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Mit der richtigen Haltung zu mehr Wohlbefinden

Gesund bleiben am Arbeitsplatz, Teil 3: Stuhl und Tisch

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(Juni 2005)

Inhalt dieses Artikels:
Im Fokus: Der richtige Stuhl | Im Fokus: Der passende Tisch | Haltungsfragen
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Knapp zwei Drittel des Arbeitstages verbringt der Büromensch im Sitzen. Und das macht ihn häufig u. a. im Rücken krank – weil er sich wenig bewegt, falsch sitzt oder sich keine Gedanken über die beiden wichtigsten Möbel macht. Stuhl, Tisch und Haltung – sie stehen im dritten Teil der GULP Serie "Gesund bleiben am Arbeitsplatz" im Mittelpunkt.

Wenn es um qualitativ hochwertige Einrichtung geht, haben sich die Zeiten in den Büros (ob in den Unternehmen oder im Homeoffice) zweifellos zum Besseren gewandt: In der Regel ist das Material des Mobiliars nicht mehr gesundheitsgefährdend, sind Bürostühle und -tische GS-geprüft (auf das Zeichen achten!) und wird überhaupt reichlich Geld dafür ausgegeben, dass der Arbeitsplatz den Ansprüchen der Mitarbeiter genügt.

Dennoch klagen immer mehr Menschen über Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden, Muskel- und Skeletterkrankungen. Die Suche nach den Ursachen führt vor allem zur Gedankenlosigkeit, die Menschen im Hinblick auf die richtige Einstellung des Mobiliars sowie auf die Sitzhaltung zeigen.

 

 

Im Fokus: Der richtige Stuhl
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Im betrieblichen Arbeitsschutz genießt der Stuhl ein besonderes Augenmerk, was unter anderem an der Vielzahl von Vorschriften zu erkennen ist, die sich mit ihm befassen. Wesentliche Anhaltspunkte liefert dabei die DIN 4551, die unter anderem folgende Abmessungen für einen Bürostuhl empfiehlt:

o Sitzhöhe von 42 bis 53 Zentimeter,
o Sitztiefe von 38 bis 44 Zentimeter,
o Sitzbreite von 40 bis 48 Zentimeter,
o Höhe der Rückenlehne von 42 Zentimeter und
o deren Breite von 36 bis 48 Zentimeter.

Außerdem sollte ein der Gesundheit zuträglicher Bürostuhl folgende Eigenschaften besitzen:

1. Ein standsicherer, in der Höhe verstellbarer Drehrollstuhl mit mindestens fünf Armen am Fußkreuz.
2. Sichere und einfach zu handhabende Verstellmechanismen, an denen man sich nicht einklemmen kann.
3. Ohne scharfe oder spitze Ecken und Kanten.
4. Ergonomisch an den Stuhl angepasste Armlehnen, die beim Abstützen das Körpergewicht des Mitarbeiters aufnehmen können.Ergonomisch an den Stuhl angepasste Armlehnen, die beim Abstützen das Körpergewicht des Mitarbeiters aufnehmen können.
5. Stufenlos höhenverstellbare Rückenlehne mit einer gewissen Elastizität (Sitztiefenfederung), die außerdem (ebenso die Sitzfläche) in der Neigung verstellbar und danach arretierbar ist.
6. Für die aufrechte Haltung: Lendenbausch (Ausbuchtung der Rückenlehne in der Lendengegend) und Beckenstütze (leichte Steigung im hinteren Drittel der Sitzfläche).
7. Gepolsterte Vorderkante der Sitzfläche für die Blutzirkulation in den Beinen.
8. Bezug und Polsterung sind wasserdampf- und luftdurchlässig zur Vermeidung von unnötigem Schwitzen.

Generell: Alle Verstellmöglichkeiten müssen einfach und sicher im Sitzen bedient werden können! Das ist wichtig bei der exakten Einstellung der Sitzhöhe, die dann passt, wenn:

o der Winkel im Kniegelenk etwa 90 Grad beträgt,
o dabei die ganze Fußfläche den Boden berührt und
o auch der Winkel im Ellbogengelenk 90 Grad misst, wenn die Unterarme auf der Arbeitsfläche liegen.
 

 

Im Fokus: der passende Tisch
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Ob der Arbeitstisch passt, lässt sich anhand folgender Checkliste schnell prüfen:

1. Damit es nicht blendet – ist die Oberfläche des Tisches matt und weder zu hell noch zu dunkel?
2. Ist das Material der Tischplatte antistatisch und leitet Wärme schlecht ab?
3. Sind Ecken und Kanten des Tisches abgerundet?
4. Von 68 bis 76 Zentimeter – ist die Tischhöhe verstellbar? Wenn nicht, ist zumindest ausreichend Beinfreiheit vorhanden?
5. Ist genügend Platz auf der Arbeitsfläche, die mindestens 160 Zentimeter breit und 80 Zentimeter tief sein sollte? Dabei entscheidend: Der Sehabstand zum Bildschirm des PC sollte 50 Zentimeter und mehr betragen.
6. Ist genügend Stauraum (zum Beispiel in Rollwägen) für Unterlagen vorhanden?
 

 

Haltungsfragen
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Die richtige Wahl und passende Einstellung von Stuhl und Tisch genügen jedoch nicht – in erster Linie kommt es auf den Menschen an, der folgende drei Punkte verinnerlichen sollte:

1. Regelmäßige Bewegung ist das A und O für einen gesunden Bewegungsapparat – und zwar
 
o in der Freizeit, sinnvolle Ausdauersportarten sind zum Beispiel Rückenschwimmen, Radfahren und Laufen;
o bei der Arbeit mit Gymnastik- und Dehnungsübungen zwischendurch oder ganz banal: Statt eines langen eMails einfach mal zum Kollegen gehen und das Gespräch im Stehen führen! Es sind die regelmäßigen Kleinigkeiten, die dauerhaft Wirkung zeigen.
2. Auf eine ideale Sitzhaltung achten:
 
o Aufrecht mit geradem Rücken – diese Haltung ist grundsätzlich die richtige!
o Die Sitzfläche ganz ausnutzen, so dass der ganze Rücken die Lehne berührt!
o Den Kopf während der Arbeit leicht nach vorne halten!
o Und nochmals: Stuhl und Tisch so einstellen, dass Kniegelenk und Ellbogen jeweils einen 90 Grad-Winkel bei der Arbeit einnehmen!
3. Dynamisches Sitzen statt statischer Position. Ein gutes Mittel gegen Verspannungen ist die regelmäßige Änderung der Körperhaltung, welche die Muskeln lockert und die Durchblutung anregt. Das so genannte "dynamische Sitzen", das ist abwechselnd
 
o mal vorgeneigt,
o mal aufrecht,
o mal zurückgelehnt,
o aber immer mit geradem Rücken.
 

 

 


Kommentare zu diesem Artikel:

"Danke - gute erinnerung - sehr wichtig für die Produktivität! (Juli 2005)"

"gute erinnerung, sich mal wieder verstärkt um die eigene haltung zu kümmern:) (Juli 2005)"

"Wichtiges Thema für alle Mitarbeiter im Büro. Der Artikel ist kurz, einfach und auf das Thema fokussiert - gut. Übrigens sind QiGong, TaiChi sehr hilfreich um den Rücken gesund zu erhalten. (Juni 2005)"


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