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| Die
Existenzgründung |
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Mit einer Existenzgründung verhält es sich wie mit einem
IT-Projekt: Wird zu Beginn nicht genügend Zeit für die
Planung, die Definition von Schnittstellen, sowie die Erkennung
von kritischen Projektinhalten aufgewendet, ist das Projekt im Verlauf
schnell zum Scheitern verurteilt.
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>>Erst einmal ein erstes
Projekt akquirieren und dann sehen wie es weitergeht?<<
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Es ist heutzutage nicht mehr möglich, eine Existenzgründung
nach dem Motto "Erst einmal ein erstes Projekt akquirieren
und dann sehen wie es weitergeht" zu beginnen. Zu viele offene
Fragestellungen sind zu klären und entscheidende Festlegungen
mit weitreichender Wirkung zu treffen. Nicht nur die Themen der
Scheinselbstständigkeit und der Anerkennung als Freiberufler
sind es, die den Informatiker von Anfang an bedrohlich begleiten.
Es gibt andere wichtige Inhalte aus dem Bereich der Existenzgründung,
die für den Einzelberater von immenser Bedeutung sind.
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Problemlösungen und Strategien |
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Es ist die Festlegung einer persönlichen Akquisitions- und
Marketingstrategie, die Honorarfindung für die angebotenen
Beratungsleistungen, die Klärung welche Versicherungen erforderlich
sind, wie es um die Altersversorgung bestellt ist und natürlich
die Gestaltung von problemfreien Beratungsverträgen sowie allgemeinen
Geschäftsbedingungen, die bereits zu Beginn einer Selbstständigkeit
anstehen. Aber auch die legale Steuermodellierung ist von Anfang
an wichtig - genauso wie die Entscheidung, ob die Mitgliedschaft
in einem Berufsverband für Informatiker sinnvoll ist. Aber
wer kann Existenzgründern in der IT-Branche zu einem erfolgreichen
Start-Up verhelfen?
Die wenigsten Steuerberater erbringen es, auch aufgrund Ihrer vielen
zu betreuenden Mandanten, eine wirkliche Beratung und Gestaltung
für einen Existenzgründer durchzuführen. Somit konzentriert
sich deren Leistung auf das steuerliche Tagesgeschäft und die
Lösung von diesbezüglichen Fragestellungen. Auch haben
die Steuerberater in der Regel keine oder zu wenig IT-Profis als
Mandanten und können deren spezielle fachlich begründeten
Probleme nicht klären. Gleichwohl sind sie für das steuerliche
Tagesgeschäft nötig und überlassen gerne einem aus
dem IT-Bereich stammenden, geschulten Existengründungsberater
diese Aufgabenstellung.
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| Wer
denkt schon an eine Betriebsprüfung? |
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Die meisten Informatiker die eine Existenzgründung planen,
befinden sich noch in einem Angestelltenverhältnis oder sogar
in der Schlußphase Ihrer Ausbildung. Kaum jemand denkt in
dieser Startphase an eine mögliche spätere Betriebsprüfung.
Eine Betriebsprüfung ist allerdings in den letzten Jahren auch
bei Einzelberatern immer häufiger durchgeführt worden.
In manchen Fällen schon in den ersten drei Geschäftsjahren
nach der Gründung. Dies ist begründet durch die erhebliche
Erweiterung der Betriebsprüferriegen, alleine in Nordrhein-Westfalen
um 50%.
Eine Betriebsprüfung betrachtet regelmäßig die
vergangenen Geschäftsjahre, und was vergangen ist kann der
Einzelne häufig nicht mehr gestalten und kaum noch verändern.
Dies gilt nicht nur für die dann notwendige Sicherung der Freiberuflichkeit.
Eine vorteilhafte Definition der Firmenbezeichnung, der Ausgangsrechnungen,
der Beratungsverträge, sowie des Internetauftrittes sind erforderlich.
Bei von Anfang an positiver Klärung dieser zugegebenermaßen
umfangreichen Fragestellungen spart sich der IT-Experte die spätere
Einschaltung eines Rechtsanwaltes, um mit dessen Hilfe nachträglich
zu versuchen, fehlerhafte Vorgehensweisen aus der Vergangenheit
zu korrigieren.
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| Wer
hilft bei einer Existenzgründung? |
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Es gibt vielfältige Angebote von den verschiedenartigsten
Institutionen, die einem IT-Profi versprechen, bei seiner Existenzgründung
behilflich zu sein. Diese Angebote treffen fast ausnahmslos den
Problemkreis des Informatikers nicht. Der Informatiker in der Rolle
eines Einzelberaters benötigt nicht zwingend die Erstellung
umfangreicher und vielleicht auch wissenschaftlich orientierter
Geschäftspläne. Vielmehr ist wichtig die spezifischen
Problemstellungen des Existenzgründers informatik-bezogen zu
analysieren und Lösungswege aufzuzeigen. Dies gilt für
alle in diesem Beitrag genannten Themenbereiche.
Glaubt der Informatiker wirklich, daß z. B. die IHK ihm
innerhalb eines Existenzgründungsseminars helfen könnte,
die Gewerbesteuerpflicht und damit auch die Pflichtmitgliedschaft
bei der IHK berechtigterweise zu vermeiden?
Der bessere Partner bei einer anstehenden Existenzgründung
ist ein Existenzgründungsberater, der selbst als Informatiker
beratend tätig ist und damit auch dessen Problemstellungen
kennt sowie dessen Sprache spricht. Dieser kann dann eine zu 50%
staatlich geförderte Beratung durchführen und auch weitere
mögliche und sinnvolle Förderprogramme aufzeigen. Die
Beantragung ist denkbar einfach und umfasst lediglich zwei Seiten.
Ist er dann auch noch als Gutachter tätig, wird er zusätzlich
untersuchen und in seinem Existenzgründungsbericht testieren,
dass der Existenzgründer freiberuflich und nicht scheinselbstständig
tätig ist. Solch einen Existenzgründungsbericht kann der
IT-Profi im Notfall dem Finanzamt oder auch der BfA vorlegen, um
somit den entsprechenden Status zu sichern.
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| Checkliste
für Existenzgründer |
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Ein erstes Projekt mit einer Dauer von mehr als 6 Monaten
akquirieren, um nicht sofort nach Beginn des Projektes erneut
akquirieren zu müssen |
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Existenzgründungsberater als Coach verpflichten |
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Anmeldung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit
beim zuständigen Finanzamt |
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Klärende Maßnahmen zur Anerkennung als Freiberufler |
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Klärende Maßnahmen zur Verhinderung einer Scheinselbstständigkeit |
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Einen Steuerberater für das steuerliche Tagesgeschäft
(z. B. Buchführung, Umsatzsteuer-Voranmeldung, Jahresabschluss,
notwendige steuerliche Klärungen) finden |
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Persönliche Akquisitions- und Marketingstrategien
festlegen |
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Honorarfindung für die angebotenen Beratungsleistungen
durchführen |
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Gestaltung des Beratervertrages und der zugehörigen allgemeinen
Geschäftsbedingungen |
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Festlegung welche zusätzlichen Versicherungen erforderlich
sind |
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Entscheidung ob die bisherige Altersversorgung ausreicht oder
erweitert werden muss |
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Beginn der persönlichen steuerlichen Modellierung für
die ersten drei Geschäftsjahre |
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Entscheidung ob die Mitgliedschaft in einem Berufsverband
für Informatiker sinnvoll ist |
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| Der Verfasser dieses Beitrags Herr Peter
Brenner ist seit 1978 Informatiker und als Existenzgründungsberater
sowie Sachverständiger im Bereich der Informatik tätig.
Bei Rückfragen zu diesem Themenkreis steht Ihnen Herr Brenner
unter der E-Mail peterbrenner@t-online.de
oder Telefon 0172-5470892 sowie Fax 02203-695854 jederzeit zur Verfügung. |
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