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Umfrage-Ergebnis

Freiberufler und Festangestellte: Mischungsverhältnisse

(März 2004)

Allein unter Festgestellten oder doch nur einer von mehreren Freiberuflern im IT-Projekt? Über das Mischungsverhältnis gaben 190 Projektanbieter und Freiberufler in der GULP Umfrage zum Personalmix in Deutschlands IT-Abteilungen Auskunft.

Vorweg: Die nach GULP Maßstäben bescheidene Teilnehmerzahl ist ein Indiz, dass das Thema der Umfrage zwar auf Interesse gestoßen ist, ihm es aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt an dramatischem Potenzial fehlt, das für überdurchschnittliche Resonanz vonnöten ist. Nicht die Zusammensetzung für ein Projekt ist die entscheidende Frage im Markt, sondern vielmehr das Zustandekommen eines Projektes überhaupt.

 

Wie hoch ist Ihrer Meinung nach der Anteil der Freiberufler in den IT-Abteilungen?
24,0 Prozent.
 
Durchschnittlich knapp ein Viertel des Personals in IT-Abteilungen „gehört“ laut Ansicht der Teilnehmer der Freiberuflichkeit. Für den erfahrenen Marktbeobachter ist (neben den steigenden Projektanfragen) auch dieser beachtliche Anteil der IT-Freiberufler ein Indiz für den Aufschwung im IT-Projektmarkt. Denn: Wo keine Projekte sind, da wird nach dem tiefen Sturz der IT-Branche auch keine externe Unterstützung benötigt.
 
Das Ergebnis der Befragung im Einzelnen:
bis 10% 13,16 %
11% bis 20% 26,84 %
21% bis 30% 26,32 %
31% bis 40% 15,79 %
41% bis 50% 4,21 %
51% bis 60% 6,32 %
61% bis 70% 3,16 %
71% bis 80% 3,16 %
81% bis 90% 1,05 %
über 90% 0 %
 
Ein Blick in die „Tiefe“ der Daten bringt weitere Erkenntnisse: Kein einziger Teilnehmer kennt Extremfälle – ob es nun IT-Abteilungen völlig ohne Freiberufler (das niedrigste Voting war 3 Prozent) oder Abteilungen mit mehr als 90 Prozent Freiberufleranteil sind. Dass sich der Durchschnitt der Antworten bei 24 Prozent einpendelt, dazu tragen auf der einen Seite der Waage 40 Prozent der Teilnehmer bei, die einen Anteil bis 20 Prozent nannten – und auf der anderen Seite 33,68 Prozent der Teilnehmer, für die im Durchschnitt über 30 Prozent in IT-Abteilungen freiberuflich arbeiten.

 

Wie ist der Trend?
Der Anteil der Freien wird zunehmen. 45 %
Das Verhältnis bleibt gleich.  27 %
Der Trend geht weiter zur Festanstellung. 28 %
 

Die Verteilung der Antworten und damit das deutliche Übergewicht zugunsten der Freiberufler spricht eine deutliche Sprache und reiht sich ein in die Daten/Argumente/Einschätzungen, die alle dasselbe besagen: Die IT-Freiberufler haben in ihrer Gesamtheit das Schlimmste hinter sich und dürfen sich über einen nachhaltigen, wenn auch noch langsamen Aufschwung im IT-Projektmarkt freuen.

Das Ergebnis legt eine weitere Folgerung nahe, welche der ersten in keinster Weise wiederspricht: 45 Prozent aller Teilnehmer sehen eine Verlagerung des Mischungsverhältnisses auf die Seite der Freiberuflichkeit – auch dies ein Votum für eine Entwicklung, welche viele Experten als elementaren Trend in der IT-Branche sehen.

 

Kommentare zu diesem Artikel:

"Die Zahl der Anfragen scheint ganz langsam wieder zu steigen, aber welche Fachkräfte werden freiberuflich gesucht? Überwiegend sehr spezialisierte EDVer. Ob die grosse Masse der bisherigen Freiberufler wirtschaftlich weiterhin überleben kann, bis eine deutliche Trendwende feststellbar ist, bleibt abzuwarten... (April 2004)"

"Der Anteil der "Freien" wird zunehmen. Wobei sich allerdings das Freisein vom frei sein neu unterscheiden wird. Ich denke daß der Anteil der nicht fest angestellten steigt, was nicht unbedingt zugunsten der Freiberufler zu werten ist, denn es gibt ja noch den Leiharbeitnehmer. (März 2004)"

"Die Zahlen sehe ich wohl, leider ist dieser Trend bei den Projektanbietern offensichtlich noch nicht angekommen. Und auch die Möglichkeiten für Direktverträge werden ignoriert. Das könnte aber der Schlüssel für Freiberufler in der IT-Branche sein. Ich habe hohe Erwartungen an diesen Trend, bin selbst Freiberufler(52) seit 1998 mit 25 Jahren Berufserfahrung. (März 2004)"


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