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| Auswahl
der Archivierungsart |
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Es gibt ganz unterschiedliche Archivierungssysteme und man kann
hier nur bedingt Empfehlungen aussprechen, da jede/r andere Bedürfnisse
und Anforderungen hat. Am besten schauen Sie sich verschiedene
an und probieren sie aus. Im Vorfeld lassen sich manche Vor- oder
Nachteile einer Methode nicht erkennen. Sie werden erst im praktischen
Einsatz deutlich. Scheuen Sie sich deshalb nicht, das System zu
wechseln, falls es sich als nicht brauchbar für Sie herausstellt.
Hier eine Auswahl an Archivierungssystemen:
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Ordner: Sie können Ihre Unterlagen in großen
Ordnern abheften. Ein System, das schon lange im Einsatz ist.
Die Nachteile sind: Sie müssen die Unterlagen lochen,
kleinere Zettel müssen auf größere geheftet
werden, damit sie ebenfalls einsortiert werden können. |
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Hängeregistratur: Hängeregistraturen
bestehen aus Mappen, in die man die Unterlagen einlegt. Das
geht schneller, als sie in Ordner einzuheften. Es verleitet
aber auch dazu, neue Papiere einfach "reinzustopfen".
Es gibt auch Mappensysteme, die man in große Karteikästen
einsortieren kann. |
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Kartons: Bevor Sie gar keine Ordnung haben, ist
es immer noch besser, wenigstens eine Grobsortierung in Kartons
vorzunehmen. Dass Sie damit natürlich keinen leichten
Zugriff auf Ihre Unterlagen haben, versteht sich von selbst – aber
wie gesagt: besser als nichts. Schubladen können die gleiche
Funktion erfüllen. |
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| Sinnvolle
Kategorien finden |
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Das Herzstück eines Ablagesystems ist die Entwicklung von
geeigneten Kategorien, unter die die Unterlagen einzuordnen sind.
Auch hier gibt es sehr viele, verschiedene Möglichkeiten wie
z.B. chronologisch, nach Inhalten, nach Personen, nach Sachgebieten
u.ä. Sie müssen ein für sich passendes System finden.
Dazu gehört z.B. auch zu entscheiden, welche Unterlagen der
Familienmitglieder getrennt oder gemeinsam gesammelt werden sollen.
Hier einige Tipps:
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Grundsätzlich ist es ratsam, die wichtigsten
Unterlagen in einem Extra-Ordner bzw. einer Extra-Mappe zu
sammeln, so dass diese im Notfall schnell zur Hand sind. |
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Die anderen Unterlagen können Sie dann zu
sinnvollen Gruppen zusammenfassen und innerhalb derer die Papiere
chronologisch ordnen. Schreiben Sie zu Ihren Kategorien in
Stichwörtern auf, was Sie alles dort einsortieren wollen.
So machen Sie es anderen leichter, das System zu durchschauen
und Sie können dort auch selbst nachschauen, falls Sie
sich mal nicht sicher sind. |
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Wichtig ist, das System nicht zu kompliziert zu
machen, sprich: nicht zu viele Kategorien zu wählen. Zu
wenige sind aber auch nicht sinnvoll, da Sie sonst zu lange
innerhalb einer Kategorie suchen müssten. Hier einige
Ideen für solche Kategorien (alphabetisch, nicht nach
Wichtigkeit aufgeführt): |
| Arbeit und Rente |
Sammlung von Gehaltsabrechnungen, Zeugnissen, Sozialversicherungsunterlagen,
Rentenversicherungsbescheinigungen etc. Es kann ggf.
sinnvoll sein, aus dieser Kategorie zwei einzelne zu
machen. Das müssen Sie für sich selbst entscheiden. |
| Bank |
Kontobelege, aber auch alle anderen Bankunterlagen,
Kreditkarten, die Sie nicht oder wenig benutzen u.ä.
Mit in diese Kategorie können auch Unterlagen über
Ihre Investitionsprojekte, wie z.B. Fonds, Sparpläne
etc. |
| Gebrauchsanleitungen |
In der Regel ist es sinnvoll, alle Gebrauchsanleitungen
zusammen zu haben, da man so genau weiß, wo man
suchen muss. |
| Gesundheit |
Eine Kategorie für z.B. Ihre Krankenkasse,
Impfpass, Röntgenaufnahmen, Untersuchungsergebnisse,
Angaben über Medikamente, die Sie eingenommen haben
usw. |
| Hobby |
Für Urkunden, Vereinsunterlagen u.ä. |
| Kaufen, mieten & Co |
Kategorie für alles, was Sie anschaffen: also
Rechnungen, Abo-Verträge, Kassenzettel, Garantiescheine
etc. Bei dieser Kategorie kann es sinnvoll sein, ggf.
Unterkategorien für einzelne Bereiche zu bilden,
in denen viele Papiere anfallen, wie z.B. "Auto", "Haustiere" o.ä. |
| Versicherungen |
Hier kommen alle Policen, Versicherungsscheine
u.ä. hinein. Unter Umständen können die
aber auch Teil des "Wichtige Dokumente-Ordners"
sein. |
| Wichtige Dokumente |
Sammelkategorie für die wichtigsten Unterlagen
wie Geburtsurkunden, Pässe, Heiratsurkunde, Testament
etc. Achten Sie darauf, hier nicht zu viel hineinzupacken,
sondern wirklich nur das, was eben wirklich wichtig ist. |
| Wohnen |
Alles, was Wohnung oder Haus betrifft. |
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Richten Sie eine Ablage für die Dokumente
ein, die frisch reinkommen und nicht gleich einsortiert werden
können oder sollen. Achten Sie darauf, diese Ablage nicht
zu groß zu wählen, damit Sie eine Motivation haben,
diese immer möglichst schnell wieder zu leeren. |
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Zu bezahlende Rechnungen und Dokumente, die in
irgendeiner Form bearbeitet werden müssen, sollten Sie
nirgendwo einsortieren, sondern gut sichtbar auf einen Platz
legen, an dem Sie häufig vorbeikommen. Erst nach Erledigung
werden sie einsortiert (notieren Sie hier am besten immer das
Datum auf dem Papier, an dem Sie die Sache bearbeitet haben). |
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Legen Sie sich eine Extra-Kartei für Telefonnummern
und Ansprechpartner an – und das entweder für jede
der einzelnen Ordnungskategorien oder, wenn es nicht so viele
sind, gesammelt. Bei Rückfragen oder Problemen haben Sie
es dann leichter, die nötigen Angaben zu finden. |
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Extra-Tipp
Setzen Sie gezielt Farben ein! Sie können den verschiedenen
Ordnungskategorien eindeutige Farben zuordnen. Das erleichtert
den Überblick und macht auch mehr Spaß. |
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| Erst Grundschliff, dann Regelmäßigkeit |
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Da die meisten persönlichen Unterlagen mehr oder weniger chaotisch
archiviert sind, wird es häufig nötig sein, zunächst
einen Grundschliff in die Sache zu bringen. Überlegen Sie sich
dazu, ab wann Sie Ihre Unterlagen "korrekt" sammeln wollen.
Nicht immer ist es sinnvoll, wirklich alle Unterlagen zu sortieren.
Sie können sich z.B. entscheiden, die Unterlagen der letzten
drei Jahre in Ordnung zu bringen und alle Papiere, die von der Zeit
davor sind, sammeln Sie in einem großen Karton. Für den
Notfall können Sie dort dann nachschauen und im besten Fall
müssen Sie an diesen nicht mehr ran.
Wenn Sie Ihre Unterlagen dann einmal in Ordnung gebracht haben,
besteht die Herausforderung nun darin, all die hinzukommenden Unterlagen
ebenfalls konsequent in Ihr neues System einzuordnen. Ihr Ordnungssystem
ist schließlich nur so lange gut, wie Sie es auf den neuesten
Stand halten. Und hier ist eine dicke Portion Selbstdisziplin gefragt.
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| Sinnvolle
Abstände fürs Einsortieren festlegen |
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Überlegen Sie sich, welche Abstände des Einsortierens
für Sie persönlich sinnvoll sind. Gehören Sie zu
den Menschen, die lieber kleine Aufgaben schnell "wegarbeiten",
dann sollten Sie Unterlagen möglichst immer gleich wegsortieren.
Ist Ihnen das zu nervig, können Sie es auch in größeren
Abständen, also z.B. einmal die Woche oder einmal im Monat
machen. Noch größere Abstände sind meist weniger
sinnvoll, da dann erstens schnell entmutigende Haufen von Unterlagen
entstehen und: Sie finden jüngere Dokumente auch wieder nicht
zuverlässig.
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Extra-Tipp:
Überprüfen Sie beim Einsortieren von Unterlagen
immer kurz, ob das neue Dokument vielleicht ein älteres
ersetzt, das dann aussortiert werden kann. |
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| Motivationsmaßnahmen |
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Machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie sich selbst motivieren
können, Ihre Unterlagen regelmäßig einzusortieren.
Es könnte sein, dass allein das Erfolgserlebnis, dass Sie
Sachen nun viel leichter finden, Ihnen genug Anreiz gibt, das konsequent
weiterzuführen. Vielleicht aber braucht es etwas mehr. Arbeiten
Sie dann z.B. mit kleinen Belohnungen, die Sie sich gönnen,
wenn Sie die Sache erledigt haben. Das Wichtigste bei all dem ist:
Genießen Sie Ihre Ordnung! Sie werden sehr schnell merken,
wie angenehm es ist, benötigte Unterlagen wieder zu finden.
Dieses gute Gefühl ist die beste Basis dafür, dass Sie
auch weiterhin Ordnung halten.
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Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Tania Konnerth
unter Zeit zu
leben.de .
Die Autorin behält sich alle Rechte am Artikel vor. © 2007
Tania Konnerth |
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