Trash Poll der Woche

(Januar 2010)
Die wöchentliche GULP Kurzumfrage rund um Leben, Liebe, Alltag & Beruf - nicht immer ganz ernst gemeint, sondern mit einem Augenzwinkern.

Das Ergebnis der Kalenderwoche 52/2009:
Empfehlen Sie einen anderen Selbstständigen, wenn Sie ein Projekt nicht selbst durchführen können?
Ja, immer wenn ich jemanden kenne, der passt.   59%
Kommt auf mein Verhältnis zum Projektanbieter an.   29%
Nur wenn die Anfrage direkt vom Kunden kommt.   9%
Nein, grundsätzlich nicht.   3%
Teilnehmerzahl: 133
Die Idee zu dieser Trash Poll erreichte uns über unsere Themenseite von einem IT-Freiberufler. (Vielen Dank noch mal dafür!) Jener Selbstständige schrieb uns auch: "Meine Antwort bei Anfragen solcher Art: ganz klar Nein! Unternehmen, die lediglich Freelancer vermitteln, ohne selbst in das Projekt involviert zu sein, sollen ihre Akquise selbst betreiben. Für Unternehmen, mit denen ich vertrauensvoll zusammen arbeite, gilt das nicht. Hier empfehle ich gerne jemanden weiter."

59 Prozent der Teilnehmer an dieser GULP Trash Poll – und damit die Mehrheit – sehen das etwas liberaler und empfehlen immer einen Kollegen, wenn sie jemanden kennen, der passt. Grundsätzlich negativ stehen mit drei Prozent nur sehr wenige der Empfehlungsfrage gegenüber. Fazit also: Weiterempfehlen ist gang und gäbe.

Eine kleine, aber sehr bedeutende Frage hierzu: Wenn Sie ein Projekt an einen Kollegen weiterempfehlen, verlangen Sie dafür einen prozentualen Anteil vom Stundensatz? Oder machen Sie das unentgeltlich, um den Zusammenhalt zu fördern und die Gemeinschaft der Freelancer stark zu machen? Um vielleicht dann auch mal empfohlen zu werden, wenn ein Kollege ein Projekt fachlich oder zeitlich nicht selbst durchführen kann?
 
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Kommentare zu diesem Artikel:

"Empfehlungen gebe ich eigentlich nur an Endkunden, wenn Bedarf besteht. Vermittlern gebe ich grundsätzlich keine Empfehlungen weiter, da diese nicht honoriert werden. (Januar 2010)"

"Habe öfters Vermittlern kostenlos Empfehlungen gegeben. Hats was gebracht? Nein! Zuletzt habe ich angekündigt nur gegen Provision Kontakte auszuplaudern. Kostet schließlich meine Zeit&Geld, auf die Messen / Workshops, etc. zu gehen. Der VM (Recruiter) hatte sofort abgeblockt - soll er also seinen Job selbst machen....  Wenn ein Freelancer (Ex-Kollege) aktiv sucht und ich es weiß, ist es was anderes... kann man immer noch klären.  Schon gewußt? Kettengeschäfte kosten 10-15 Euro / Std., wenn VM1 einen VM2 nach einem Freelancer anfrägt.  Also wozu kostenlos?  Wenn der Endkunde Unterstützung sucht kann man entweder a) aktiv vermitteln (Marge) b) einen Freelancer direkt gegen Provision (untereinander) dem Endkunden empfehlen - 10-15% Prov. sollten bei sonst anständigen Endkunden-Stundensätzen hierbei drin sein. (Januar 2010)"

"Ich gebe ebenfalls keine Empfehlungen ab. Das hat mehrere Gründe, die eigentlich hier schon erwähnt wurden. Wichtigster Punkt ist, dass die Vermittler die Hand meist fürstlich aufhalten und mir persönlich ohnehin schon viel zu viel wichtige Arbeitszeit rauben. Mit geringstem Aufwand und einem viel zu großen Mitarbeiterstab versucht ein Großteil der Branche zum Erfolg zu gelangen. Zweiter Punkt ist der bekannte Nasenfaktor den man nicht immer genau für beide Seiten abschätzen kann. (Januar 2010)"

"Auch ich gebe grundsätzlich nur dann eine Empfehlung ab, wenn bereits ein längeres und vertrauensvolles Verhältnis zum Vermittler oder zum Endkunden besteht. Es gibt genügend Vermittler die Empfehlungen schlicht für lau abgreifen wollen, ohne das überhaupt nur ansatzweise eine nachweislich vertrauensvolle und funktionierende Zusammenarbeit besteht. Ich sehe es genauso. Für die satten Margen, die sie einstreichen wollen sollen sie auch bitte schön selbst akquirieren. Und das das nicht so einfach ist an wirklich gute Kontakte zu kommen bzw. diese teilweise über Jahre (!) aufzubauen dürfte den Erfahrenen unter uns wohl hinreichend bekannt sein. Deshalb ist es auch nur legitim diesen Mehrwert, diesen Türöffner (für beide Parteien) sich nicht einfach nur zu erschleichen oder ihn leichtfertig zu verschenken sondern selbstverständlich bei einer Empfehlung mitzuverdienen und Provision zu verlangen. Denn ein bißchen Wertschätzung darf schon sein, wenn wir schon von Kooperation sprechen. Und das darf sich dann eben auch selbstverständlich monetär auszahlen. Denn Freiberufler sind hoffentlich auch Geschäftsleute und nicht einfach nur 'nett'. Oder wollen sich Freiberufler den Markt auf Dauer entgültig abgraben? (Januar 2010)"

"In unserem Business (auch in anderen Branchen) ist es so, dass neben den fachlichen Skills auch die Persönlichkeit Teil des Angebotes ist und somit dem Kunden immer ein 'Paket' vermittelt wird. Daher kann ich keine Empfehlung abgeben. (Januar 2010)"

"Ich habe bisher immer den einen oder anderen befreundeten Freiberufler empfohlen, wenn ich ihn für das Projekt für geeignet hielt. Ich selber habe dafür nie eine Provision verlangt. Umgekehrt haben aber alle mitkassiert bzw. mir nie eine Projekt vermittelt. Ich werde wohl künftig auch meine Provision verlangen. (Januar 2010)"

"Ich empfehle dann Kollegen weiter, wenn ich sie bereits aus anderen Projekten kenne und als geeignet empfinde. Und dann unentgeltlich: das soziale Netz ist mir wichtiger als ein paar Euro. (Januar 2010)"

"Wenn ich von einem Projekt höre, empfehle ich Freiberufler direkt an den Endkunden zu gehen. (Januar 2010)"

"Sehr gut und aufhellend! (Januar 2010)"

"Ich gehöre zu den 3%, die grundsätzlich keine Empfehlung abgeben. Meine Gründe sind bei Vermittlern, dass die ihre Arbeit gefälligst selber machen sollen, bei Endkunden ist mir die Verantwortung zu gross, falls der empfohlene Selbstständige sich als Niete erweist. (Januar 2010)"