrategie, die Honorarfindung für die angebotenen Beratungsleistungen, die Klärung welche Versicherungen erforderlich sind, wie es um die Altersversorgung bestellt ist und natürlich die Gestaltung von problemfreien Beratungsverträgen sowie allgemeinen Geschäftsbedingungen, die bereits zu Beginn einer Selbstständigkeit anstehen. Aber auch die legale Steuermodellierung ist von Anfang an wichtig - genauso wie die Entscheidung, ob die Mitgliedschaft in einem Berufsverband für Informatiker sinnvoll ist. Aber wer kann Existenzgründern in der IT-Branche zu einem erfolgreichen Start-Up verhelfen?

Die wenigsten Steuerberater erbringen es, auch aufgrund Ihrer vielen zu betreuenden Mandanten, eine wirkliche Beratung und Gestaltung für einen Existenzgründer durchzuführen. Somit konzentriert sich deren Leistung auf das steuerliche Tagesgeschäft und die Lösung von diesbezüglichen Fragestellungen. Auch haben die Steuerberater in der Regel keine oder zu wenig IT-Profis als Mandanten und können deren spezielle fachlich begründeten Probleme nicht klären. Gleichwohl sind sie für das steuerliche Tagesgeschäft nötig und überlassen gerne einem aus dem IT-Bereich stammenden, geschulten Existengründungsberater diese Aufgabenstellung.

 

 

Wer denkt schon an eine Betriebsprüfung?
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Die meisten Informatiker die eine Existenzgründung planen, befinden sich noch in einem Angestelltenverhältnis oder sogar in der Schlußphase Ihrer Ausbildung. Kaum jemand denkt in dieser Startphase an eine mögliche spätere Betriebsprüfung. Eine Betriebsprüfung ist allerdings in den letzten Jahren auch bei Einzelberatern immer häufiger durchgeführt worden. In manchen Fällen schon in den ersten drei Geschäftsjahren nach der Gründung. Dies ist begründet durch die erhebliche Erweiterung der Betriebsprüferriegen, alleine in Nordrhein-Westfalen um 50%.

Eine Betriebsprüfung betrachtet regelmäßig die vergangenen Geschäftsjahre, und was vergangen ist kann der Einzelne häufig nicht mehr gestalten und kaum noch verändern. Dies gilt nicht nur für die dann notwendige Sicherung der Freiberuflichkeit. Eine vorteilhafte Definition der Firmenbezeichnung, der Ausgangsrechnungen, der Beratungsverträge, sowie des Internetauftrittes sind erforderlich. Bei von Anfang an positiver Klärung dieser zugegebenermaßen umfangreichen Fragestellungen spart sich der IT-Experte die spätere Einschaltung eines Rechtsanwaltes, um mit dessen Hilfe nachträglich zu versuchen, fehlerhafte Vorgehensweisen aus der Vergangenheit zu korrigieren.

 

 

Wer hilft bei einer Existenzgründung?
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Es gibt vielfältige Angebote von den verschiedenartigsten Institutionen, die einem IT-Profi versprechen, bei seiner Existenzgründung behilflich zu sein. Diese Angebote treffen fast ausnahmslos den Problemkreis des Informatikers nicht. Der Informatiker in der Rolle eines Einzelberaters benötigt nicht zwingend die Erstellung umfangreicher und vielleicht auch wissenschaftlich orientierter Geschäftspläne. Vielmehr ist wichtig die spezifischen Problemstellungen des Existenzgründers informatik-bezogen zu analysieren und Lösungswege aufzuzeigen. Dies gilt für alle in diesem Beitrag genannten Themenbereiche.

Glaubt der Informatiker wirklich, daß z. B. die IHK ihm innerhalb eines Existenzgründungsseminars helfen könnte, die Gewerbesteuerpflicht und damit auch die Pflichtmitgliedschaft bei der IHK berechtigterweise zu vermeiden?

Der bessere Partner bei einer anstehenden Existenzgründung ist ein Existenzgründungsberater, der selbst als Informatiker beratend tätig ist und damit auch dessen Problemstellungen kennt sowie dessen Sprache spricht. Dieser kann dann eine zu 50% staatlich geförderte Beratung durchführen und auch weitere mögliche und sinnvolle Förderprogramme aufzeigen. Die Beantragung ist denkbar einfach und umfasst lediglich zwei Seiten.
Ist er dann auch noch als Gutachter tätig, wird er zusätzlich untersuchen und in seinem Existenzgründungsbericht testieren, dass der Existenzgründer freiberuflich und nicht scheinselbstständig tätig ist. Solch einen Existenzgründungsbericht kann der IT-Profi im Notfall dem Finanzamt oder auch der BfA vorlegen, um somit den entsprechenden Status zu sichern.

 

 

Checkliste für Existenzgründer
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Ein erstes Projekt mit einer Dauer von mehr als 6 Monaten akquirieren, um nicht sofort nach Beginn des Projektes erneut akquirieren zu müssen
Existenzgründungsberater als Coach verpflichten
Anmeldung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit beim zuständigen Finanzamt
Klärende Maßnahmen zur Anerkennung als Freiberufler
Klärende Maßnahmen zur Verhinderung einer Scheinselbstständigkeit
Einen Steuerberater für das steuerliche Tagesgeschäft (z. B. Buchführung, Umsatzsteuer-Voranmeldung, Jahresabschluss, notwendige steuerliche Klärungen) finden
Persönliche Akquisitions- und Marketingstrategien festlegen
Honorarfindung für die angebotenen Beratungsleistungen durchführen
Gestaltung des Beratervertrages und der zugehörigen allgemeinen Geschäftsbedingungen
Festlegung welche zusätzlichen Versicherungen erforderlich sind
Entscheidung ob die bisherige Altersversorgung ausreicht oder erweitert werden muss
Beginn der persönlichen steuerlichen Modellierung für die ersten drei Geschäftsjahre
Entscheidung ob die Mitgliedschaft in einem Berufsverband für Informatiker sinnvoll ist
 

 

Der Verfasser dieses Beitrags Herr Peter Brenner ist seit 1978 Informatiker und als Existenzgründungsberater sowie Sachverständiger im Bereich der Informatik tätig. Bei Rückfragen zu diesem Themenkreis steht Ihnen Herr Brenner unter der E-Mail peterbrenner@t-online.de oder Telefon 0172-5470892 sowie Fax 02203-695854 jederzeit zur Verfügung.

 


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